Know-how zum Verkehrsrecht:

Die acht größten Irrtümer im Straßenverkehr

In keinem anderen Bereich halten sich Mythen so hartnäckig wie im Straßenverkehr. Damit dich die kleinen und großen Sünden nicht teuer zu stehen kommen, räumen wir mit den Gerüchten auf.

Der Bußgeldkatalog listet alle Ordnungswidrigkeiten gegen die StVO, von kleinen Verstößen gegen Verkehrsregeln bis zu größeren Vergehen, bei denen Punkte in Flensburg winken. Dennoch herrscht unter Deutschlands Autofahrern überraschend große Uneinigkeit bei alltäglichen Fahrsituationen. Wir klären die acht größten Irrtümer in puncto Verkehrsrecht.

1. Irrtum: Erst bei Martinshorn und Blaulicht Rettungsgasse bilden

Ertönen im Stau die Sirenen von Einsatzfahrzeugen, geht das große Rangieren los. Dabei muss die Rettungsgasse laut § 38 Absatz 1 StVO bereits gebildet werden, wenn der Verkehr zu stocken beginnt. Andernfalls winken laut Bußgeldkatalog zwei Punkte in Flensburg, zwischen 200 und 320 Euro Bußgeld und bis zu einem Monat Fahrverbot. Für eine ordnungsgemäße Rettungsgasse fahren Autos der linken Spur ganz links, Autos der rechten Spur ganz rechts. Bei dreispurigen Fahrbahnen wird die Rettungsgasse zwischen linker und mittlerer Spur freigehalten.

2. Irrtum: Der Führerschein wird ab 0,5 Promille entzogen

Wenn Fahrer auch mit unter 0,5 Promille im Blut Schlangenlinien fahren und die im Verkehrsrecht benannten „alkoholbedingte Ausfallerscheinungen“ zeigen, dann droht aufgrund von „relativer Fahruntüchtigkeit“ der Entzug der Fahrerlaubnis. Wer im Übrigen mit mehr als 0,0 Promille an einem Unfall beteiligt ist, trägt im Regelfall eine Mitschuld an diesem. Vor einer Fahrt sollten Autofahrer also in jedem Fall die Finger vom Alkohol lassen.

3. Irrtum: Parkplätze können in besonderen Situationen freigehalten werden

Auch wenn Umzüge oder ähnliche Situationen den Parkplatz vor der Haustür zum begehrten Gut machen, gilt laut § 12 Absatz 5 StVO weiterhin „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Das Blockieren oder Freihalten durch eigens aufgestellte Barrieren oder Personen ist gemäß der Verkehrsregeln nicht erlaubt. Höfliches Fragen mag jedoch in manchem Fall Wunder wirken.

4. Irrtum: Der Samstag ist kein Werktag

So gerne Autofahrer diese Regel auch ändern würden, der Samstag gehört im deutschen Straßenverkehr zu den Werktagen. Wer also an einem Schild parkt, dass „nur werktags“ nach einem Parkticket verlangt, sollte dieses auch an Samstagen lösen. Andernfalls droht ein leidiges Knöllchen.

5. Irrtum: Autofahrer müssen festes Schuhwerk tragen

Aus Sicht des Verkehrsrechts spricht nichts dagegen, sich mit High Heels oder Flip Flops ans Steuer zu setzen. Denn auch wenn der Mythos sich hartnäckig hält, steht der Anspruch an festes Schuhwerk in keinem Gesetzestext geschrieben. Abgesehen davon empfiehlt es sich dennoch, nicht mit hohen Absätzen, Gipsbein oder barfuß einzusteigen. Bei einem Unfall könnten Fahrer ohne festes Schuhwerk sonst von der Versicherung zur Kasse gebeten werden.

6. Irrtum: Ist die Ausfahrt zu sehen, darf im Stau der Standstreifen befahren werden

So ganz glauben sicher nicht mal die Fahrer, die den Standstreifen für ein solches Manöver nutzen, an dessen Rechtmäßigkeit. Auch wenn der Stau an den Nerven zerrt und die Ausfahrt über den Standstreifen zum Greifen nah ist, bleibt dieser den Pannenfahrzeugen vorbehalten. Die unbefugte Nutzung wird mit 75 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet.

7. Irrtum: Im Stand ist die Nutzung des Handys gestattet

So häufig, wie uns diese Sitte im Straßenverkehr begegnet, so wenig Pardon kennt das Verkehrsrecht dafür. Die Nutzung des Handys ist laut § 23 Abs. 1a StVO ausnahmslos nur bei ausgeschaltetem Motor erlaubt. Per Bußgeldkatalog winkt bei Zuwiderhandlung eine Strafe von 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

8. Irrtum: Auf Parkplätzen mit dem Schild „Hier gilt die StVO“, gilt die StVO

Tatsächlich ist dieses Schild eher als ein Art Bitte zu sehen, denn eine rechtliche Bedeutung hat es nicht. Der Geltungsbereich der StVO bezieht sich auf den öffentlichen Straßenverkehr und kann nicht auf private Parkplätze ausgedehnt werden. Mit Schrittgeschwindigkeit sowie einer Einhaltung der üblichen Verkehrsregeln des Straßenverkehrs und gesundem Menschenverstand fahren jedoch auch auf privaten Parkplätzen alle sicherer.

Mit Toyota Safety Sense zu mehr Sicherheit

Verkehrsregeln, Bußgeldkatalog und StVO haben in erster Linie den Zweck, den Straßenverkehr zu einem sicheren Ort für alle Teilnehmer zu machen. Auch Toyota hat sich diesem Ziel verschrieben und mit Safety Sense umfassende Maßnahmen dafür entwickelt. Zu dem Toyota Safety Sense-Paket gehören mit Verkehrsschilderkennung (RSA), Pre-Collision System (PCS), Fernlichtassistent (AHB) und Spurhalteassistent (LDA) vier aktive Sicherheitstechnologien. Diese zielen ganzheitlich darauf ab, Verkehrsunfälle möglichst zu verhindern. Zusätzlich entlasten sie den Fahrer und tragen maßgeblich zu einer sicheren Fahrumgebung bei.

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