Zu wenig Lkw-Parkplätze –

Auf Autobahnraststätten wird es auch für Pkw eng.

Nachts wird es eng auf deutschen Autobahnraststätten. Zu wenig Rastplätze für Lkw bereiten in der Ferienzeit aber auch Autofahrern Probleme. Wir erklären, was es mit der Parkplatznot auf sich hat.

Vor allem an den Wochenenden zeigt sich auf den Raststätten an Deutschlands Autobahnen ein einheitliches Bild: Lkw drängen sich dicht an dicht auf den Parkplätzen, um die Ruhezeiten einzuhalten. Noch angespannter wird es in der Sommerzeit, wenn Autofahrer mit ihrem Pkw unterwegs in den Urlaub sind und ebenfalls Raststätten für ihre Pausen nutzen.

Wohnwagen-Gespanne und Wohnmobile sorgen dann dafür, dass es eng auf den Stellplätzen wird. Finden Trucker keinen Parkplatz für die Ruhezeiten oder weichen auf die für Pkw vorgesehenen Flächen aus, birgt das ein hohes Gefahrenpotential. Was dagegen unternommen werden kann und worauf du als Autofahrer achten solltest, erklären wir dir hier.

Zu wenig Lkw-Rastplätze – woran liegt es?

11.000 fehlende Lkw-Rastplätze beziffert das Bundesverkehrsministerium, von gar 30.000 gehen andere Experten aus. Auch wenn die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt, wird deutlich: Es existieren zu wenig Stellplätze, um dem Aufkommen gerecht zu werden. Zwar wurden laut Angaben des Bundes in den vergangen zehn Jahren rund 950 Millionen Euro in die Verkehrsflächen von Rastanlagen investiert. Doch reicht das bei Weitem nicht aus, um mit dem gesteigerten Verkehrsaufkommen mitzuhalten.

In NRW sind es etwa laut Prognose bis 2025 circa 4.000 fehlende Parkplätze – und nach Schätzungen des Bundesverkehrsministeriums soll der Lkw-Güterverkehr bis 2030 um 39 Prozent ansteigen. Eine Entspannung der Lage ist also nicht in Sicht.

Was bedeutet der Engpass auf Autobahnraststätten für Autofahrer?

Für Lkw-Fahrer sind gesetzliche Ruhezeiten festgelegt, in denen sie nicht fahren dürfen und den Truck auf einem dafür vorgesehenen Stellplatz abstellen müssen. Finden sie keinen entsprechenden Platz und fahren weiter, kann das eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer darstellen. Die Konzentration des Fahrers sinkt durch die Übermüdung und das Unfallrisiko steigt damit erheblich. Um die Ruhezeiten trotz voller Raststätten einhalten zu können, weichen viele Lkw auf Standstreifen oder Zufahrten aus. Dadurch entstehen gefährliche Situationen für Autofahrer, die in den vergangenen Jahren sogar zu tödlichen Unfällen führten.

Du solltest daher höchste Vorsicht walten lassen, wenn du während deiner Fahrt in den Urlaub eine Autobahnraststätte anfährst.

Technische Hilfsmittel sollen Abhilfe schaffen

Weniger gefährlich, aber für Pkw-Fahrer ärgerlich, sind Trucker, die aus Mangel an Lkw-Stellplätzen auf die Pkw-Flächen ausweichen. Das führt zwangsläufig zu weiteren Engpässen, sodass andere Lösungen geschaffen werden müssen, die sowohl Lkw- als auch Autofahrer entlasten.

Ein Ansatz sind elektronische Parkleitsysteme, die Lkws nach Abfahrtzeit und Länge so eng aufstellen, dass mehr Fahrzeuge auf den Stellplatz passen. Eine andere Variante sind Apps, über die sich Fahrer freie Parkplätze anzeigen lassen können, die zuvor von Sensoren auf den Autobahnraststätten erfasst wurden. Vorschläge des ADAC sind die temporäre Freigabe von nicht genutzten Pkw-Parkplätzen sowie das Ausweichen auf abgelegene Autohöfe. Bisher hat sich allerdings keiner dieser Ansätze etabliert – eine langfristige Lösung des Problems liegt in weiter Ferne.

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