Blaue Plakette –

Baden-Württemberg plant Fahrverbot.

Während sich der Bund gegen die blaue Plakette ausspricht, plant Baden-Württemberg eine ganz eigene Lösung für das Dieselfahrverbot.

Ab 2019 ist es so weit: Das Diesel-Fahrverbot in Stuttgart tritt in Kraft. Im Kampf gegen die Luftverschmutzung bastelt die südwestliche Metropole jetzt an einer eigenen Kennzeichnung für Dieselfahrzeuge. Die neue Regelung stiftet viel Verwirrung: Worauf müssen Autofahrer jetzt achten? Was bringt die blaue Plakette? Wir haben für dich die wichtigsten Infos zum Dieselverbot in Baden-Württemberg.

Kommt jetzt die „Stuttgart Plakette“?

Mit dem 1. Januar 2019 fällt der Startschuss für das Dieselverbot in Stuttgart. Nach langen Diskussionen auf Regierungsseite bereitet sich Baden-Württemberg jetzt im Alleingang auf die verschärften Kontrollen vor. Das Problem: Bisher existiert noch keine blaue Plakette zur Kennzeichnung der Fahrzeuge. Die einheitliche Markierung ist Verhandlungssache des Bundes. Laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hätte eine blaue Umweltplakette die Kontrollen sehr vereinfacht, „aber da hat uns der Bund ja hängen lassen.“ In Stuttgart wird jetzt unter Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Ob es sich hierbei um einen Aufkleber oder einen Ausweis handeln wird, ist allerdings noch unklar.

Schlechte Luft: Was bringt das Dieselfahrverbot in Stuttgart?

Die zulässigen Grenzwerte von Feinstaub und Stickstoffoxid werden in deutschen Großstädten mit steter Regelmäßigkeit überschritten. In Stuttgart herrscht besonders dicke Luft. Die Kessellage und der dichte Verkehr begünstigen das schlechte Klima in der Landeshauptstadt. Insbesondere die Innenstadt ist von den stark erhöhten Werten betroffen. Die giftigen Gase reizen Augen und Atemwege, schädigen Pflanzen und tragen zur Übersäuerung von Böden bei. Sie entstehen zu einem großen Teil aus Verbrennungsvorgängen in Dieselmotoren – die blaue Umweltzone soll diese Belastung künftig halbieren.

Blaue Plakette – das kommt auf Autofahrer zu

Das neue Fahrverbot erklärt das gesamte Stuttgarter Stadtgebiet zur blauen Umweltzone. Betroffen sind davon alle Fahrzeuge der Euronorm 4 und schlechter. Benachteiligt werden dann alle Fahrer von Dieselfahrzeugen, die nicht der Abgasnorm Euro 6 entsprechen. Mitte 2020 soll außerdem überprüft werden, ob sich die Messwerte verbessern. Sollten die Werte nicht unter ihr Soll sinken, wird zusätzlich über ein Fahrverbot der Euro-5-Diesel diskutiert.

Bisher werden diese jüngeren Diesel noch von der Regelung ausgeklammert. Ausnahmen gelten außerdem für die Fahrzeuge von Ärzten, Hebammen und den Transport lebenswichtiger Güter. Weitere Sondergenehmigungen sind möglich und können bei der Stadt beantragt werden. Erfahre hier mehr über die allgemeinen Regelungen der Abgasnorm.

Warum steht die blaue Umweltplakette in der Kritik?

Fahrverbote sind immer eine heikle Angelegenheit. Die größten Kritiker kommen jedoch aus dem Verkehrsministerium selbst. Insbesondere seitens der CSU wehrt man sich gegen die blaue Plakette. Als problematisch gilt hier die Einschränkung der Mobilität, der richtige Weg sei Mobilität mit weniger Emissionen. Da die Auszeichnung von Fahrzeugen mit der blauen Plakette gleichzeitig eine Abwertung derjenige ohne bedeutet, ist der Widerstand entsprechend hoch.

Wie die Einhaltung der Umweltzone kontrolliert werden soll, ist übrigens ebenso wenig geklärt wie die Kosten der blauen Plakette. Die Deutsche Polizeigewerkschaft sieht die Kontrollen noch kritisch. Personell wäre es für die Stuttgarter Polizei kaum machbar, alle Fahrzeugscheine auf ihre Euronorm zu überprüfen.

Es wird stickig – diese Städte haben die höchsten Stickoxidwerte

Stuttgart belegt seit Jahren die oberen Plätze im Stickstoffvergleich. Nachdem München letztes Jahr durch eine besonders schlechte Klimabilanz Aufsehen erregt hat, blüht nun auch anderen deutschen Großstädten möglicherweise das Dieselfahrverbot. Hier sind die Städte, die den zulässigen Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffoxid je Kubikmeter Luft überschritten haben:

Stadt Jahresmittelwert 2017 in µg/m3
München 78
Stuttgart 73
Köln 62
Reutlingen 60
Düren 58
Hamburg 58
Limburg an der Lahn 58
Düsseldorf 56
Kiel 56
Heilbronn 56

In den nächsten Jahren werden weitere Städte mit der Ausweitung ihrer Umweltzonen nachziehen. Befreie dich schon jetzt von drohenden Dieselverboten und entscheide dich für einen Hybrid von Toyota.

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