Firmenwagen versteuern:
Tipps zur Besteuerung deines Dienstwagen

Du willst einen Firmenwagen versteuern? Wir geben dir nützliche Tipps zum Fahrtenbuch und zur Privatnutzung des Dienstwagens.

Elektro-Dienstwagen zahlen nur die Hälfte an Steuer

Seit dem 1. Januar 2019 wird für die Versteuerung von Dienstwagen mit Elektromotor nur die Hälfte des Listenpreises zur Berechnung herangezogen. Damit will die Regierung die Elektromobilität weiter vorantreiben. Du willst auch einen Firmenwagen versteuern? Wir zeigen dir in diesem Artikel, worauf du achten musst.

/

Die neue 0,5 Prozent-Regelung für dienstliche E-Autos

Um die schleppende Nachfrage nach Elektroautos anzukurbeln, beschloss das Bundeskabinett am 1. August 2018 eine milliardenschwere Förderung für Fahrzeuge mit Elektromotoren. Die neue 0,5 Prozent-Regelung gilt übrigens auch für Hybridfahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge, die Verbrennungs- und Elektromotoren kombinieren. Was die Regelung bedeutet, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Steuerliche Entlastung für Arbeitnehmer

Arbeitnehmern, die bei ihrem Dienstwagen auf umweltfreundliche Alternativen setzen, winkt seit Anfang 2019 ein Vorteil in der Steuer. Die Maßnahme soll zu einer größeren Menge von Elektroautos und Plug-in-Hybriden in den Flotten von Behörden und Unternehmen führen. Wer also bisher sein dienstliches Auto auch privat nutzte, versteuerte auf Basis der Ein-Prozent-Regelung monatlich ein Prozent des Brutto-Listenpreises. Das bedeutet, dass Sachleistungen, beispielsweise das Smartphone oder der Firmenwagen, über die Lohnabrechnung als geldwerter Vorteil versteuert werden müssen, sobald diese privat genutzt werden.

Elektro-Firmenwagen versteuern: Das solltest du wissen

Wer einen E-Dienstwagen zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 kauft oder least, kommt in den Genuss der neuen "0,5 Prozent-Regelung". Arbeitnehmer müssen hier für die Versteuerung ihres Firmenwagens, wenn er als geldwerter Vorteil angesehen wird, nur den halben Listenpreis ansetzen. Die Förderung ist übrigens begrenzt und gilt nur innerhalb der genannten drei Jahre. Entscheidend für die geringere Anrechnung beim Finanzamt ist die Anschaffung bis Ende 2021.

Die Förderung kann allerdings in vollem Umfang über den Zeitraum hinausgehen. Die Begünstigung endet erst bei einem Halterwechsel durch Arbeitnehmer oder wenn der Dienstwagen nicht länger Bestandteil des Betriebsvermögens des Arbeitgebers ist.

Speziell bei hybriden Dienstwagen sind allerdings bestimmte Bedingungen notwendig, um in den Genuss des steuerlichen Vorteils zu kommen. So sollte der Ausstoß von Kohlendioxid den Wert von 50 Gramm pro gefahrenem Kilometer nicht übersteigen. Außerdem dürfen hybride Firmenwagen nur dann zur Hälfte versteuert werden, wenn die Reichweite des Elektroantriebes mindestens 40 Kilometer umfasst.

Wann gilt ein Fahrzeug überhaupt als Firmenwagen?

Ein Auto ist dann ein Teil des Unternehmens, wenn mindestens 10 Prozent der Fahrten als betriebliche Nutzung stattfinden. Sobald die tatsächlichen Fahrten für die Firma einen Anteil von mehr als 50 Prozent ausmachen, muss das Fahrzeug zum Betriebsvermögen hinzugerechnet werden.

Sobald der Arbeitgeber dem Mitarbeiter einen Dienstwagen anbietet, stellt sich die Frage, ob der Arbeitnehmer das Fahrzeug auch privat nutzen darf. Ein Blick in den Arbeitsvertrag verrät, ob eine Privatnutzung überhaupt vorgesehen ist. Bietet der Arbeitgeber die Option, sollte der Mitarbeiter nicht vergessen, das Auto als geldwerten Vorteil in der Steuererklärung anzugeben. Denn die Art der Nutzung beeinflusst die Berechnung der Sozialversicherungen und des Lohnsteuerabzuges. Hier wird ein geldwerter Vorteil zum Bruttolohn hinzugerechnet und später vom Nettoeinkommen wieder abgezogen.

Für eine individuelle Berechnung lohnen sich Brutto-Netto-Rechner für Firmenwagen. Diese werden online oft kostenlos angeboten und verschaffen mehr Klarheit über zukünftige Kosten, auch im Vergleich gegenüber einem eigenen Auto.

Wer muss seinen Firmenwagen versteuern?

Alle Angestellten und Selbstständige, die ihren Dienstwagen für private Fahrten nutzen, müssen diesen versteuern und den geldwerten Vorteil in der Steuererklärung angeben. Dies gilt auch für den privaten Nutzungsanteil von zwei Firmenwagen. In dem Fall muss der Fahrzeughalter beide Dienstwagen dem Finanzamt melden, sobald die PKW-Nutzung privat erfolgt.

Firmenwagen versteuern – So geht’s richtig

Für die Steuererklärung hast du die Wahl zwischen zwei Varianten. Entweder nutzt du ein Fahrtenbuch oder greifst auf die pauschale Versteuerung zurück. Beide Methoden zielen darauf ab, den geldwerten Vorteil zu ermitteln.

