IMPOSSIBLE –
UNSERE GESCHICHTEN

Athleten, die uns inspirieren,
in Bewegung zu bleiben

Diese spannenden Geschichten zeigen uns was wirklich möglich ist, wenn wir die Grenzen menschlicher Bewegung überschreiten.

Andrea Eskau - Para-Langlauf-Ski

Andrea Eskau reckt ihre Skistöcke in die Luft und trägt einen roten Rennanzug, während sie in die Kamera blickt.
GEBOREN

21. März 1972

HEIMATSTADT

Apolda, Deutschland

DISZIPLIN

Para-Leichtathletik, Para-Langlauf

PARALYMPISCHE SPIELE

2008, 2012, 2016
PARALYMPISCHE WINTERSPIELE
2010, 2014, 2018

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Behindertensport auszuüben mag für Andrea zunächst aus der Not heraus entstanden sein, aber schon bald wurde das deutsche Energiebündel eine der dominierendsten Kräfte in der Paralympischen Szene – sowohl im Sommer – als auch im Wintersport. Sie begann zunächst mit Rollstuhlbasketball und erweiterte dann ihre Fähigkeiten um Skilanglauf, Biathlon und Handbike-Rennen.

Bis heute hat Andrea 37 Weltmeisterschaftsmedaillen gewonnen und ist 27-fache Weltmeisterin im Radfahren, Biathlon und Skilanglauf.

"Die Opfer und Mühen, die man aufbringen muss um eine paralympische Medaille zu gewinnen sind wirklich unglaublich. Umso stolzer sind wir, ein kleiner Teil von Andreas Team zu sein."
– Toyota TMG Ingenieur

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Ich habe viele Medaillen gewonnen, vieles erreicht, aber mein größter Sieg als Athletin ist es, fair und wettbewerbsfähig zu sein. Ich glaube fest daran, dass das sehr sehr wichtig ist.

Inspiriert von Andreas unermüdlichem Kampf und Willen, immer wieder neu auszuloten, was möglich ist, trat Toyota 2012 an sie heran, um eine Zusammenarbeit vorzuschlagen. Mit dem Fokus auf Komfort und Geschwindigkeit haben wir seitdem eng mit Andrea zusammengearbeitet, um maßgeschneiderte und leichte Carbonfasertechnologien für ihr Handbike und ihren Schlitten zu entwickeln. So trugen wir dazu bei, unserer Star-Athletin eine noch bessere Ausgangssituation bei den Paralympischen Spielen zu verschaffen.

Lauren Woolstencroft - Para-Alpinskifahrerin

GEBOREN

24. November 1981

HEIMATSTADT

Banff, Alberta, Kanada

DISZIPLIN

Para-Ski alpin

PARALYMPISCHE SPIELE

2002, 2006, 2010

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Lauren wurde ohne ihren linken Unterarm und ohne Unterschenkel geboren. Doch das konnte ihre Leidenschaft für den Sport nicht stoppen. Was als einfaches Wochenendvergnügen mit ihrem skibegeisterten Vater begann, wurde schnell zur leidenschaftichen Berufung einer aufstrebenden Profisportlerin. Trotz vieler Herausforderungen und Rückschläge startete Lauren im Alter von 14 Jahren im Alberta Para-Ski-Team.

"Als ich anfing Rennen zu fahren, habe ich es definitv nicht für möglich gehalten, einmal ganz oben auf dem Podium zu stehen. Aber nach Jahren des Trainings und harter Arbeit – und einem tollen Team im Rücken – konnte ich das alles mit zehn Medaillen bei den Paralympischen Spielen belohnen."

Wenn ich meinen Weg bei den Olympischen Spielen mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es wohl: Entschlossenheit.

