Nutzen Sie den „Geld“-Regen!

Regenwassernutzung

Jeder Bundesbürger verbraucht im Schnitt 127 Liter teures Trinkwasser pro Tag, allein 40 Liter davon werden die Toilette hinuntergespült. Machen Sie aus der Not eine Tugend und sparen Sie bares Geld durch Regenwassernutzung. Wir zeigen Ihnen, wie es geht, was zu einer Regenwasser-Nutzungsanlage gehört und was Sie generell beachten sollten.

Ganz einfach gesagt besteht eine Anlage zur Regenwassernutzung aus vier Komponenten: Regenwasserspeicher, Filter, Pumpe und Leitungsnetz. Das Regenwasser wird über den Filter in den Speichertank geleitet und von dort mittels Pumpe und Leitungen zu den Verbrauchsstellen gefördert. Dabei ist eine strikte Trennung der Leitungen für Trink- und Regenwasser zu beachten. Außerdem muss ein Anschluss zu einem Abwasserkanal oder einer Versickerungsmulde gewährleistet sein, um ein Überlaufen zu verhindern.

Wo überall können Sie Regenwasser nutzen?

Gartenbewässerung und Toilettenspülung sind die Hauptnutzungsarten für Regenwasser, aber auch Waschmaschinen kann man in den Brauchwasser-Kreislauf einbinden. Das weiche Regenwasser reduziert dabei die Kalk-Belastung der Waschmaschine sowie den Verbrauch von Waschmitteln und verringert so auch die Umweltbelastung. 

Die Verwendung von Regenwasser zum Duschen und Waschen ist technisch möglich, aus wirtschaftlicher Sicht jedoch kaum sinnvoll, da ein zusätzliches Filtersystem sowie eine Heizung installiert werden müssten. Dagegen spricht ebenso das weit geringere Einsparpotenzial im Vergleich zu den genannten Nutzungsmöglichkeiten. Bereits geplant ist außerdem die Einbindung von Regenwasser zum Zweck der Gebäudekühlung und -klimatisierung.

Rechnet sich die Anlage?

Ob und wann sich eine solche Anlage rechnet, ist von einigen Faktoren abhängig. Dazu gehören Art, Größe und Neigung des Gebäudedachs ebenso wie die von Ort zu Ort unterschiedlichen Gebühren für Abwasser und Oberflächenversiegelung. Auch unterscheiden sich die Kosten für eine Nachrüstung von denen, die für Installation in einen Neubau anfallen. Für die Förderung einer solchen Anlage gibt es keine bundeseinheitliche Regelung; bis zu 2.000 Euro werden nach aktuellem Stand je nach Bundesland und Gemeinde gefördert.

Was vor der Installation zu beachten ist und wo Sie sich informieren können

Zisternen bis 50 Kubikmeter und drei Meter Höhe sind genehmigungsfrei (Ausnahmen: Hamburg, Brandenburg). Allerdings besteht nach der Abwasserverordnung eine Meldepflicht der Anlage gegenüber dem Betreiber der Abwasserentsorgung. Meistens verlangt dieser den Einbau eines zweiten Zählers, um die Schmutzwassermenge, die ja weiterhin abgeleitet wird, zu erfassen und abzurechnen. (Ausnahme: reine Gartennutzung). Die Inbetriebnahme muss beim Gesundheitsamt gemeldet werden.  Sprechen Sie mit den Fachleuten in Ihrer Nähe, sie kennen die Bedingungen in Ihrer Gemeinde und beraten Sie vor Ort. Eine Dienstleister-Suche finden Sie unter www.modernus.de. 

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung hilft unter www.fbr.de ebenfalls weiter und hält eine informative Marktübersicht bereit.

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