Elektro-Lkw:

2019 rollen erste Lkw mit Stromabnehmer

Die erste deutsche Teststrecke für Hybrid-Lkw ist nahezu fertig, 2019 soll der erste Feldversuch starten. Erfahre die wichtigsten Infos zu den Elektro-Lkw.

Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren: 230 Masten stehen bereits auf der vielbefahrenen Strecke zwischen Darmstadt und Frankfurt. Ab 2019 sollen dann die ersten Lastwagen mit Stromabnehmer über die Teststrecke auf der A5 rollen. Wenn alles nach Plan läuft, kann kurz darauf der Realbetrieb starten. Finanziert wird das Mammutprojekt vom Bundesumweltministerium. Ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz? Erfahre hier alles über die Pilotprojekte und die Vorteile der Hybrid-Lkw.

eHighway – Teststrecke ist Ende 2018 fertig

Was Siemens in der Bahntechnologie kann, zeigt der Konzern jetzt auch auf deutschen Straßen: An der hochfrequentierten Autobahn A5 im Rhein-Main-Gebiet gehen die Bauarbeiten für die erste deutsche Teststrecke für Lkw mit Hybridantrieb mit großen Schritten voran. 230 Masten stehen schon und sollen ab 2019 Lastwagen mit Strom versorgen – auf fünf Kilometern in jede Richtung. Mit dem Feldversuch soll ein wesentlicher Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesrepublik geleistet werden.

Kritiker bemängeln den kostspieligen Ausbau einer Oberleitungsinfrastruktur für Lkw und fordern viel mehr eine Förderung in der Entwicklung von Lkw mit reinem Batteriebetrieb. In Zukunft sollen trotzdem weitere Strecken an der A1 und dem Autobahnkreuz in Lübeck entstehen. Eine dritte Strecke an der Bundesstraße B 462 ist zusätzlich in Planung.

2014 hat die Bundesregierung bereits das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 verabschiedet. Damit soll sichergestellt werden, dass die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent reduziert werden. Bestandteil dieses Programms ist ELISA – Elektrifizierter, innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen. Das Bundesumweltministerium fördert die Nutzfahrzeuge mit Elektromotor mit insgesamt 45,3 Millionen Euro – Aufstockungen sind bereits eingeplant.

Stromabnehmer versorgen den Elektromotor

So sieht Innovation aus: Die Sensoren im Dach der Hybrid-Lkw erkennen die Oberleitungen und fahren automatisch (oder per Knopfdruck) ihre Stromabnehmer aus – der hochtechnische Vorgang nennt sich schlicht „Anbügeln“. Sowohl das Anlegen des Stromabnehmers als auch das sogenannte „Abbügeln“ können bei Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erfolgen. Der Elektromotor wird dann mit Strom gespeist und lädt zeitgleich die Batterie. Nach dem Einfahren der Stromabnehmer kann der Lkw ganz einfach elektrisch seine Fahrt fortsetzen.

Wie praktikabel die Lösung tatsächlich ist, stellt sich erst heraus, wenn die Strecken über einen längeren Zeitraum getestet wurden. Dann zeigt sich auch, wie weit die Elektro-Lkw mit der Akkuleistung kommen.

Volle Ladung – so funktioniert die Energieversorgung

Laut Siemens basiert die Energieversorgung der Elektro-Lkw auf bewährten Systemen der Bahntechnologie. Auf den Strecken werden in jede Richtung zwei Fahrdrähte verlaufen – ein Plus- und ein Minuspol –, die die Lkw auf dem eHighway zuverlässig mit Strom versorgen. Die Drähte sind so konstruiert, dass sie auch bei höheren Geschwindigkeiten die Stromübertragung gleichmäßig stabil halten. Durch Einspeisestationen werden die Oberleitungen wiederum selbst mit Strom versorgt.

In Zukunft Hybrid

Auf den elektrisierten Strecken der eHighways werden die Elektro-Nutzfahrzeuge über die stromführenden Oberleitungen versorgt. Für Fahrten abseits der Stromschnellen verfügen die Lkw über einen Hybridantrieb. Dieser kann je nach Bedarf angepasst werden. Laut Siemens sind Lösungen im Bereich der Verbrennungsmotoren ebenso möglich – beispielsweise Brennstoffzellen oder Batteriebetrieb. Eine besonders clevere Technologie: Die Elektro-Lkw verfügen über einen Elektromotor, der eine Rückgewinnung der Bremsenergie ermöglicht.

Saubere Lösung – was bewirkt elektrifizierter Güterverkehr?

104 Gramm Treibhausgase pro Tonnenkilometer betragen die Emissionen von Lkw im Güterverkehr. Damit erzeugen sie doppelt so viel dicke Luft wie Güterbahnen und Binnenschiffe zusammen. Ein Problem, das sich nicht leicht beheben lässt. Der Bedarf an Gütern steigt und ein Großteil muss weiterhin auf der Straße transportiert werden. Mit den Elektro-Lkw soll ein nachhaltiger Lösungsansatz geschaffen werden.

Sechs Millionen Tonnen CO2 können eingespart werden, wenn 30 Prozent des Lkw-Verkehrs in Deutschland elektrifiziert und mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Die eHighways halbieren den Energieverbrauch und sind dabei doppelt so effizient wie Verbrennungsmotoren. Eine saubere Zahl liefert auch die lokale Luftverschmutzung mit einem Elektroantrieb: Null.

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