Lauren forderte eine Kurve nach der anderen das Unmögliche heraus. Während ihrer Zeit beim Kandischen Para-Ski-Team wurde Lauren eine der erfolgreichsten Skifahrerinnen mit Behinderung der Welt. Allein bei den Paralympischen Spielen in Salt Lake City 2002, gewann sie zehn Medaillen: achtmal Gold, eine Silber- und eine Bronzemedaille für das Team Kanada.

Als sie sich 2010 vom Wettkampf-Skirennen verabschiedete, erklärte Lauren, dass sie als Athletin in Erinnerung bleiben wolle, die sich für ihren Erfolg jeder Herausforderung gestellt und diese angenommen hat.

Han Min-Su - Schlitten-Eishockeyspieler

GEBOREN

3. Juni 1970

HEIMATSTADT

Seoul, Südkorea

DISZIPLIN

Schlitten-Eishockey

PARALYMPISCHE WINTERSPIELE

2010, 2014

UNMÖGLICHES ERREICHEN

23 Jahre alt und an rheumatischer Arthritis in beiden Beinen leidend, beschloss Han einen 1.708 Meter hohen Berg zu besteigen. Als er schließich 17 Stunden später den Gipfel erreichte, fühlte er genau den Mut in sich, den er brauchen würde, um aus all den Barrieren in seinem Leben neue Möglichkeiten zu machen. Obwohl weil seine Beine ihm Probleme bereiteten, hatte Han sich entschieden, mit 23 Jahren einen Berg zu besteigen. Als er den Gipfel erklommen hatte, fühlte er Stärke und Stolz.

Als man bei Han sieben Jahre später eine Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis) diagnostizierte und sein linkes Bein amputiert werden musste, erinnerte sich Han an seinen Triumph am Berg und entschied, seinen lang gehegten Traum, ein Spitzensportler zu werden, in die Tat umzusetzen. Aufgrund einer Knocheninfektion verlor Han mit 30 Jahren sein linkes Bein. Er erinnerte sich daran, was für einen Stolz er spürte, als er den Berg erklommen hatte und beschloss, dass er weiterhin daran arbeiten will, ein großartiger Athlet zu werden.

"Es ist eine Herausforderung … sich ein Ziel zu setzen, auf dieses Ziel hinzuarbeiten und all die Anstrengungen, die damit verbunden sind. Aber genau dann fühle ich mich lebendig. Genau dann bin ich glücklich, Eishockey zu spielen."

Han startete bei Wettkämpfen auf nationaler Ebene in der Republik Korea in den Disziplinen Powerlifting, Rollstuhlbasketball und Rollstuhlrugby. Aber erst auf dem Eis war er wirklich in seinem Element. Ein paar Jahre später war Han der Superstar der Paralympischen Winterspiele 2012 in Vancouver. Als nächste große Herausforderung wird Han bei den Paralympischen Winterspielen in seiner Heimat Südkorea teilnehmen.

Michael Milton - Para-Alpinskifahrer

GEBOREN

21. März 1973

HEIMATSTADT

Canberra, Australien

DISZIPLIN

Para Ski alpin und Radfahren

PARALYMPISCHE SPIELE

1988, 1992, 1994, 2002, 2006, 2008

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Sobald Michael laufen konnte, rannte er auch schon allen davon. Seine skibegeisterte Familie fuhr regelmäßig in die Berge bei Canberra, wo er, süchtig nach jedem Nervenkitzel, die schneebedeckten Pisten herunterraste. Dabei verliebte er sich in den Skisport.

Im Alter von 9 Jahren wurde bei Michael Knochenkrebs diagnostiziert und sein Bein oberhalb des Knies amputiert. Nach einigen anstrengenden Jahren, in denen er sich erholen und das Laufen neu erlernen musste, beschloss der nun 11-jährige Michael, dass es Zeit war, seine körperlichen Grenzen durch Sport neu zu definieren.

Bewegung bedeutet für mich, die Welt zu erforschen und ganz viel neues zu entdecken.

