Drohnen –

Tipps, damit das Fliegen kein Traum bleiben muss

Über den Wolken soll die Freiheit grenzenlos sein, sang Reinhard Mey schon vor Jahrzehnten. Nun, ein wenig darunter, ist es auch nicht so schlecht. Vor allem fliegende Drohnen, die die Landschaft aus der Sicht eines Vogels (Birdview) mit einer Kamera aufnehmen, sind groß in Mode. Bei diesen Quadrocoptern (weil in der Regel vier Rotoren für den Auftrieb sorgen) sind allerdings deutliche Unterschiede festzustellen.

Die Leistungsfähigkeit einer solchen Drohne hängt maßgeblich vom Preis ab: Billige Drohnen, die nur wenige Minuten in der Luft bleiben, gibt es schon für 20 Euro. Die sind aber kaum größer als eine Handfläche und nur für Einsätze in geschlossenen Räumen gedacht. Ein laues Lüftchen würde den Flugkörper vom Himmel blasen. Schon nach wenigen Minuten ist der Akku leer. Diese Fluggeräte laufen unter der Kategorie Spielzeug und auch eine Kamera ist nicht dabei.

Wer 100 Euro investiert, hat schon etwas mehr Spaß und eine Kamera, die leidlich Videos macht, die aber von einer HD-Auflösung noch ein Stück weit entfernt ist.

Drohnen ab 200 Euro

Jenseits der 200 Euro wird es dann schon interessanter. Die Parrot AR 2.0 kostet je nach Modell zwischen 200 und 300 Euro. Dafür kriegt man unter anderem eine Kamera mit einer Auflösung von 720 Pixeln. Gesteuert wird mit einer App via Smartphone oder Tablet, auf das das Live-Bild gestreamt wird. Allerdings hält der Akku nur etwa zwölf Minuten, was für einen halbwegs professionellen Einsatz schon nicht mehr ausreicht.

Beispiel die DJI Phantom 3, verfügen über einen 3-Achsen-Gimbal, der für besonders ruhige Bilder sorgt. Fotos sind mit mehr als zehn Megapixel und Videoaufnahmen in Ultra HD (4K-Auflösung) möglich. So gelingen traumhafte Bilder und Videos aus der Vogel-Perspektive. Auch die Flugzeit ist mit fast bis zu einer halben Stunde deutlich länger, als bei den Einstiegsmodellen und die Fluggeschwindigkeiten von bis zu 72 km/h machen richtig viel Spaß. Trotzdem empfiehlt es sich, immer einen geladenen Ersatzakku dabei zu haben.

Drohnen versichern

Am Boden hört die Freiheit dagegen sehr schnell auf. Eine wichtige Bedingung für das Betreiben eines sogenannten „UAV“s (Unmanned Areal Vehicle) mit einem Gewicht von maximal fünf Kilogramm, zu denen auch die Modellflugzeuge gehören, ist das Vorhandensein einer speziellen Versicherung. Eine Haftpflichtversicherung deckt diese Vehikel in der Regel nicht ab. Das gilt übrigens sowohl für den gewerblichen als auch für den privaten Einsatz. Falls Zweifel bestehen, bitte die Police überprüfen oder den Versicherungsvertreter nach einer speziellen Versicherung fragen.

In den Versicherungen sind oft Einschränkungen enthalten, die das Mindestalter des Benutzers oder das Einsatzgebiet betreffen. Manchmal beschränken die Policen das Fliegen auf Modellflugplätze oder andere definierte Plätzen, andere erlauben das Betreiben der Drohnen nur entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen.

Hoch hinaus, aber mit Grenzen

Prinzipiell darf man die Drohne nicht über eine Höhe von 100 Metern fliegen lassen. Manche Hersteller von Hightech-Quadrocoptern haben Technologien eingebaut, die die Flughöhe automatisch begrenzen. Nicht genau definiert ist der Einsatz über bebautem Gebiet. Als Faustregel kann man sich merken: Krankenhäuser, militärische Objekte, Kraftwerke, Gefängnisse und Menschenansammlungen dürfen nicht überflogen werden.

Auch die Privatsphäre der hübschen Nachbarin, die sich gerne im eigenen Garten sonnt, ist tabu. Heißt: Fotografieren oder das Aufzeichnen von Videos mit der eingebauten Kamera dürfen die Persönlichkeitsrechte anderer nicht verletzen. Außerdem ist in einem Umkreis von 1,5 Kilometern von Flughäfen der Betrieb von Drohnen nur mit einer Sondergenehmigung erlaubt.

Achtung: Die Flugverbotszone ist nicht immer kreisförmig, also sollte man im Zweifel eine entsprechende Karte anschauen. Verbote betreffen auch Naturschutzgebiete. Eine Drohne darf übrigens jeder steuern – noch. Im Bundesverkehrsministerium gibt es Überlegungen, einen entsprechenden Führerschein einzuführen.

Drohnen


Ganz wichtig ist der Sichtkontakt.

Die Drohne darf nur so weit geflogen werden, wie die eigenen Augen sie erkennen können. Hilfsmittel, wie Ferngläser oder Nachtsichtgeräte sind nicht gestattet. Gesteuert werden die Flugkörper entweder mit einer App auf dem Smartphone, oder, meistens bei den professionellen Geräten, mit einer klassischen Fernsteuerung, ähnlich der eines klassischen Modellflugzeugs. Grundsätzlich gilt für den Betrieb von Quadrocoptern, genauso, wie bei einem Modellflugzeug: üben, üben, üben. Wenn so ein Fluggerät einmal außer Kontrolle gerät, kann der Schaden erheblich sein.

Aktuelles

Verwendung von Cookies

Wir verwenden Cookies für erweitere Funktionen und einen besseren Service. Wenn du mit den Einstellungen nicht einverstanden bist, kannst du in den Cookie-Einstellungen Anpassungen vornehmen.