Maut und Vignetten

– so viel müssen Autofahrer in Europa bezahlen

Besonders im Sommer zieht es viele deutsche Urlauber mit dem Auto in benachbarte europäische Länder. Wir zeigen Dir, auf welche Mautgebühren Du Dich in den beliebtesten Ländern einstellen musst.

Ob Toskana, Südfrankreich oder Kroatien – an attraktiven Reisezielen ringsum mangelt es uns in Deutschland nicht. Autoreisen ins Ausland gehen allerdings oftmals mit einem Aufpreis einher, entweder in Form von Mautgebühren oder Vignetten. Was kostet Autofahren in den beliebtesten Reiseländern?

1. So wird im Ausland abgerechnet

So vielfältig unsere europäischen Nachbarn in kultureller und landschaftlicher Hinsicht sind, so unterschiedlich gestalten sich auch die Gebühren für die Straßennutzung. Einige Länder erheben etwa streckenbezogene Mautgebühren, die entweder per elektronischem Bezahlsystem oder an Ein- und Ausfahrten bezahlt werden. Andere Staaten wiederum verlangen vorab den Erwerb einer Vignette, die zum Befahren der Autobahnen für einen bestimmten Zeitraum berechtigt. Darüber hinaus können auch Sondermauten für bestimmte Straßenabschnitte, Brücken und Tunnel anfallen.

Solltest du in ein Land mit Vignettenpflicht fahren wollen, kannst du eine Vignette üblicherweise an Grenzübergangen, Tankstellen oder Postämtern kaufen. Einige Länder wie Österreich oder Ungarn bieten auch digitale Vignetten an, die über eine Online-Registrierung des Kennzeichens funktionieren.

Wir zeigen dir, wie sich die Gebühren im Jahr 2018 je nach Land in Europa gestalten – für PKW bis zu 3,5 Tonnen.

2. Maut und Vignetten der beliebtesten Urlaubsländer von A bis Z

Maut in Frankreich
Das Befahren vieler Autobahnen und Schnellstraßen ist bei unseren französischen Nachbarn mautpflichtig. Im Durchschnitt bezahlst du für einen Kilometer ca. 9 Cent. Von Straßburg nach Paris sind es damit etwa knapp 39 Euro. Gebührenfrei sind dagegen die Stadtumgehungen von Paris, Bordeaux, Lyon und Marseille. Von einer Maut in Frankreich befreit sind auch einige Straßen in Elsass/Lothringen sowie Strecken in der Auvergne und der Bretagne.

Maut in Kroatien
In Kroatien erwarten dich auf allen Autobahnen Mautgebühren in Höhe von etwa 8 Euro pro 100 Kilometer. Zudem werden Gebühren für die Brücke Krk (etwa 4,70 Euro), den Ucka-Tunnel (etwa 3,90 Euro) und das Mirna Viadukt (etwa 2 Euro) fällig. Kartenzahlung ist ebenso möglich wie Barzahlungen in kroatischen Kuna oder in Euro. Allerdings erhältst du dann das Wechselgeld in Kuna.

Maut in Italien
In Italien wird der sogenannte „pedaggio“ für die meisten Autobahnen erhoben. Zudem können Sondermauten für Brücken, Tunnel oder ähnliches anfallen. In der Regel musst du pro Kilometer mit ungefähr 7 Cent rechnen. Bezahlt wird die Maut in Italien entweder in Bar oder per Kreditkarte. Alternativ bietet sich die Gutenhabenkarte Viacard an, die du an vielen Tankstellen und Raststätten erwerben kannst.

Maut in Norwegen
Norwegen erhebt Mautgebühren maßgeblich, um neue Bauprojekte zu refinanzieren. Dadurch finden sich Stationen häufig an neuen Autobahnen, Landstraßen, Brücken oder Tunneln. Große Städte erheben zudem eine City-Maut. Die Kosten liegen je nach Streckenabschnitt zwischen 5 und 15 Euro. Achtung: Die Gebühren werden teilweise – wie etwa in Oslo – auch nach Umwelt-Faktoren berechnet. Umweltfreundliche Fahrzeuge werden demnach also begünstigt.