Ein Leben voller Hingabe und unermüdlichem Training machte Michael bei den Paralympischen Winterspielen zum erfolgreichsten paralympischen Athleten Australiens. Er bestreitet auch Wettkämpfe in den Bereichen Leichtathletik, Mountainbiken und Triathlon. "Ich mag es nicht, dass Dinge unmöglich sein sollen. Für mich geht es im Leben immer darum, meine Grenzen zu testen und herauszufinden, was möglich ist."

Inspiriert durch Michales Geschichte, begann Toyota Australien 2002 mit dem Paralympischen Athleten zusammenzuarbeiten. So wurde das Multitalent 2007 zum offiziellen Toyota Markenbotschafter. Toyota freut sich, weiterhin an Michaels Seite zu sein und zu sehen, wohin ihn seine nächsten sportlichen Herausforderungen und Träumen bringen werden.

Seun Adigun - Sprinterin / Bobfahrerin

GEBOREN

3. Januar 1987

HEIMATSTADT

Chicago, Illinois, USA

DISZIPLIN

Leichtathletik und Bobsport

OLYMPISCHE SPIELE

2012 (für Nigeria)

UNMÖGLICHES ERREICHEN

In der Highschool war die aufstrebende, nigerianisch-amerikanische Athletin bekannt für ihr Talent beim Sprint und Hürdenlauf. Aber Seun litt an einer Herzerkrankung, einer sogenannten AV-Knoten-Reentrytachykardie, einer gutartigen Herzrhythmusstörung. Dadurch wurden alle körperlichen Anstrengungen zu einer potentiellen gesundheitlichen Gefahr. Doch fest entschlossen ihr ganzes Potential auszuschöpfen und entgegen der Ängste ihrer Angehörigen, entschied sich Seun zu einer OP und ließ sich überschüssige Gewebe aus ihrem Herz entfernen. Nachdem sie sich von der erfolgreichen OP erholt hatte, war sie in der Lage noch intensiver zu trainieren.

Jeden Tag öffne ich eine neue Tür, um zu verstehen, was "Unmöglich" wirklich bedeutet. Um dann das Unmögliche wieder herauszufordern.

Seun zeigte der Welt, wie glücklich sie war, als sie bei den Olympischen Spielen 2012 in London auflief, um dort bei den 100-Meter-Hürden für das Team Nigeria zu starten. Nach den Olympischen Spielen und sie zunächst mit dem Laufen pausierte, bemerkte Seun, dass viele ihrer Teamkameraden ihren Fokus nun auf den Bobsport und die Olympischen Winterspiele 2018 richteten. Ihr war klar, dass es in ganz Afrika kein einziges Land gab, das eine Bobmannschaft hatte und genau das reizte das Multitalent. Seun wollte nicht nur einen neuen Sport nach Nigeria bringen, sondern vor allem Frauen in dieser Sportart fördern.

Und so begann sie, ehemalige Sprinterinnen für ihre angehende Bobmannschaft zu rekrutieren. Im November 2017 wurden Seun und ihr Team das erste afrikanische Bobteam, das sich erfolgreich für die Olympischen Winterspiele qualifiziert hat.

"Mobilität bedeutet für mich, gesund zu bleiben. Es bedeutet sich so bewegen zu können, so dass man geistig, körperlich, emotional und mental fit bleibt."

Tatyana McFadden - Para-Athletin

GEBOREN

21. April 1989

HEIMATSTADT

Clarksville, Maryland, USA

DISZIPLIN

Para-Leichtathletik und Para-Skilanglauf

PARALYMPISCHE SPIELE

2004, 2008, 2012, 2016
PARALYMPISCHE WINTERSPIELE
2014

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Tatyana wurde in St. Petersburg, Russland mit Spina bifida geboren – eine Krankheit, die sie von der Hüfte abwärts lähmt. Sie verbrachte ihre ersten Lebensjahre in einem Waisenhaus und lief dort auf ihren Händen über den Boden.

