Autonomes Fahren macht Airbag und Co. nicht überflüssig.

Autonomes Fahren kann Straßen künftig sicherer machen. Doch auch in selbstfahrenden Pkws braucht es Airbags und Gurte - sie müssen nur umgedacht werden.

Das autonome Fahren bringt zahlreiche neue Möglichkeiten. Doch es verlangt auch nach neuen Denkanstößen zum bestmöglichen Schutz für Insassen. Damit Sicherheit und Chancen in selbstfahrenden Fahrzeugen Hand in Hand gehen können, müssen Konzepte wie Airbags und Gurt umgedacht werden.

Sicherheit als veränderlichen Konzept

Seit hierzulande vor rund 40 Jahren die Anschnallpflicht eingeführt wurde, gehört der Gurt fest zu den wichtigsten Schutzmechanismen in Fahrzeugen. Er beraubt den Aufprall rund eines Drittel seiner Kraft, bis der Airbag schließlich den Rest abfedert. Das unschlagbare Team, einer hält auf und einer ab, ist auch für autonomes Fahren entscheidend. Denn selbst wenn selbstfahrende Wagen sich bei einem Unfall in die bestmögliche Position rangieren – bei der genauen Ausführung ist Umdenken angesagt.

Denn während Sitzpositionen im Moment klar definiert sind, müssen beim autonomen Fahren mehrere Optionen berücksichtigt werden. Die Mitfahrer können liegen, sitzen oder mit dem Rücken zur Frontscheibe positioniert sein. Für alle diese Anwendungsfälle braucht es Lösungen und neue Konzepte müssen her.

Airbag aus dem Sitz?

Bei ZF Friedrichshafen, dem zweitgrößten Automobilzulieferer der Welt, kümmert sich die Division „Passive Sicherheitstechnik“ um die neue Fahrtrichtung. Hier ist man sicher, dass Gurt und Airbag auch im autonomen Fahren einen wichtigen Sicherheitsfaktor darstellen. Da sich die Sitzpositionen in selbstfahrenden Wagen unterschiedlich zeigen, müssen auch andere potenziellen Verletzungsszenarien abgedeckt werden. „Um in all diesen Positionen zu schützen, muss die Sicherheitstechnik näher an die Insassen rücken“, sagt Büchsner, der Leiter der Division „Passive Sicherheitstechnik“.

Die Systeme müssten in die Sitze integriert werden: Ein Airbag würde beispielsweise nicht mehr frontal auf Insassen zukommen, sondern aus dem Sitz schießen und den Sitzenden umschließen. Zusätzlich gäbe es Airbags aus Bereichen wie dem Dachhimmel oder der Instrumententafel zu bedenken.

Kameras für noch mehr Sicherheit

Zur weiteren Unfallvermeidung in den veränderten Gegebenheiten des autonomen Fahrens müssen allerdings noch futuristischere Maßnahmen her. Bei der ZF-Division umfasst dies aktuell beispielsweise Kameras, die das Innere des Wagens filmen. Sie würden Informationen dazu liefern, wo Insassen welcher Größe sitzen. Nur so könne ein guter Schutz vom Sicherheitsduo aus Gurt und Airbag erreicht werden. Aktive Systeme wie Lenkung und Bremsen könnten kombiniert werden, um den Schutz zu komplettieren. Im Fokus stünde natürlich auch weiterhin die Vermeidung von Unfällen – erst in zweiter Linie geht es um die bestmögliche Positionierung zur Minimierung von Unfallfolgen.

Um mehr Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, unterstützt Toyota Fahrer mit den innovativen Sicherheitstechnologien von Toyota Safety Sense. Sie umfassen mit Verkehrsschilderkennung (RSA), Pre-Collision System (PCS), Fernlichtassistent (AHB) und Spurhalteassistent (LDA) vier aktive Sicherheitstechnologien. Mit diesen wird eine ganzheitlich gesicherte Fahrt, unter bestmöglicher Verhinderung von Verkehrsunfällen, ermöglicht. Zusätzlich trägt Toyota Safety Sense zu einer verbesserten Entlastung des Fahrers und damit ungefährlichen Fahrumgebung bei.

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