Verflixt & Zugeparkt:

So löst du typische Ärgernisse

Ob das Auto zugeparkt ist oder die Ampel minutenlang rot bleibt – bei den typischen Ärgernissen des Auto-Alltags sollten Fahrer wissen, was zu tun ist.

Es gibt diese Tage, an denen ist das Augenverdrehen für Autofahrer vorprogrammiert: Sei es, weil das Nummernschild geklaut wurde, die eigens angemietete Parkbucht schon belegt ist oder der Blitzer fälschlicherweise ein Foto gemacht hat. Um Stress oder gar ein Bußgeld zu vermeiden, heißt es jetzt richtig handeln. Wir verraten die wichtigsten Tipps für typische Ärgernisse des Straßenverkehrs.

1. Irrtümlich geblitzt

Du fährst gemütlich durch eine 50er-Zone und plötzlich siehst du rot – trotz einiger Km/h unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wurdest du geblitzt. Was jetzt zu tun ist, hängt von der Blitzer-Art ab. Bei einem fest installierten Blitzer gilt es, den Ort des Geschehens gut zu dokumentieren. Fotos der Strecke samt geltender Verkehrsschilder sowie der genaue Standort der Maschine sind wertvolle Beweise, wenn ein Bußgeldbescheid ins Haus steht.

Gegen diesen kannst du dann Einspruch einlegen. Wurdest du hingegen durch eine mobile Kontrolle geblitzt und die Straßenführung lässt es zu, so kannst du Messbeamte auch vor Ort auf den möglichen Irrtum hinweisen. Andernfalls heißt es auch in diesem Fall: Einspruch einlegen.

2. Lästig zugeparkt

Es ist ein Ärgernis, das wohl jeder Autofahrer kennt und das am häufigsten auftritt, wenn die Zeit drängt. Ist der eigene Wagen zugeparkt, führt zunächst kein Weg daran vorbei, den Fahrer ausfindig zu machen. Sind die Mühen nicht von Erfolg gekrönt, so kann die Polizei gerufen werden. Den zuständigen Beamten obliegt es dann, den Wagen abschleppen zu lassen. Nicht zulässig sind hingegen Retourkutschen: Auch falsch geparkte Autos dürfen nicht an der Fahrt gehindert werden. Die Praxis des passiv-aggressiven Zuparkens von falsch abgestellten Autos ist eine Besitzstörung und verbotene Eigenmacht.

3. Nummernschild geklaut

Da fehlt doch was? Wurde das Nummernschild geklaut, muss die Polizei zur Aufnahme des Diebstahls gerufen werden. Vor der Weiterfahrt musst du als Besitzer in jedem Fall zunächst ein neues Kennzeichen beim Straßenverkehrsamt einholen. Nicht zulässig ist hingegen, auch im Fall eines Diebstahls, die Weiterfahrt ohne Nummernschild. Diese Ordnungswidrigkeit kann andernfalls eine Geldbuße von 50 Euro bedeuten.

4. Eigener Parkplatz belegt

Um der Parkplatzsuche ein Ende zu bereiten, hast du dir ein eigenes Stückchen Asphalt angemietet. Musst du bei der Ankunft an deiner Parkbucht feststellen, dass diese trotz entsprechender Kennzeichnung bereits besetzt ist, heißt es durchatmen. Den Falschparker seinerseits zuzuparken, kann im schlimmsten Fall eine Anzeige wegen Nötigung nach sich ziehen. Du solltest versuchen, den Fahrer eigenständig ausfindig zu machen und ihn über seinen Fehler aufzuklären.

Ist dies nicht möglich, hilft im Zweifelsfall nur der Abschleppdienst. Handelt es sich um einen Einzelfall, lohnt es sich manchmal, in den sauren Apfel zu beißen und zeitweilig an anderer Stelle zu parken. Denn der Abschleppdienst muss zunächst durch die Person bezahlt werden, die ihn ruft. Eine Zahlung durch den Falschparker kann erst im Nachhinein und notfalls gerichtlich erwirkt werden.

5. Ampel bleibt rot

Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Problem, das kurioserweise am häufigsten in eiligen Situationen auftritt. Bleibt die Ampel auch nach angemessener Wartezeit noch minutenlang rot, ist ein Beifahrer hilfreich. Dieser kann die entsprechende Fußgängerampel betätigen, da diese häufig mit der Auto-Ampel verknüpft ist. Andernfalls können Autofahrer sich langsam an die Kreuzung vorwagen und mit entsprechender Vorsicht losfahren. Wann die Wartezeit als ‚zu lang‘ eingestuft werden kann, ist gesetzlich jedoch nicht festgehalten. Ein Anruf bei der Polizei kann hier im Zweifelsfall Klarheit schaffen.

6. Plötzlich abgeschleppt

Nach längerer Abwesenheit findet sich statt deines Autos nur ein Halteverbotsschild? In diesem Fall ist davon auszugehen, dass du abgeschleppt wurdest. Dazu kann es kommen, wenn eine Baustelle eingerichtet wurde oder ein anderer Grund zum Aufstellen vorläufiger Halteverbote besteht. Gemäß einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts muss der Fahrer die Abschleppkosten tragen, wenn die Schilder mit einer Vorlaufzeit von mindestens drei Tagen platziert wurden. Bei längerer Abwesenheit gehst du mit dem Abstellen auf einem Privatparkplatz sicher. Ansonsten gilt es, dem eigenen Wagen alle drei Tage einen kurzen Besuch zu gönnen.

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