Nachdem sie im Alter von 6 Jahren bei ihrer Adoptivfamilie in den USA ankam, begann Tatyana mit verschiedenen Sportarten zu experimentieren. Auch um ihre Muskeln nach einer Wirbelsäulenoperation zu stärken. Als sie die 8. Klasse besuchte, beschloss Tatyana, eines Tages ein Paralympischer Champion zu werden.

Aber trotz größter Bemühungen war es schwierig für Taytana die Erlaubnis zu erhalten, sich mit ihren gleichaltrigen Klassenkameraden sportlich zu messen. Also wurde die junge Athletin zur Aktivistin und half dabei ein Gesetz zu erwirken, das Schulen dazu verpflichtete, Schülern mit Beeinträchtigungen die gleichen Chancen zu geben sich bei schulischen Sportaktivitäten im Wettkampf zu stellen.

Dieses Wort "unmöglich"… es bedeutet mir wirklich nichts. Ich habe immer Wege gefunden, Dinge möglich zu machen.

Seit 2004 tritt Tatyana jetzt bei den Paralympischen Spielen bei Kurz- und Langstrecken an und gewann dabei sieben Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen für das Team USA. Sie gewann auch den Boston-, Chicago-, London- und New York-Marathon und wurde damit zum ersten Mensch überhaupt, körperlich beeinträchtigt oder nicht, der vier große Marathons im selben Jahr gewinnen konnte.

2014 kehrte Tatyana in ihr Geburtsland zurück, um dort bei den Paralympischen Winterspielen in Sotschi, Russland, im Skilanglauf anzutreten. Am Ort ihrer Vergangenheit und inmitten ihrer paralympischen Träume wurde Tatyana daran erinnert, wie weit sie gekommen war – während sie stolz ihre Silbermedaille entgegennahm.

Rami Anis - Schwimmer

GEBOREN

18. März 1991

HEIMATSTADT

Aleppo, Syrien. Aktuell wohnhaft in Eeklo, Belgien.

DISZIPLIN

Schwimmen

OLYMPISCHE SPIELE

2016

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Nachdem er sich bereits vier Jahre lang als Flüchtling in der Türkei aufhielt, beschloss der syrische Schwimmer Rami 2015 nach Europa zu reisen, um dort seine olympischen Träume weiterzuverfolgen. Der junge Mann machte sich auf die gefährliche Reise in einem Schlauchboot über das Mittelmeers und erreichte glücklich eine griechische Insel. Von dort aus ging Ramis anstrengende Reise weiter über Land, bis er schließlich Belgien erreichte, wo ihm Asyl gewährt wurde.

Nach seiner strapaziösen Odyssee nach Europa, waren Ramis olympischen Träume endlich zum Greifen nah. 2016 lief der syrische Schwimmer mit weiteren mutigen Athleten bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele unter der Flagge des Internationalen Olympischen Kommittees "Olympia-Flüchtlingsteam" in Brasilien ein. Rami beendete seine ersten Olympische Spiele mit einer persönlichen Bestzeit von 54,25 Sekunden über 100-Meter-Freistil.

Olympia ist mein Traum, und das olympische Dorf mein Zuhause.

"Meine Nachricht an alle Flüchtlinge auf der Welt: Selbst wenn du es im Leben nicht leicht hast, lass all das hinter dir und versuche deine Träume zu verwirklichen."

Rami lässt seine eigenen Träume wahr werden, während er Millionen von Menschen weltweit Hoffnung gibt, die momentan vor Krieg und Not flüchten.

