Dicke Luft:

Hamburger Dieselfahrverbot bisher ohne Erfolg.

Saubere Luft wurde versprochen, aber die Realität sieht anders aus. Laut BUND herrschen in Hamburg trotz Dieselfahrverbot Rekordwerte bei Stickoxiden.

Seit dem 1. Juni dürfen bestimmte Dieselfahrzeuge zwei Straßenabschnitte im Hamburger Stadtteil Altona nicht mehr befahren. So müssen Lkw und ältere Diesel-Pkw die Max-Brauer-Allee sowie die Stresemannstraße umfahren. Anderenfalls winkt bei einer Kontrolle ein saftiges Bußgeld. Nun haben die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ihre Messergebnisse von Untersuchungen im Juni und Juli bekanntgegeben – mit einem erschreckenden Ergebnis. Auf den Ausweichrouten rund um die Fahrverbotszonen wurden Rekordwerte für die Belastung mit Stickoxiden nachgewiesen.

Messwerte deutlich über den EU-Grenzwerten

Vom 1. Juni bis zum 1. Juli hat die DUH Messungen in mehr als 230 Städten und Kommunen durchgeführt. Unter anderem wurde dabei auch in Hamburg die Belastung mit Stickstoffdioxid gemessen. Jeder Bürger konnte sich an dieser Messung durch das Anbringen von kleinen Messröhrchen an den Hauswänden beteiligen.

Das Ergebnis: Auf den Straßenabschnitten mit Diesel-Fahrverbot ist die Belastung tatsächlich zurückgegangen, dafür liegen die Werte auf den Ausweichrouten deutlich über den von der EU festgelegten Grenzwerten. Das betrifft insgesamt sechs Straßen, wovon die Fruchtallee mit 59 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft die höchsten Messwerte aufweist. Die EU-Grenze liegt bei 40 Mikrogramm. Hamburg hält außerdem den Rekord für den bundesweit höchsten Wert: An den Landungsbrücken wurde eine Belastung von 98,5 Mikrogramm nachgewiesen – mehr als doppelt so viel, wie von der EU vorgeschrieben.

Hamburger Umweltbehörde dementiert erhöhte Belastung

Im Gegensatz zu den DUH-Messergebnissen sieht die Hamburger Umweltbehörde keine Anzeichen, die auf erhöhte Belastungen auf den Ausweichrouten hindeuten. Zwar gehe man von einem erhöhten Verkehrsaufkommen aus, so Björn Marzahn, Sprecher der Behörde, die Schadstoffgrenze würde dabei aber nicht überschritten.

Die Behörde beruft sich bei dieser Prognose auf Modellrechnungen, die über den zu erwartenden Verkehr und die damit verbundene Stickstoffdioxid-Konzentration auf den betroffenen Routen vorgenommen wurden. Diese Rechnungen ergaben, dass keine Überschreitung der Grenzwerte erwartet wird. Der Senat geht davon, dass dies den realistischen Luftqualitätswerten entspricht.

Umweltverbände üben Kritik an Prognosen der Behörde

Für DUH und BUND sprechen die Stichproben eine andere Sprache. Laut BUND könnten die aktuellen Diesel-Fahrverbote in Hamburg lediglich dafür sorgen, dass die amtlichen Messstationen gesunkene Belastungen nachweisen. Kritik äußert der Umweltverband außerdem an der Höhe der Messstationen: Sie messen in der Regel nur zwischen 1,5 bis vier Meter über dem Boden, doch die von DUH und BUND erfassten Messungen weisen vor allem darunter um 20 Prozent höhere Zahlen auf. Damit sind Kinder den Stickstoffdioxid-Belastungen stärker ausgesetzt als Erwachsene.

Größter Kritikpunkt ist, dass die Bedingungen des Luftreinhalteplans der Umweltbehörde, wonach Ausweichverkehr nicht an anderer Stelle zu Belastungen führen soll, nicht eingehalten wird. Dies könne nur durch ein weiträumiges Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge erreicht werden, so der BUND. Die Umweltbehörde selbst hält die Messungen nicht für verlässlich und vertraut auf das Luftgütemessnetz. Erst ein Jahresmittelwert hätte eine relevante Aussagekraft.

Steige auf einen Hybridmodell von Toyota um und sorge selbst dafür, die Schadstoffbelastung zu senken. Dieselfahrbote stellen damit kein Problem für dich dar.

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