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Toyota Technik-Seminar 2015

Toyota bringt den Brennstoffzellenantrieb in Serie

Im Herbst dieses Jahres kommt das erste in Serie produzierte Toyota Brennstoffzellenfahrzeug auf den europäischen Markt. In Japan ist die viertürige Limousine Mirai bereits seit Dezember 2014 erhältlich – und erfreut sich einer Beliebtheit, die selbst Toyota in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte. So wurde bereits nach wenigen Wochen angekündigt, die Jahresproduktion von zunächst 700 Einheiten auf 3.000 Fahrzeuge im Jahr 2017 zu erhöhen.

  • Erstes wasserstoffbetriebenes Toyota Serienmodell kommt im Herbst nach Europa
  • Toyota Mirai steht in der erfolgreichen Tradition der Toyota Hybridfahrzeuge
  • Wasserstoff als Speichermedium für die Energiewende

Köln. Im Herbst dieses Jahres kommt das erste in Serie produzierte Toyota Brennstoffzellenfahrzeug auf den europäischen Markt. In Japan ist die viertürige Limousine Mirai bereits seit Dezember 2014 erhältlich – und erfreut sich einer Beliebtheit, die selbst Toyota in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte. So wurde bereits nach wenigen Wochen angekündigt, die Jahresproduktion von zunächst 700 Einheiten auf 3.000 Fahrzeuge im Jahr 2017 zu erhöhen. Über die Rolle des Mirai als Pionier umweltverträglicher Wasserstoffmobilität und über die Arbeit von Toyota an alternativen Antriebstechnologien haben Experten des japanischen Automobilherstellers am 19. März auf einem Technik-Seminar in München berichtet.

Dabei wurde herausgestellt, dass Toyota dem Brennstoffzellen-Fahrzeug im Vergleich zu batterieelektrischen Fahrzeugen die besseren Zukunftschancen einräumt. Dafür sprechen praktikable Gründe wie die größere Reichweite pro Tankfüllung bzw. Batterieladung und die kürzere Tank- bzw. Aufladezeit, aber auch Kostengründe: Denn mit der notwendigen Vergrößerung der Reichweite von batterieelektrischen Autos steigen auch dessen Kosten erheblich.

Der Brennstoffzellenantrieb des Toyota Mirai steht in direkter Verbindung mit den Antriebssystemen der weltweit erfolgreichen Toyota und Lexus Hybridfahrzeuge. Im Grunde handelt es sich beim Mirai um ein Hybridfahrzeug, bei dem Verbrennungsmotor und Benzintank durch Brennstoffzelle und Wasserstofftank ersetzt wurden. Toyota verwies in diesem Zusammenhang auch auf den langen Atem, der für eine erfolgreiche Einführung und Etablierung neuer Technologien erforderlich sei.

So wurde der 1997 eingeführte erste Toyota Prius zunächst ebenfalls nur in geringen Stückzahlen produziert und verkauft; heute setzt das Unternehmen pro Jahr weltweit mehr als eine Million Hybridfahrzeuge ab und erreicht in einigen Modellreihen bereits einen Hybridanteil von bis zu 50 Prozent.

Eine große Herausforderung bei der Etablierung des Brennstoffzellenantriebs bleibt der Auf- und Ausbau einer Tankstellen-Infrastruktur zur Versorgung mit Wasserstoff. Jessica Becker, Sprecherin der „Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ informierte über die aktuellen Pläne aus Wissenschaft, Industrie und Politik. Dass Wasserstoff in einem umweltfreundlichen Energiekonzept der Zukunft nicht nur als Energieträger für Mobilität eine wichtige Rolle spielt, sondern auch als Speichermedium für Strom aus erneuerbaren Energien, erläuterte Werner Diwald von Performing Energy, dem „Bündnis für Windwasserstoff“, in dem sich zahlreiche namhafte Unternehmen, Verbände und Institute engagieren.

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