Tyrone Pillay - Para-Leichtathlet

GEBOREN

1. Mai 1980

HEIMATSTADT

Durban, Südafrika

DISZIPLIN

Para-Leichtathletik

PARALYMPSICHE SPIELE

2016

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Tyrone träumte schon immer davon, ein großer Athlet zu werden. Er träumte davon, eines Tages Cricket für Südafrika zu spielen und war fest davon überzeugt, dass genau dies seine Bestimmung sei. Er spielte 14 Jahre lang Cricket, bevor er schließlich erkennen musste, dass seine Behinderung seinem Traum im Weg stand. Als er älter wurde und sich langsam an seinen linken Prothesenfuß gewöhnte, war Tyrone auch davon überzeugt, dass Olympia ebenfalls außerhalb seiner Reichweite sei. Dennoch genoss er jeden freien Moment nach seiner Arbeit bei Toyota Südafrika, wenn er diese mit seinen Kollegen und Freunden beim Sport verbringen konnte.

Doch eines Tages, während er Kugelstoßen bei den Paralympischen Spielen 2008 in Peking im TV verfolgte, erwachten Tyrones Träume von sportlichem Ruhm erneut. Hier sah er Athleten die groß und stark waren, auf einer Weltbühne, ausgestattet mit Prothesen, die seiner ähnelten. Das war für Tyrone der Moment in dem er erkannte, dass er genau dorthin gehörte und es an der Zeit war, dafür zu hart zu trainieren.

8 Jahre nachdem er die Paralympischen Spiele in Peking im TV gesehen hatte, trat Tyrone auf die Paralympische Bühne in Rio, um für das Team Südafrika im Kugelstoßen anzutreten. Schon bei seinen ersten Paralympischen Spielen konnte Tyrone stolz die Bronzemedaille für sein Land entgegennehmen.

Mein Vermächtnis für die nächste Generation von Athleten ist es, eine Welt  zu schaffen in der niemand mehr einen Unterschied zwischen körperlich gesunden und behinderten Athleten macht.

Brad Snyder - Sehbehinderter Schwimmer

GEBOREN

29. Februar 1984

HEIMATSTADT

Reno, Nevada, USA

DISZIPLIN

Sehbehinderten-Schwimmen

PARALYMPISCHE SPIELE

2012, 2016

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Im Wasser fühlt sich Brad Snyder einfach frei. Schon als Kleinkind lernte er in Florida zu schwimmen und begann mit 11 Jahren sich darin mit anderen zu messen. Später wurde Brad Kapitän des Schwimmteams an der US Navy Akademie.

"Ich dachte, ein Leben mit Sehbehinderung zu führen, es blind zu leben, im Dunkeln zu leben, schien in den ersten Wochen nach der Verletzung unmöglich zu sein … Was ich jedoch durch den paralympischen Sport erkannt habe, ist, dass es unendlich viele Dinge gibt, zu denen ich fähig bin. Obwohl ich blind bin."

Als Brad verletzt aus Afghanistan nach Hause kam, musste er lernen seinen Weg durch die Dunkelheit zu finden. Seine Familie blieb die ganze Zeit an seiner Seite und half dem einst so robusten Soldaten dabei einfachste Aufgaben wie Essen, Ankleiden und das Finden des Bads zu meistern.

Ich möchte, dass meine Geschichte da draußen gehört wird und die nächste Generation von Athleten inspiriert davon zu träumen, auch auf dem paralympischen Podium zu stehen.

Nur wenige Monate nach seiner Geneseung beschloss Brad ins Wasser, das ihm so vertraut war, zurückzukehren. Ein Jahr nachdem er im Dienst sein Augenlicht verloren hatte, stand er voller Stolz auf dem paralympischen Podium, um seine Goldmedaille für Team USA mit nach Hause zu nehmen. Bei den Schwimmern mit 100%-iger Sehbehinderung hält Brad den aktuellen Weltrekord über 100-Meter-Freistil.

Aktuell verfolgt Brad schon wieder ein neues Ziel: am Triathlon in Tokio teilzunehmen.

