Reisen mit Hund

Darauf müssen Sie beim Autofahren mit Hunden unbedingt achten

Wer mit einem Hund in den verdienten Auto-Urlaub fahren möchte, steht vor einer spannenden Aufgabe. Hier einige Tipps, damit der Traumurlaub nicht zum Albtraum wird.

Hundebesitzer kennen die Situation nur zu gut: Schon während der Urlaubsplanung geht es heiß her. Welches Hotel erlaubt Vierbeiner? Welche Krankheiten erwarten ihn und welche Vorkehrungen müssen getroffen werden, damit er sie nicht bekommt? Doch all diesen Fragen steht meist noch eine äußerst Große vor: Wie komme ich überhaupt dorthin?

Die einfachste Variante wäre zu Fuß, dicht gefolgt vom Auto. Soll der Urlaub nicht schon mit einem Gewaltmarsch beginnen, steht demnach Variante zwei im Fokus der Planung. An dieser Stelle klopfen sich natürlich Besitzer eines Kombis oder SUVs selbst auf die Schulter, bietet ihr Fahrzeug dem Hund auch während der Fahrt einen gewissen Freiraum, wenn nicht sogar Freilauf.

Auch wenn’s schwerfällt: Der Hund muss gesichert sein

Aber Vorsicht! Frei im Auto herumspringen, vielleicht sogar noch zwischen den Reihen von Fenster zu Fenster sprinten und jeden Baum, jedes Auto oder sonstige interessante Dinge begrüßen oder verbellen ist tabu. Nicht nur, weil dadurch der Fahrer in seiner Konzentration gestört wird und damit die Mitfahrer und auch die anderen Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht werden. Nein. Das Wohl des Vierbeiners ist ebenso in Gefahr. Eine unplanmäßige Bremsung, sprich ein Unfall oder ein Beinahe-Unfall und das Tier beschleunigt von Null auf 100 schneller, als eine Rakete.

Nur dass die Rakete weiterfliegt und die innerhalb eines Fahrzeugs umherfliegenden Dinge meist an oder durch die nächste Scheibe donnern. Und das, schon bei einem Aufprall mit 50 Kilometer pro Stunde, mit dem dreißigfachen seines Eigengewichts. Dass die Vorsichtsmaßnahmen nicht nur dem Tier zuliebe, sondern auch aufgrund geltender Gesetze eingehalten werden sollten, muss klar sein. Nach Paragraph 23 der Deutschen Straßenverkehrsordnung ist der Fahrer dafür verantwortlich, dass sowohl durch die Ladung als auch durch die Besetzung – dazu zählen eben auch Tiere – die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges nicht beeinträchtigt wird.

Wer sich nicht dran hält, muss zahlen. Etwas paradox ist dabei, dass gesetzliche Prüfvorschriften zu Sicherungssysteme für Tiere überhaupt nicht existieren. Lediglich die Bestätigung zu Crashtests oder DIN-Prüfungen können als Anhaltspunkt hinzugezogen werden.

Unterschiedliche Sicherheitskonzepte für das Tier

Eine der einfachsten Sicherheitsmaßnahmen ist eine Schutzdecke, die, meist an den vorderen Kopfstützen fixiert, dafür sorgt, dass das Tier nicht in den Fußraum fallen und bei geringen Kollisionen weniger verletzt wird. Zudem schützt es den Innenraum vor Verschmutzung. Ausreichend wäre solch eine Schutzdecke jedoch nicht, da weder die Fahrzeuginsassen, noch das Tier bei höheren Verzögerungskräften geschützt werden und es sogar noch frei im Fahrzeug herumtollen kann.

Ist der zu transportierende Hund sowieso eher der ruhige Typ und muss nicht ständig herumlaufen, so bietet sich ein Tiersicherheitssitz an. Der in der Bauweise eines Koffers entwickelte Sitz lässt sich an Isofix-Verankerungen auf dem Rücksitz befestigen. Durch ein Geschirr wird das Tier beidseitig gesichert. Voraussetzung ist jedoch, dass das Tier solch eine Fixierung auch tatsächlich mit sich machen lässt. An dieser Stelle werden regelmäßige Pinkel-, Trink- und Bewegungspausen noch wichtiger, als sie es ohnehin schon sind.

Die entscheidende Frage: Innen- oder Gepäckraum?

Wird lediglich zu zweit mit dem Hund in den Urlaub gefahren, bietet sich eine komplette Abtrennung des Fahrzeuginnenraums an. Die zumeist aus einem Geflecht flexibler Gurtbänder bestehenden Konstruktionen werden mit Hilfe der Sicherheitsgurte verankert.

Der große Vorteil liegt darin, dass sich das Tier frei auf der Rückbank bewegen kann. Vor allem für Tiere, die sich nicht mit einem Sicherheitssitz anfreunden können, ist diese Art der Unterbringung geeignet. Hunde, deren Herrchen einen familien- und somit auch hundefreundlichen Kombi besitzen, können sich über noch mehr Platz während der Fahrt freuen, wird der komplette Laderaum mithilfe der Gurtbänder zur rollenden Transportbox umfunktioniert.

Gleichzeitig sind die Insassen auch noch vor weiteren, sich im Kofferraum befindlichen Gepäckstücken gesichert. Ein großes Problem bietet sich allerdings dennoch bei dieser Technik: Kommt es mit einem Fahrzeug, das über einen großen Kofferraum verfügt, zu einem Unfall, kann es zu Spitzenbelastungen auf das Tier beim Aufschlag kommen. Und: Die Netze und Gitter müssen stabil im Fahrzeug verankert sein, da sie ansonsten das Durchschlagen nicht verhindern können.

Die Transportbox bietet den höchsten Schutz

Zur sichersten Maßnahme zählt die eigentliche Transportbox. Ob aus Kunststoff oder Metall spielt dabei keine übergeordnete Rolle. Das Fahrzeug hingegen schon. Denn nicht jedes Auto ist für die Installation solch einer Box akkurat ausgestattet. Vor allem Kombis bieten sich an dieser Stelle an, wobei die feste Installation solch einer Box in einem Kombi natürlich zur Folge hat, dass das einst so geschätzte hohe Kofferraumvolumen gegen null schrumpft oder zumindest stark gemindert wird.

Der große Vorteil, neben der erhöhten Sicherheit, ist, dass Hunde, die in dieser Box auch daheim gern schlafen, keinerlei Umstellungs- beziehungsweise Gewöhnungsprobleme haben. Jetzt noch ein paar Leckerlies, den Kanister Wasser und den Lieblingstrinknapf einpacken und ab geht die Fahrt.

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