Augen auf beim Werkzeugkauf

Die Grundausstattung für Heimwerker

Ob No-Name-Produkte oder Markenartikel – die Auswahl ist riesig. Hier finden Sie eine Übersicht über die Werkzeuge, die in keinem Haushalt fehlen sollten.

1) Hammer

Dieses Werkzeug, vorzugsweise mit 300 Gramm Kopfgewicht und hölzernem Griff ist ein Muss. Achten Sie beim Kauf auf eine solide Befestigung des Stiels im „Auge“ des Hammerkopfes. Hochwertige Hämmer haben dazu oft eine Stielschutzhülse. Für leichtere Arbeiten bietet sich zusätzlich eine kleinere Version mit 100 Gramm Gewicht an.

2) Maul- und Ringschlüssel

Ein Muss sind ebenfalls Maul- und/oder Ringschlüssel. Die Basis bildet ein Set aus acht bis zehn Kombischlüsseln in Größen zwischen 8 und 17 Millimetern, von denen je zwei Schlüssel vorhanden sein sollten. Sehr gut sind auch Steckschlüsselsätze: Wählen Sie eine hochwertige Knarre (Ratsche).

Einfache Knarren mit Durchsteckvierkant und zwölf Zähnen sind sehr robust. Viel komfortabler sind jedoch die Modelle mit umschaltbarer Arbeitsrichtung, feinerer Verzahnung und Verriegelung. Die Größe der Ratsche hängt von der Größe der Nüsse ab: für die Größen 4 bis 14 ist 1/4‘‘ (Zoll) richtig, für 12 bis 34 ist die 1/2‘‘-Knarre geeignet. Am besten einen rutschfesten Griff anstatt eines glatten Metallgriffes wählen.

Innensechskantschlüssel (Inbusschlüssel) sollten das Sortiment ergänzen. Die Schrauben kommen beispielsweise oft an Zweirädern zum Einsatz. Die gebräuchlichsten Größen sind 2 bis 10 Millimeter, die meist verwendeten sind die 4-, 5- und 6-Millimeter-Schlüssel. Hier empfiehlt sich die beste Ausführung mit einem kugeligen Kopf an der langen Seite.

3) Schraubendreher

Beim Schrauben sind je drei verschiedene Größen von Kreuzschlitz- und Flachschraubendrehern ideal. Vielleicht zusätzlich auch noch je zwei Schraubendreher für die immer häufiger verwendeten Formate Phillips und Pozidriv (Größe 1 und 2). Ein Spannungsprüfer für 220 Volt komplettiert diesen Teil der Ausstattung, größere oder Torx-Schraubendreher kauft man am besten bei Bedarf.

4) Säge

Ohne Spezialanforderungen ist eine Handbügelsäge mit wechselbaren Blättern für Holz, Kunststoff und Metall völlig ausreichend. Die optimale Sägeblatt-Länge liegt bei 300 Millimetern, damit durchtrennt man fast alle Werkstoffe.

5) Bohrmaschine

Unverzichtbar ist eine (Akku-)Bohrmaschine mit einstellbarem Schlagwerk. Sie sollte ein automatisches Spannfutter haben und Bohrer wenigstens bis zu 10 Millimeter Durchmesser aufnehmen können. Bei häufigerer Nutzung sollten der Akku-Schrauber oder eine eventuell angeschaffte kabelgebundene Schlagbohrmaschine von guter bis sehr guter Qualität sein: Hier schmerzt ein Fehlkauf finanziell am ehesten.

6) Bohrer

Vier Bohrer mit 4, 6, 8 und 10 Millimeter Durchmesser sollten jeweils für Holz, Metall und Stein vorhanden sein. Sinnvoll sind auch passende Bits und die entsprechenden, am besten magnetischen Bit-Halterungen, mit denen man sich die Schrauberei erleichtern kann. Ebenfalls praktisch: ein Set Dübel und die dazu passenden Schrauben. Bei den Schrauben bitte nicht am falschen Ende sparen, denn bei ausgefransten Schraubenköpfen nützt weder der beste Bit noch der tollste Akku-Schrauber etwas.

7) Zangen

Eine Kombizange ist obligatorisch. Mit ihr kann man dünnere Drähte abzwicken und kleinere Teile oder Schraubenköpfe festhalten. Für etwas dickere Kabel und Drähte braucht man einen Seitenschneider. Eine Wasserpumpenzange ist ebenfalls sinnvoll, mit ihr können Schraubverbindungen kraftsparend gelöst und wieder angezogen werden. Für alle Zangen gilt: je besser die Qualität, desto leichtgängiger die Bedienung und desto härter die Schneiden. Auch auf Klemmschutz, Elektroisolation und Prüfzeichen sollte man achten.

8) Wasserwaage

Übrig bleiben die etwas sperrigeren Dinge: Zum Beispiel die gute alte Wasserwaage, die allen Smartphone-Apps zum Trotz noch immer unersetzbar ist. Eine hochwertige, mindestens 60 Zentimeter lange Wasserwaage lohnt sich. Gute Produkte bestehen aus Leichtmetall oder Kunststoff, haben eine geschliffene Sohle sowie waagerecht, senkrecht und im 45-Grad-Winkel angebrachte Libellen.

9) Weiteres Zubehör

Oft vergessen, aber dennoch wichtig: Arbeitshandschuhe, Schutzbrille, Gliedermaßstab (auch Zollstock genannt, 2 Meter) sowie ein Stahlbandmaß (3 oder 5 Meter). Ein Cutter, vielleicht noch ein Multifunktionswerkzeug (Schweizer Taschenmesser oder Leatherman), Klebstoffe für Holz und andere Werkstoffe sowie Isolierband, Lüsterklemmen, Wäscheklammern (Holz) und andere kleine Helfer sind ebenfalls nützlich.

10) Kofferkasten

Damit wird es Zeit für die passende Aufbewahrung: Werkzeugkoffer sind am praktischsten, sie sollten genügend Platz bieten und möglichst stabil sein. Achten Sie besonders bei Kunststoffkoffern auf die Schlagfestigkeit sowie die Verarbeitung und Ausführung von Griffen, Schnallen etc. Das Gleiche gilt für Alukoffer, bei denen zusätzlich noch die Gefahr des Einbeulens besteht. Und sind genügend Fächer für Kleinkram wie beispielsweise Schrauben vorhanden? Auch hier gilt: Nicht alles, was teuer ist, ist auch gut, aber Gutes ist aber ganz sicher nicht günstig.

11) Erste Hilfekasten

Ganz zum Schluss dieser kleinen und jederzeit erweiterbaren Aufstellung kommen wir zu dem Werkzeug, das wir nie benutzen wollen: der Erste-Hilfe-Kasten. Er sollte regelmäßig auf Haltbarkeitsdaten überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Denn Fehler schmerzen doch gerade beim Heimwerken besonders, oder?

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