Lucy Ogechukwu-Ejike - Para-Kraftsportlerin

Lucy Ogechukwu Ejike macht eine Pause zwischen den Trainingswiederholungen.
GEBOREN

16. Oktober 1977

HEIMATSTADT

Enugu, Nigeria

DISZIPLIN

Para Gewichtheben

PARALYMPISCHE SPIELE

2000, 2004, 2008, 2012, 2016

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Als Lucy von ihrer Heimatstadt in eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung zog, entdeckte sie auf einmal eine neue Welt voller Möglichkeiten, die ihr zur Verfügung standen – Sport mit eingeschlossen. Sie interessierte sich dabei vor allem für das Bankdrücken, eine Disziplin, die sie auch in ihrem Rollstuhl betreiben konnte.

Kurz vor den Paralympischen Spielen 2000 in Sydney begann Lucy mit einem konsequenten Krafttraining. Schon im geleichen Jahr, bei ihrem ersten Wettbewerb, gewann sie die Silbermedaille für das Team Nigeria. Nur vier Jahre später, bei den Paralympischen Spielen in Athen, nahm sie wieder in der gleichen Gewichtsklasse teil und schaffte es auf ihrem Weg zur Goldmedaille gleich zweimal den Weltrekord zu brechen.

2016 machte Lucy wieder Schlagzeilen, als sie bei den Paralympischen Spielen in Rio ihre dritte Goldmedalle gewann – nachdem sie drei Weltrekorde gebrochen hatte.

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Den Ratschlag den ich jungen Mädchen, die Kraftsport ausüben, geben kann lautet: Habt keine Angst. Ihr könnt es schaffen. Mit einem festen Willen könnt ihr alles erreichen.

Die Luik-Drillinge - Marathonläuferinnen

Liina, Lily und Lela stehen in aufeinander abgestimmten Rennoutfits zusammen und halten ihre estländische Flagge.
GEBOREN

14. Oktober 1985

HEIMATSTADT

Tartu, Estland

DISZIPLIN

Leichtathletik

OLYMPISCHE SPIELE

2016

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Das Laufen begann erst im Alter von 24 Jahren eine Rolle im Leben der Schwestern Luik zu spielen. Liina begann damit als erste, bevor sie ihre Schwestern dazu annimierte, sich ihrer Leidenschaft anzuschließen. Laufen schien eine natürliche Anziehungskraft auf die Schwestern auszuüben, so drückt es zumindest Liina aus. "Bewegung bedeutet für uns Freiheit." Ein gesunder Konkurrenzkampf unter den Geschwistern machte aus einem "unmöglich" schließlich ein "möglich". Gegeneinander – aber auch miteinander – starteten sie bei den Olympischen Spielen.

"Selbst wenn du nicht mehr so jung bist, kannst du immer noch bei den Olympischen Spielen teilnehmen, so wie wir es gemacht haben," sagt Liina Luik.

Nach Monaten unermüdlichen Trainings qualifizierten sich die Luik-Schwestern für die Olympischen Spiele 2016 in Rio und wurden damit die ersten und einzigen Drillinge, die je an diesem Wettbewerb teilnahmen. Direkt nach dem Rennen, noch vollkommen erschöpft, aber voller Euphorie, hielten sich Lily, Liina und Leina in den Armen. Unendlich stolz ihren gemeinsamen Traum, zusammen bei Olympia anzutreten, in die Realität umgesetzt zu haben.

Wir dachten es sei unmöglich, weil wir mit 24 Jahren eigentlich zu spät angefangen haben. Aber es ist egal, wie alt man ist. Selbst wenn man nicht mehr blutjung ist, kann man es schaffen und bei den Olympischen Spielen teilnehmen so wie wir.
– Liina Luik

Shane Gould - Schwimmerin

Shane Gould, die immer noch auf höchstem Level antritt, lächelt, nachdem sie aus dem Wasser gestiegen ist.
GEBOREN

23. November 1956

HEIMATSTADT

Bicheno, Tasmanien, Australien

DISZIPLIN

Schwimmen

OLYMPISCHE SPIELE

1972

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Nachdem Shanes Familie rechtzeitig zu ihrer Einschulung von Fidschi in ihre Heimat Australien zurückgekehrt war, begann Shane mit dem Schwimmen. Die junge Shane war ein aufstrebender Superstar und kämpfte sich schnell ganz nach oben. Bereits mit 15 Jahren trat sie auf der Olympischen Bühne auf.

