Das perfekte Hochbeet

Kräuterträume für daheim mit einem selbstgebauten Hochbeet

Der Frühling lockt und die Lust sich im Garten auszutoben steigt. Wer dann noch nachhaltig sein eigenes Gemüse oder Kräuter anbauen möchte, für den ist ein Hochbeet genau das richtige. Hier kommen praktische Tipps für den Eigenanbau.

INFO: Vorteile eines Hochbeets
  • Frische Kräuter, Obst und Gemüse nach Lust und Laune.
  • Bequeme und rückenschonende Arbeitshöhe.
  • Durch die erhöhte Lage sind die Pflanzen deutlich besser vor gefräßigen Schnecken und anderen „Gartenmonstern“ wie Wühlmäusen geschützt.
  • Der in die Erde eingeschichtete Humus verrottet langsam, wodurch Wärme entsteht: etwa 6 Grad Celsius mehr als in Gartenbeeten. Dadurch haben Pflanzen in Hochbeeten eine um bis zu sechs Wochen verlängerte Kulturzeit.
  • Die zersetzten Gartenabfälle liefern gleichzeitig die benötigten Nährstoffe.

Was wäre ein entspannter Virgin Mojito ohne frische Minzblätter oder ein provenzalisches Ratatouille ohne Rosmarin, ein wenig Thymian und Oregano? Richtig: Nicht halb so lecker. Und Heilkräuter wie Salbei, Kamille, Pfefferminze oder Johanniskraut waren über Jahrtausende hinweg die „Hausapotheke“ der Menschen.

Für die Aufzucht im Topf auf dem sonnig gelegenen Fensterbrett, eignen sich Basilikum, Dill, Kresse, Oregano, Petersilie, Pfefferminze, Schnittlauch und Thymian. Andere Sorten wir Salbei, Rosmarin oder Lavendel lassen sich am besten draußen oder in einem Hochbeet anpflanzen.

Darin können Sie auch ihr Lieblingsgemüse anbauen: Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Zucchini und Auberginen eignen sich perfekt. Salat natürlich auch. Und irgendwo findet sich vielleicht noch Platz für ein Erdbeerpflänzchen.

Mit einem Hochbeet schaffen Sie optimale Bedingungen für den Anbau von Kräutern, Gemüse und Obst – wenn denn Konstruktion und Befüllung stimmen. Aber keine Sorge: Das ist alles andere als ein Hexenwerk. Sie brauchen dafür nicht mal einen Garten. Selbst auf dem Balkon oder der Dachterrasse ziehen begeisterte Stadtgärtner ihre eigenen Kräuter und Gemüsepflanzen.

Entdecken Sie hier, wie Sie ihr eigenes Hochbeet planen, bauen und pflegen.


1. Die Platzwahl


Kräuter und viele Gemüsesorten lieben es windgeschützt und sonnig. Am besten sollten Sie ihr Kräuterhochbeet daher in vollsonniger Lage positionieren.

Das bedeutet nun aber nicht, dass der Standort tatsächlich rund um die Uhr Sonne pur braucht. Selbst Tomaten und Gurken, die zu den sonnenhungrigsten Gemüsesorten zählen, benötigen am Tag nur sechs Stunden Sonnenschein.


2. Die Befüllung


Klassisch: Ein Hochbeet wird typischerweise im Schichtaufbau befüllt, je Schicht sollte man 15 bis 20 Zentimeter einplanen. Ganz unten schafft man zur Vermeidung von Staunässe mit grobem Baumschnitt oder Reisig eine Grundlage. Auch eine Schicht Kieselsteine ist dazu geeignet.

Darüber kommen klein geschnittene Äste und/oder Rindenmulch. Für die Mittelschicht sind ausgestochene und umgedrehte Grassoden geeignet, aber auch Laub und Grasschnitt.

Darüber kommt halbreifer Kompost oder halbverrotteter Stallmist. Als oberste Schicht verwendet man reifen Kompost in einer Stärke von gut 20 Zentimetern.

Für Beete in flacheren Kästen: Viele Kräuter bevorzugen als Untergrund einen lockeren Boden. Rosmarin, Lavendel, Salbei, Thymian und Majoran schätzen es, wenn man die Erde mit einem Drittel Sand mischt.

Andere Kräuter wie Schnittlauch oder Zitronenverben haben einen höheren Nährstoffbedarf und danken gelegentliches Düngen mit gutem Wuchs. Dazu eignet sich guter Kompost: Den erkennen Sie an seiner dunklen Farbe und daran, dass er nicht stinkt. Kaffeesatz hält Schnecken fern und ist als schwacher Dünger geeignet – nur nicht für kalkliebende Kräuter wie Oregano, Borretsch oder Salbei.


3. Die Konstruktion:

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Der Rahmen des Hochbeets hat vor allem zwei Aufgaben: Er muss alles zusammenzuhalten – und er muss Ihnen gefallen. Am ertragreichsten sind Hochbeete, wenn sie mindestens 30 Zentimeter hoch sind. Da vorgefertigte Blechwannen oder Holzkästen meist nicht tief genug für eine Schichtbefüllung sind, benutzt man hier als Alternative Torfkultursubstrate.

Ein Klassiker sind die sogenannten Stufenkästen, bei denen die Pflanzen durch den ansteigenden und nach hinten versetzten Aufbau besonders viel Sonne erhalten und leicht bearbeitet werden können. Ebenfalls praktisch sind Holzkästen auf Rollen, die man immer an den günstigsten Platz schieben kann. Wichtig sind die Wasserabzugslöcher, die man nicht unmittelbar am Boden, sondern seitlich und etwas höher platziert. Das Wasser soll ja nicht direkt durchrauschen.

Hochbeete lassen sich auch ganz leicht selber fertigen. Übereinandergestapelte und mit Erde befüllte Mauer- oder Pflanzsteine ergeben einen stabilen Rahmen für ein Hochbeet und können direkt auf dem Boden aufgebaut werden. Gegen Wühlmäuse von unten schützt eine Lage aus engmaschigem Draht. Unbedenklich imprägnierte Holzbretter lassen sich einfach über Schrauben oder Winkeleisen zu einem Kasten verbinden. Zusätzlich verstärkt wird so eine Konstruktion durch angespitzte Holzpfähle, die in die Erde gehauen und mit den Seiten des Hochbeets verschraubt werden. Etwas Folie schützt die Seiten des Holz-Hochbeets vor zu viel Feuchtigkeit.


4. Der beste Zeitpunkt


Bereits im Frühjahr können die ersten Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch ausgesät werden. Spätestens ab Mai können dann alle Kräuterarten angepflanzt werden. Die Gemüsesaison geht ab April los. Zu den frühsten Sorten gehören Radieschen, Zwiebeln und Salate. Genaue Auskunft geben Aussaat- und Pflanzkalender. Und jetzt viel Spaß beim Planen Ihres Kräutertraums!

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