Garage öffne dich!

Moderne Torantriebe

Gerade bei schlechtem Wetter – bei Nässe und Kälte – ist das Aussteigen aus dem Auto, nur um mal eben das Garagentor zu öffnen, mehr als lästig. Bei Dunkelheit kommt ein Gefühl der Angst hinzu. Dabei gibt es viel elegantere Lösungen, bei denen der Autofahrer im Fahrzeug sitzen bleiben kann. Voraussetzung ist ein elektrischer Garagentorantrieb.

Garagenbesitzer kennen das: Nach einer langen und anstrengenden Autofahrt ist man endlich zuhause angekommen. Noch dazu ist es dunkel, kalt und es regnet in Strömen. Wer ein mechanisches Garagentor vor sich hat, muss nun wohl oder übel aussteigen, um es zu öffnen – Nässe und Kälte zum Trotz.

Und gerade dann noch das: Das Auto steht mal wieder zu nah an der Garage, und das Tor lässt sich nicht öffnen. Also noch einmal ab hinters Lenkrad, mittlerweile nass bis auf die Knochen, und den Wagen zurücksetzen. Dann wieder aussteigen, das Tor öffnen, einsteigen und reinfahren...

Wohl dem, der einen elektrischen Garagentorantrieb eingebaut hat. Der Elektroantrieb an sich ist nicht neu, jedoch sind für die Steuerung unterschiedliche Varianten erhältlich. Zu älteren Systemen gehört in der Regel eine Fernbedienung, die das Öffnen des Tores per Knopfdruck ermöglicht. Nachteil: Die Handsensoren verlegt man schnell mal, vor allem wenn im Haushalt mehrere Autos genutzt werden.

Smarte Lösungen

Intensiven Smartphone-Nutzern kann das nicht passieren. Verschiedene Anbieter machen es mittlerweile möglich, das Tor ganz zeitgemäß per App zu öffnen – das funktioniert selbstverständlich auch mit einem Tablet. Technische Basis ist beispielsweise der Funkstandard Bluetooth. Ein Empfangsmodul wird an den Torantrieb angeschlossen, eine entsprechende App auf dem Smartphone installiert.

Per Bluetooth übermittelt das mobile Endgerät über eine Reichweite bis zu 15 Metern Signale an den Empfänger, der diese an den Garagentorantrieb weiterleitet und das Öffnen des Tores initiiert. Bei diesen Bluetooth-Lösungen lassen sich meist mehrere Smartphones oder Tablets anlernen. Die Funksignale sind scansicher codiert, sodass Unbefugten der Zutritt verwehrt wird.

Muss das Mobilgerät bei dieser Variante in unmittelbarer Nähe der Garage sein, bieten andere Anbieter auch die Bedienung aus der Ferne an. Hierbei besteht eine Verbindung zwischen WLAN-Router im Haus und dem elektrischen Türöffner, der am Torantrieb angebracht ist. Eine zugehörige App öffnet oder schließt die Garage ortsunabhängig via Internet. So kann der Anwender im Prinzip überall auf der Welt sein Garagentor bedienen. Auf Wunsch sendet das Tor eine Nachricht auf das Smartphone, falls es offen gelassen oder von einer anderen Person missbräuchlich geöffnet wurde.

Doch es geht auch ganz ohne Sender. Eine besonders innovative Lösung ist die Steuerung des Garagentores über die Beleuchtungsanlage des Autos, zum Beispiel durch das Betätigen der Lichthupe. Dafür muss ein Sensor ins Fahrzeug integriert und mit dem Beleuchtungssystem verbunden werden. Laut Hersteller ist der Einbau einfach. Ein zweiter Sensor am Torantrieb empfängt das spezifische Lichtsignal aus Entfernungen bis zu 100 Meter und das Tor geht auf. Manipuliert werden könne die Technik nicht, so der Hersteller.

Zukunftsmusik

Im Internet kursieren bereits Videos, in denen sich Garagentore mittels Sprachsteuerung öffnen lassen. Ein Einplatinen-Computer, ein Server und der Garagentorantrieb müssen dafür verbunden und konfiguriert werden. Diese technische Spielerei ist momentan nur Bastlern vorbehalten. Doch diverse Anbieter sind dem Vernehmen nach im Gespräch, um „Sesam öffne dich!“ bald schon Alltag werden zu lassen.

Garagentorantriebe

Moderne Garagentorantriebe unterliegen strengen Sicherheitsrichtlinien. Sobald das Tor beim Öffnen oder Schließen auf ein Hindernis stößt, sorgt eine Abschaltautomatik dafür, dass das Tor sofort stoppt. Weder Gegenstände noch Personen oder Tiere können eingeklemmt werden. Sollte es einmal zu einem Stromausfall kommen, muss der Autofahrer nicht vor dem geschlossenen Tor stehen bleiben. Eine Notschnur im Inneren der Garage stellt den Antrieb aus und ermöglicht ein manuelles Öffnen des Tores.

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