Shane dominierte bei den Olympischen Spielen 1972 in München den Schwimmwettbewerb und gewann gleich fünf Medaillen. Dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Gleichzeitig brach sie die Weltrekorde über 100-, 200-, 400- und 1.500-Meter Freistil, sowie über 200-Meter Lagen.

Meine schönste Erinnerung an die Olympischen Spiele ist, dass Menschen aus der ganzen Welt zusammenkamen um friedlich gegeneinander anzutreten.

Nachdem sie die Spiele 1972 so dominiert hatte, wurde Shane förmlich ins Rampenlicht gedrängt. Die junge Star-Schwimmerin zog sich jedoch vor dem Druck dieses Ruhms zurück und nahm sich anderer Herausforderungen, fernab vom Wettkampf-Schwimmen, an. Sie kehrte zu den Wurzelen ihrer Kindheit zurück. Ganze zwei Jahrzehnte später jedoch meldete sie sich zurück und schafft es weitere Weltrekorde zu brechen.

Heute widmet sich die einzigartige Ausnahmeschwimmerin dem "Shane Gould Schwimmprojekt". Eine Non-Profit-Organisation, die auf Fidschi, in Schweden und bei den Gemeinschaften der australischen Ureinwohner tätig ist, um dort talentierten Schwimmer die richtige Ausbildung zukommen zu lassen.

Zola Budd - Langstreckenläuferin

GEBOREN

26. Mai 1966

HEIMATSTADT

Bloemfontein, Südafrika und Myrtle Beach, South Carolina, USA

DISZIPLIN

Mittel- und Langstreckenlauf

OLYMPISCHE SPIELE

1984, 1992

UNMÖGLICHES ERREICHEN

Zola dachte nie daran, jemals eine Spitzenläuferin zu werden. Laufen war einfach etwas, was sie liebte. Etwas, bei dem sie sich frei fühlte. Aber 1984 erlangte sie plötzlich Berühmtheit, als sie über 5.000-Meter einen neuen Weltrekord aufstellte. Außerdem wurde sie unfreiwillig für ihren eigenwilligen Laufstil bekannt, da sie stets barfuß lief und für die die Kontroverse rund um ihres Sieges. "Für mich bedeutet Bewegung Freiheit. Nicht nur eine physische Freiheit, sondern auch eine emotionale und spirituelle Freiheit."

Anstatt ihren Sieg in vollen Zügen auskosten zu können, wurde Zola schmerzlich an die turbulente politische Situation in ihrem Land erinnert. 1984 wurde Südafrika aufgrund seiner Apartheid-Politik von internationalen Sportwettkämpfen ausgeschlossen und Zolas Weltrekordzeit somit nicht offiziell anerkannt.

Fest entschlossen, 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles an den Start zu gehen, beantragte Zola die britische Staatsbürgerschaft mit der Begründung, dass ihr Großvater schließlich Brite sei. Im Folgejahr ging sie für Großbritannien an den Start und übertraf dort ihre eigene Bestzeit. Diesmal wurde Zolas neuer Weltrekord offiziell anerkannt.

Zola hatte den sportlichen Boykott umgehen können. Der überwältigenden Wut über die Politik ihres Heimatlandes konnte sie jedoch nicht entkommen, als sie in Los Angeles ankam. Zola machte trotzdem weiter und siegte 1985 und 1986 bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften. 1992 kehrte Zola noch einmal auf die Olympische Bühne zurück, dieses Mal repräsentierte sie jedoch stolz ihr Heimatland Südafrika.

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