Häuschen im Grünen

So wird Ihr Gartenhaus zum Clou

Oft verkaufen sich Gartenhäuser unter Wert: Zur Abstellkammer für Gartengerät degradiert, fristen sie als einfache Bretterbuden oft ein unscheinbares Dasein in der hintersten Ecke des Gartens. Dabei haben sie das Zeug zum Hauptdarsteller in der grünen Kulisse.

Wer beim Stichwort Gartenhaus an schlecht zusammengezimmerte 08/15-Holzhäuser denkt, unterschätzt dieses Gestaltungselement kolossal. So manches Gartenhaus präsentiert sich heute als architektonisches Kleinod oder gar Designobjekt. „Wichtig ist aber, ein Gartenhaus immer sehr bewusst zu planen“ , rät Ulrich Heft, Gartengestalter aus Roßwein bei Dresden. „Schließlich kann es je nach Standort, Größe und Optik zu einem wesentlichen Gestaltungselement des Gartens werden.“

Heft ist Mitglied der Gärtner von Eden (www.gaertner-von-eden.com + Kasten). Die Frage nach dem passenden Gartenhaus wird ihm von seinen Kunden oft gestellt, ist aber pauschal kaum zu beantworten. Die Grundregel lautet: Wohnhaus, Gartenhaus und Garten müssen zueinander passen, damit ein harmonisches Ganzes entsteht.

Die Möglichkeiten sind vielfältig

„Bevor es an die Umsetzung geht, sollten sich Gartenbesitzer in jedem Falle die Frage stellen, wann und wie sie ihr Gartenhaus nutzen wollen“ , so Heft, denn die Möglichkeiten, solch ein Zweithaus in sein Leben zu integrieren, sind sehr vielfältig.
Das Spektrum reicht vom Abstellraum für Grill und Gartengeräte über die Lese- und Meditationsinsel im Grünen oder das naturnahe Arbeitszimmer bis hin zum voll ausgestatteten Sommerhaus. „Natürlich hat der Nutzungszweck Auswirkungen auf Größe und bauliche Gegebenheiten“ , betont der Gartenfachmann.

Bei Materialwahl und Formensprache hingegen sind vor allem Wohnhaus und Garten die Taktgeber: Ein Kubus aus Sichtbeton passt bestens in einen designorientierten Garten, nimmt sich in naturnaher Umgebung aber wie ein Fremdkörper aus, während dem Bauerngarten ein traditionell anmutendes Holzhaus bestens zu Gesicht steht.

Ulrich Heft hat dennoch beobachtet, dass es gewisse Vorlieben gibt: „Elemente moderner Architektur wie geradlinige, kubische Formen oder einheitliche Farben werden oft favorisiert“ , erzählt er. „Bei den Materialien ist Holz nach wie vor sehr gefragt. Das lässt sich sowohl modern als auch traditionell interpretieren, ist leicht zu verarbeiten und schlägt als natürlicher Baustoff ganz selbstverständlich die Brücke zur grünen Umgebung.“

Damit man sich in einem geschlossenen Raum dann auch wirklich wie unter freiem Himmel fühlen kann, setzen viele Gartenhausbesitzer außerdem auf großflächige Fenster.

Der perfekte Fleckchen fürs Gartenhaus

Gut durchdacht sollte im Übrigen auch die Entscheidung sein, wo im Garten man sein Zweithaus platziert. Schließlich gilt es, zwei unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen: drinnen und draußen. Also zum einen: Welchen Ausblick möchte man genießen, wenn man sich im Gartenhaus befindet? Und zum anderen: Wie soll sich das Gartenhaus von außen darstellen – gut sichtbar, eher versteckt oder als optische Fortsetzung des Wohnhauses in den Garten? 

Es gibt also reichlich Fragen zu beantworten auf dem Weg zum eigenen Gartenhaus. Doch die Mühe lohnt, ist Ulrich Heft überzeugt: „Gut geplante Gartenhäuser sind eine wunderbare Ergänzung zum herkömmlichen Wohnraum und tragen sehr zur Steigerung der Lebensqualität ihrer Besitzer bei. Außerdem kann man so seinen Garten endgültig zum Ganzjahresraum erheben.“

Der Experte

Ulrich Heft aus Roßwein ist Gartengestalter, Gründer und Geschäftsführer des Betriebs Heft. Das Unternehmen ist Mitglied der Gärtner von Eden, eines genossenschaftlichen Zusammenschlusses von rund 60 Gartengestaltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Sie stehen für hochwertige Planung und Umsetzung im Bereich der Neu- und Umgestaltung von Privatgärten sowie für deren kompetente und nachhaltige Betreuung und Pflege

www.galabau-heft.de / www.gaertner-von-eden.com

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