Die Suche nach dem passenden Kleingeld hat ein Ende

Bargeldloses Bezahlen

Die Suche nach Parkplätzen in vollen Innenstädten ist oftmals nervenaufreibend. Schön, wenn dann wenigstens das Bezahlen schnell, einfach und unkompliziert vonstatten geht. In immer mehr Städten funktioniert das per Smartphone oder mit der Bankkarte. Lange Wege zum Park- oder Kassenautomaten fallen weg, die Suche nach Kleingeld wird überflüssig.

Der Shopping-Trip war lang, die Füße brennen und die Arme sind lahm vom Tragen der zahlreichen neuen Errungenschaften. Der größte Wunsch jetzt: schnell zurück zum Auto und ab nach Hause auf die Couch. Vor dem Ausfahren aus dem Parkhaus muss natürlich zunächst das Parkticket entwertet werden. Also ab zum Kassenautomat, der sich leider nicht in der Nähe des geparkten Autos befindet.

Auf die Idee, genau jetzt den Einkaufsbummel zu beenden sind leider noch mehr Leute gekommen: Die Schlange vor dem Kassenautomaten ist lang. Und offenbar haben alle Kunden das letzte Kleingeld im Einkaufsladen gelassen, denn jeder sucht intensiv nach dem passenden Betrag, um das Ticket zu bezahlen.

Schnell und bequem bezahlen

Einfacher geht das ohne Bargeld.

Dafür existieren je nach Stadt und Parkhaus unterschiedliche Lösungsansätze: Beispielsweise kann man in Saarbrücken in manchen Parkhäusern nicht nur bargeldlos, sondern auch direkt aus dem Auto heraus an der Ausfahrtsschranke mit EC- oder Kreditkarte bezahlen. So wird der gesamte Parkvorgang abgeschlossen, ohne dass ein Ticket gezogen werden muss. Der Gang zum Kassenautomaten entfällt vollständig.

In Mannheim können Autofahrer in einigen Parkobjekten per Karte am Kassenautomaten bezahlen. Alternativ können sie beim Parkhausbetreiber online eine Premium-Karte bestellen. Das Parkentgelt wird dabei an der Ausfahrt vom Guthaben auf der Karte abgezogen. 

Eine weitere Alternative stellt girogo dar, die kontaktlose Bezahlfunktion auf EC-Karten von Banken und Sparkassen. „Das Bezahlen funktioniert einfach und kontaktlos“ , erklärt Manfred Hübner, Abteilungsleiter Electronic Banking der Stadtsparkasse Mönchengladbach. „Am Geldautomaten Guthaben auf die Geldkarte laden und zum Bezahlen die Karte dicht an den Kassenautomaten halten. Der Betrag wird vom Prepaid-Guthaben abgebucht, ohne dass beim Bezahlen eine Unterschrift oder PIN-Eingabe nötig ist.“ Die Technik dahinter: ein eingebauter Chip auf Basis des internationalen Übertragungsstandards NFC.

Groschengrab ade

Auch beim Parken am Straßenrand sind innovative Lösungen auf dem Vormarsch.

Einige Städte wie Bad Homburg, Berlin, Bielefeld, Hamburg, Köln, Lübeck, Mainz, Mönchengladbach oder Wiesbaden bieten sogenanntes Handy-Parken an. Dort benötigt der Autofahrer kein Kleingeld mehr für den Ticketautomaten oder die Parkuhr, sondern einfach nur sein Smartphone und eine App, mit der er den kostenpflichtigen Parkvorgang startet.

Abgerechnet wird automatisch und bargeldlos. Und sollte die vorab ausgewählte Parkzeit einmal nicht reichen, lässt sie sich über das Smartphone verlängern. Den lästigen Gang zum Auto, um einen weiteren Parkschein zu ziehen, kann man sich damit sparen. Angenehmer Nebeneffekt: Unnötige Knöllchen sind passé.

Die maximale Parkdauer darf dennoch nicht überschritten werden.  Nutzern älterer Handymodelle bieten manche Städte eine Alternative. Hier können Autofahrer die Gebühren mittels SMS oder Anruf begleichen. An den Parkscheinautomaten ist eine Parkzonennummer angegeben, die zusammen mit dem Kfz-Kennzeichen übermittelt werden muss, um den Parkvorgang zu starten. 

Flächendeckend hat sich bisher noch keine bargeldlose Bezahllösung etabliert. Zumindest in Deutschland bezahlen die meisten Autofahrer sowohl am Straßenrand als auch im Parkhaus noch mit Bargeld. Doch wie so manche Innovation braucht auch das bargeldlose Parken vielleicht noch etwas Zeit, um sich in den Köpfen der Kunden und Anbieter durchzusetzen.

NFC

Die Nahfeldkommunikation (Near Field Communication, Abkürzung NFC) ist ein auf der RFID-Technik basierender internationaler Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten per Funktechnik über kurze Strecken von wenigen Zentimetern und einer Datenübertragungsrate von maximal 424 kBit/s. Bisher kommt diese Technik vor allem in Lösungen für Micropayment – bargeldlose Zahlungen kleiner Beträge – zum Einsatz. (Quelle: Wikipedia)

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