Im ersten Fall fordert das Finanzamt ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Dieses muss vollständig aufgezeichnet sein. Für jede geschäftliche Nutzung muss der Halter das Datum, den Kilometerstand, die Route und die besuchten Geschäftspartner in das Fahrtenbuch eintragen. Die Nutzung für private Zwecke sollte ebenfalls in einem Fahrtenbuch erfasst werden. Das Finanzamt akzeptiert das geführte Fahrtenbuch außerdem nur dann, wenn nachträglich keine Änderungen vorgenommen werden. Eine lose Blattsammlung, einfache Excel-Listen oder manipulierbare Hefte sind ebenfalls tabu. Sehr nützlich ist hier für den Fahrer ein elektronisches Fahrtenbuch, das alle Fahrten automatisiert aufzeichnet.

Neben dem Fahrtenbuch ist es genauso möglich, den Firmenwagen pauschal mit der Ein-Prozent-Regelung beziehungsweise Elektroautos mit 0,5 Prozent zu versteuern. Ist die private Nutzung besonders hoch, kann die pauschale Versteuerung günstiger sein als die Verwendung eines Fahrtenbuchs. Da es bei der Ein-Prozent-Methode aber immer auf den konkreten Brutto-Listenpreis ankommt, kann es besonders bei gebrauchten Firmenwagen verhältnismäßig teuer werden. Ist die Privatnutzung des Firmenwagens eher gering und stehen berufliche Fahrten im Vordergrund, so ist das Fahrtenbuch oft die bessere Wahl.

Fällt dir die Entscheidung noch schwer? Dann empfiehlt es sich, zu Beginn auf ein Fahrtenbuch zurückzugreifen. Daraus lässt sich ermitteln, welche Methode für die Steuer die günstigere Variante ist. Sollte dann die pauschale Versteuerung doch sinnvoller sein, kannst du die Methode der Berechnung immer zum Jahresbeginn oder bei jedem neuen Firmenwagen wechseln und entsprechend in deiner Steuererklärung angeben.

Kosten in Milliardenhöhe

Die Kosten, welche das bis mindestens 2021 festgelegte Privileg der Steuerentlastung finanzieren, werden auf rund 1,8 bis 2 Milliarden Euro geschätzt. Die Kosten werden von den Bundesländern getragen. Sie können zukünftig sogar noch steigen, weil das Bundesfinanzamt bereits über eine Verlängerung der Förderung über 2021 hinaus nachdenkt.

Aktuell ist der Umstieg auf einen Dienstwagen als E-Auto oft noch unattraktiv für Arbeitgeber. Denn die ungleich höheren Anschaffungskosten muss er selbst tragen. Im laufenden Betrieb kann sich die umweltschonende Variante aber durchaus lohnen. Profitieren können Arbeitgeber nicht nur von einem besseren Image, sondern monetär auch durch den verminderten Spritverbrauch. Elektroautos und Plug-in-Hybride verbrauchen deutlich weniger Kraftstoff als herkömmliche Benziner.

E-Bikes bislang von Förderung ausgenommen

Arbeitnehmer, die eine noch umweltfreundlichere Fahrmöglichkeit auf zwei Rädern nutzen möchten, profitieren noch nicht vom neuen Gesetzentwurf. Anders als vom ökologisch ausgerichteten Verkehrsclub Deutschland gefordert, wurde die angestrebte Vergünstigung der Steuer nicht auf Dienstfahrräder ausgedehnt. Dem Verkehrsclub zufolge sollte die Halbierung des geldwerten Vorteils ebenso für E-Bikes gelten.

Wer dienstlich oder bei privater Nutzung umweltbewusst unterwegs sein will, kann sich mit einem Prius Plug-in-Hybrid auf die langjährige Erfahrung von Toyota in der Hybridtechnologie verlassen. Entdecke unsere Hybridmodelle oder mit dem Toyota Mirai als Wasserstoffauto eine weitere interessante Alternative.

/

Mehr erfahren

Toyota testet Plug-in-Hybridfahrzeuge mit hocheffizienten Solarbatterien Toyota testet Plug-in-Hybridfahrzeuge mit hocheffizienten Solarbatterien Mit der Kraft der Sonne schickt Toyota nun elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße. (Kraftstoffverbrauch kombiniert gewichtet 1,3l/100km + 9,9 kwh/100 km; CO2-Emissionen 22 g/km) Toyota geht bei „Strassenland“ neue Wege in der Kundenansprache Toyota geht bei „Strassenland“ neue Wege in der Kundenansprache Mit „Strassenland“ hat der Automobilhersteller eine optimale Plattform für die Premiere seines „Toyota Mobility Loft“ gefunden. Emissionsfreier Güterverkehr mit neuem Brennstoffzellen-Lkw. Emissionsfreier Güterverkehr mit neuem Brennstoffzellen-Lkw. Toyota und Kenworth präsentieren nächste Fahrzeuggeneration. Toyota Prius Plug-in Hybrid erfüllt strenge Euro 6d-Temp EVAP-ISC. Toyota Prius Plug-in Hybrid erfüllt strenge Euro 6d-Temp EVAP-ISC. Toyota überarbeitet den Prius Plug-in Hybrid. Ab dem 14. März ist das Modelljahr 2019 zum Preis ab 37.200 Euro bestellbar.
Verwendung von Cookies

Auf der Toyota Deutschland Website verwenden wir Cookies für erweiterte Funktionen und einen besseren Service. Weitere Informationen zu Cookies findest du in unserer Datenschutzerklärung. Unter Cookie-Einstellungen kannst du Änderungen der Cookie-Voreinstellungen vornehmen.

OK