Benzinpreise:

Wieder Entspannung an der Zapfsäule

Gut für Verbraucher: Nachdem der Benzinpreis monatelang stieg, entspannt sich die Lage inzwischen wieder. Unterschiede gibt es zwischen deutschen Städten.

Autofahrer haben Anfang 2019 guten Grund zum Jubeln: Die Spritpreise sinken seit zwei Monaten wieder und sorgen für Entspannung an der Zapfsäule. Davor sind die Preise monatelang stetig gestiegen. Nun, in 2019, liegt der Durchschnittswert für Super E10 mit circa 1,32 Euro wieder auf einem ähnlich günstigen Niveau wie im März 2018. Das ergab eine Auswertung des ADAC. Für den Dieselpreis ist eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen. Dieser lag im Januar bei durchschnittlich circa 1,23 Euro. Solch einen niedrigen Preis gab es zuletzt im April 2018.

Benzin- und Dieselpreise seit 2013 wieder nah beieinander

Auffällig ist, dass die Diesel- und Benzinpreise derzeit so nah beieinander liegen wie zuletzt vor fünf Jahren. Damals gab es im Dezember 2013 eine ähnlich kleine Schere zwischen den beiden Spritpreis-Niveaus. In diesem Januar war Diesel mancherorts sogar teurer als Benzin. Ein Grund für das Zusammenrücken der beiden Werte ist eine steigende Heizölnachfrage, die den Dieselpreis im Vergleich zum Benzinpreis schwächer sinken lässt.

Wo die Benzinpreise am günstigsten sind

Manche Regionen profitieren stärker von der Preissenkung als andere. Doch wo in Deutschland liegen die Spritkosten am höchsten bzw. am niedrigsten? Personen, die im Norden oder Osten des Landes tanken, dürfen sich glücklicher schätzen als solche, die im Westen oder Süden für ihren Sprit bezahlen. Als Beispiel: Vier Tankfüllungen mit 60 Litern Benzin kosteten in Bremen 308,62 Euro. In Köln zahlte man für die gleiche Menge Treibstoff schon 12,12 Euro mehr.

Januar 2019: Die Städte mit den günstigsten und teuersten Benzinpreisen
Stadt Durchschnittlicher Preis/l Super E10
1. Bremen 1,2859 €
2. Hannover 1,2904 €
3. Berlin 1,2966 €
... ...
98. Bielefeld 1,3320 €
99. Nürnberg 1,3345 €
100. Köln 1,3346 €
Quelle: clever-tanken.de; Ausgewertet wurden die 100 größten Städte Deutschlands
Januar 2019: Die Städte mit den günstigsten und teuersten Dieselpreisen
Stadt Durchschnittlicher Preis/l Super E10
1. Leipzig 1,1845 €
2. Dresden 1,1913 €
3. Bochum 1,1938 €
... ...
98. Stuttgart 1,2485 €
99. München 1,2615 €
100. Nürnberg 1,2907 €
Quelle: clever-tanken.de; Ausgewertet wurden die 100 größten Städte Deutschlands
Wie Spritkosten eingespart werden können

Von Köln nach Bremen zu fahren, nur um günstiger zu tanken, ist ziemlicher Unsinn. Trotzdem gibt es Wege – ganz unabhängig vom aktuellen Spritpreis –, um ein paar Cent zu sparen.

Zahlreiche Apps und Websites erheben bundesweit Daten zu Spritpreisen. Über diese lassen sich die Preise an einzelnen Tankstellen vergleichen. Doch auch wenn solche Dienste die günstigste Tankstelle in der Umgebung anzeigen, ist der Umweg wegen geringer Preisunterschiede nicht immer lohnenswert. Oft ist die Ersparnis durch den Mehrverbrauch schon wieder hinfällig. Trotzdem kann sich das Vergleichen lohnen, wie eine Erhebung des ADAC ergab.

Was sich zudem sagen lässt und in der Praxis einfach zu beachten ist: Sprit ist früh morgens häufig am teuersten und der Preis fällt im Tagesverlauf. Zu verdanken ist das dem Wettbewerb der Tankstellen, die gegenseitig zu unterbieten versuchen. Eine Langzeitstudie des ADAC ergab zudem, dass Spritpreise von 15 bis 17 Uhr und von 19 bis 22 Uhr am niedrigsten sind.

Warum waren die Spritpreise so hoch?

Ein Grund für die Verteuerung des Benzinpreises war die Spritknappheit in einigen Bundesländern. Diese ist auf die niedrigen Wasserstände des Rheins zurückzuführen. Viele Raffinerien sind entlang des Flusses angesiedelt und transportieren den Kraftstoff per Schiff in die Tanklager und Tankstellen. Aufgrund der Pegelstände konnten teilweise nur die Hälfte der üblichen Materialmenge auf Binnenschiffe geladen werden.

So steigen die Transportkosten und folglich die Preise für Endverbrauchende. Zur Lösung des Problems hatte das Wirtschaftsministerium größere Mengen aus der nationalen Ölreserve freigegeben, die inzwischen aber weitestgehend aufgebraucht waren. Zudem hatten einige Landesregierungen das Sonn- und Feiertagsverbot für Benzin- und Heizöltankwagen ausgesetzt, das noch bis zum 31. Mai gilt.

Unsicherheiten am Ölmarkt verantwortlich für hohe Benzinpreise

Weitere Ursachen für zwischenzeitlich hohe Benzinpreise sind Unsicherheiten am Rohölmarkt, die unter anderem auf Krisen in sogenannten Opec-Ländern (Organisation erdölexportierender Länder) wie Venezuela zurückzuführen sind. Der südamerikanische Staat ist ein wichtiger Erdöl-Exporteur und macht derzeit eine schwere Wirtschaftskrise durch, die zu Produktionsausfällen führt.

Auch der im Mai 2018 durch US-Präsident Donald Trump angekündigte Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran führte zu höheren Ölpreisen. Hinzu kommt, dass dem Förderland durch einen Ausstieg Sanktionen drohen, was zu einem Rückgang von Öl-Exporten und damit zur Erhöhung von Spritpreisen führen könnte.

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