150 Jahre Rot-Gelb-Grün:

Happy Birthday, Ampel!

Vor genau 150 Jahren wurde in London die erste Ampel aufgestellt. Wir erklären, was es damit auf sich hat und beantworten Fragen rund um den Verkehrsregler.

Mittlerweile ist die Ampel aus dem deutschen Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken. Sie regelt den Verkehrsfluss, verhindert Unfälle und schützt gerade auf großen Kreuzungen vor Stau und Frustration. Der lichte Verkehrshelfer ist vermutlich das einzige Objekt im Straßenverkehr, bei dem Autofahrer und Fußgänger sich einig werden: Wichtig, ja, aber auch frustrierend.

Die Ampel: eine explosive Erfindung

Am Anfang war die Dunkelheit. Dann wurde es Licht – Ampellicht. Erst danach kam der große Knall, denn etwa drei Wochen nach Errichtung der ersten Ampel explodierte das Versuchsobjekt. Aufgestellt wurde das etwa acht Meter große, gasbetriebene Ungetüm am 10. Dezember 1868 in London. Die Ampel stand neben dem House of Parliament und sollte es den Abgeordneten erleichtern, die Straße zu überqueren. Damals sah die Ampel noch aus wie ein Andreaskreuz und übertrug sinnbildlich die Schienenverkehrszeichen: Oben bedeutete Stillstand, unten hieß freie Fahrt. Das grün-rote Licht der Gaslaternen operierte nachts.

Nach der Gasexplosion wurde die Benutzung der Ampel jedoch eher mit Gefahr statt Sicherheit im Straßenverkehr assoziiert – weitere Ampeln wurden vorerst in London nicht gebaut. Erst 1914 hielt die Ampel dank amerikanischer Entdeckerfreude in Cleveland Einzug in das alltägliche Leben.

Rapide Entwicklung mit ebenso rapidem Ende?

Zwischen 1914 und 1930 ging die Zahl der Verkehrsunfälle in Amerika um 50 Prozent zurück. Grund dafür: die Ampel. Bis 1930 gab es in fast jeder großen amerikanischen Stadt eine Ampel. Auch der Rest der Welt nahm sich der Erfindung an. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg brachte Deutschland es jedoch erst 1924 zu seiner ersten Ampel. Der Turm auf dem Potsdamer Platz in Berlin wurde händisch betrieben; erst zwei Jahre später stellte die Stadt auf eine zentrale Steuerung um. Das Problem: Alle Ampeln wurden gleichzeitig Rot beziehungsweise Grün. Das Verkehrschaos war vorprogrammiert.

Alles in allem etablierte die Ampel sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Die Industrialisierung und der ökonomische Aufschwung brachten mehr Autos in die Städte – der Bedarf an Ampeln wuchs. Mittlerweile ist Deutschland eines der wenigen europäischen Länder, das konsequent auf Ampeln als Verkehrsflussregler setzt. Viele Nachbarländer bauen immer elaboriertere Kreisverkehre, die den Verkehr steuern und Ampeln überflüssig machen. So könnte es mit dem Siegeszug der Ampel bald vorbei sein.

Wie es zum Ampelmännchen kam

Das Ampelmännchen ziert erst seit 1961 die deutschen Ampeln. Erfunden wurden sie in Ost-Berlin, um Fußgängerampeln besser von Verkehrsampeln unterscheiden zu können. Im Osten Deutschlands sind die damals erfundenen Männchen noch zu finden, im Rest des Landes kaum noch. Aber warum sieht das Ampelmännchen aus Berlin so aus, wie es aussieht? Der Erfinder des Ampelmännchens wollte eine Autorität erschaffen, die den Verkehrsteilnehmern möglichst ähnlich sieht – schließlich hören Menschen eher auf die, die einem ähneln.

Deswegen wurde das charakteristische Ampelmännchen mit großer Nase, Hut und Bauchansatz kreiert. Das Ampelmännchen aus Berlin ist neben dem gängigen Ampelmännchen das einzig zugelassene Ampelmännchen in Deutschland. Sonderanfertigungen wie „Die Maus“ oder Michael Jackson benötigen eine spezielle Genehmigung.

Dürfen rote Ampeln überfahren werden?

Übrigens ist es durchaus erlaubt, rote Ampeln zu überfahren – jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Ist die Ampel beispielsweise kaputt und steht dauerhaft auf Rot, darf die Rotphase nach fünf Minuten Standzeit überfahren werden. Ertönt Blaulicht und ist die Bildung der Rettungsgasse nur durch Einfahrt in die Kreuzung oder durch Missachtung der Ampel möglich, darf das Rot – vorsichtig – ignoriert werden.

Etwa zwei Wochen seines Lebens verbringt jeder Autofahrer damit, vor einer roten Ampel zu warten. Damit die Wartezeit an der Ampel nicht zu lang wird, unterhalte deine Kids mit dem Toyota Rear Entertainment System.

Mehr erfahren

Verwendung von Cookies

Auf der Toyota Deutschland Website verwenden wir Cookies für erweiterte Funktionen und einen besseren Service. Weitere Informationen zu Cookies findest du in unserer Datenschutzerklärung. Unter Cookie-Einstellungen kannst du Änderungen der Cookie-Voreinstellungen vornehmen.

OK