Le-Mans-Reglement:

2020 kommen die Hypercars und Supercars

Ab 2020 gibt es bei den 24 Stunden von Le Mans die Klasse der Supercars. Toyota wird die Racer dann auch für die Straße produzieren und bietet mit dem GAZOO GR Super Sport Concept einen Vorgeschmack.

Dank eines neuen Le-Mans-Reglements sollen statt Prototypen künftig Sportwagen im legendären Langstrecken-Rennen antreten. Damit könnten die Rennstreckenboliden auch für den Straßenverkehr in Serie gehen. Toyota gibt mit dem GAZOO GR Super Sport Concept einen Ausblick auf die kommende Generation Sportwagen - und die hat es in sich.

Neues Regelwerk sieht ab 2020 die Fahrzeugklasse der Supercars vor

Motorsport-Fans dürfte bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen, denn schon bald könnten Le-Mans-Racer im regulären Straßenverkehr zu sehen sein. Das ist einem neuen Reglement zu verdanken. Vor dem 24-Stunden-Rennen 2018 hatten die FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) und der ACO (Automobile Club de l’Ouest) angekündigt, dass die aktuelle Klasse der LMP1 in der Saison 2020/21 durch die Klasse der Supercars abgelöst wird.

Auf der Rennpiste drehen dann anstelle der Prototypen 1.000 PS starke Hybrid-Rennfahrzeuge ihre Runden, die optisch stark an die Top-Modelle des jeweiligen Herstellers angelehnt sind. In Sachen Antrieb ändert sich allerdings nichts. Auch die kommenden Supercars sollen mit einem Hybridsystem mit KERS und Allradantrieb ausgestattet werden. Mit den prognostizierten Le-Mans-Rundenzeiten von 3:20 Minuten reichen die Fahrzeuge an die Geschwindigkeiten der aktuellen Prototypen heran.

Supercars sollen die Langstrecken-Weltmeisterschaft attraktiver machen

Le Mans bzw. an der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) lediglich ein Viertel des aktuellen LMP1-Budgets ausreichen.

Der offizielle Namen für die “Supercar-Klasse” soll im November 2018 verkündet werden. Dann soll auch das neue Regelwerk in Kraft treten. Die teilnehmenden Marken sind zwar nicht verpflichtet, die Racer auch als Serienversion anzubieten. Toyota hat mit der Vorstellung des GAZOO GR Super Sport Concept jedoch bereits etwaige Ambitionen untermauert und einen Ausblick auf die kommende Generation der Sportwagen gegeben.

Das steckt im GAZOO GR Super Sport Concept

Toyota konnte sich bei der diesjährigen Auflage des 24-Stunden-Rennens von Le Mans durchsetzen und den ersten Sieg der Unternehmensgeschichte einfahren. Bereits vor dem Triumph hat Toyota den GAZOO GR Super Sport Concept vorgestellt - einen straßentauglichen Zwilling des siegreichen Toyota-Rennwagens TS050 Hybrid.

Der Sportler steht seinem Rennstrecken-Pendant technisch in nichts nach. Im Carbon-Chassis kommt ein doppelt aufgeladener 2,4-Liter-V6 zum Einsatz, der mit einer Hybrid-Antriebseinheit kombiniert ist. Bis zu 735 kW/1.000 PS bringt der Allrad-Flitzer auf die Straße. Auch optisch ist das Konzeptauto dem TR050 angelehnt, bietet allerdings Platz für zwei Fahrer. In kleiner Stückzahl wird es den GAZOO GR Super Sport auch in der Straßenversion geben.

Toyota nutzt den Rennsport für die Entwicklung von Serienfahrzeugen

“Sportwagen aus Rennwagen” lautet die Maxime von Shigeki Tomoyama, dem Präsidenten der TOYOTA GAZOO Racing Company, der damit die Ausrichtung von Toyotas Rennsportaktivitäten auf den Punkt bringt. Ziel ist, die gewonnene Erfahrung und das Know-how von der Rennstrecke und Rallyepiste in die Entwicklung von regulären Straßenfahrzeugen einfließen zu lassen. Die Teilnahmen an der Langstrecken-Weltmeisterschaft helfen etwa dabei, Spritspartechnologien weiterzuentwickeln oder Hybridantriebe für die Straße zu verbessern. Der rassige Le-Mans-Renner GR Super Sport Concept ist ein Beispiel dafür, wie dieser Brückenschlag im Ergebnis aussehen kann.

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