Vignette in Österreich
Die Preise für die im Jahr 2018 kirschrote Vignette in Österreich, die hier auch „Pickerl“ genannt wird, gestalten sich wie folgt:

  •          10 Tage: 9 Euro
  •          2 Monate: 26,20 Euro
  •         1 Jahr: 87,30 Euro

Seit Ende 2017 gibt es die Vignette in Österreich auch in digitaler Form.

Maut in Polen
In Polen wirst du lediglich auf den Hauptverkehrsadern zur Kasse gebeten, und zwar: A1: von Danzig zur tschechischen Grenze, A2: von Frankfurt/Oder über Warschau bis nach Weißrußland, A4: von Ludwigsdorf über Breslau in die Ukraine Die Höhe der Maut hängt von der Betreibergesellschaft ab und unterscheidet sich je nach Streckenabschnitt. Die Strecke Berlin-Warschau schlägt beispielsweise mit umgerechnet etwa 19 Euro zu Buche.

Maut in Portugal
Für die Nutzung der meisten Autobahnen musst du in Portugal Maut bezahlen. Allerdings variieren wegen unterschiedlicher Betreiber die Kosten und Bezahlsysteme je nach Strecke. Entweder musst du direkt beim Abfahren bezahlen oder aber die Maut wird elektronisch erfasst. Entsprechende Abschnitte sind mit blauen Schildern und dem Schriftzug „Electronic toll only“ gekennzeichnet. Achtung: Hierfür musst du entweder die elektronische Via-Verde-Box installieren oder dein Fahrzeug für die Bezahlsysteme Easy Toll, Toll Service oder Toll Card registrieren.

Vignette in der Schweiz
In der Schweiz können Autofahrer lediglich Jahresvignetten erwerben. Diese sind für 14 Monate gültig und kosten 40 Franken. Die aktuelle Vignette in der Schweiz gilt vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. Januar 2019. Allerdings können für bestimmte Straßenabschnitte zusätzliche Gebühren erhoben werden, etwa für den Tunnel am St. Bernhard, den Tunnel Munt La Schera oder den Furka Tunnel. Außerdem: Dort, wo Autos für Bergpassagen auf Züge geladen werden müssen, gilt die gebührenpflichtige „Autoverlad“.

Maut in Spanien
Für viele Autobahnen in Spanien fallen Mautgebühren an, zudem auf der AG-55 in Galicien, der C-16 zwischen Barcelona und Berga sowie auf der C-32, die Barcelona und Tarragona verbindet. Gleiches gilt für die Umfahrungen um Madrid. Ausnahmen bilden dagegen die Stadtautobahnen bei Barcelona und Valencia. Als Faustregel für die Kosten gilt: 10 Euro pro 100 Kilometer. Abhängig von der Tageszeit gibt es allerdings teilweise unterschiedliche Tarife.

Vignette in Tschechien
Anstelle einer Maut schreibt Tschechien eine Vignettenpflicht für Autobahnen und Schnellstraßen vor. Die Kosten für Vignetten in Tschechien gestalten sich umgerechnet wie folgt:

  • 10 Tage: ca. 12 Euro 
  • 1 Monat: ca. 17 Euro 
  • 1 Jahr: ca. 85 Euro

Vignette in Ungarn
Auch in Ungarn besteht eine Vignettenpflicht. Anders als in Österreich gibt es diese jedoch ausschließlich in elektronischer Ausführung. Du kannst dein Kennzeichen also vorab bequem online registrieren. Die E-Vignette kostet dann:

  • 7 Tage: etwa 9 Euro 
  • 1 Monat: 15 Euro 
  • 1 Jahr: etwa 130 Euro
Fazit

Informiere dich am besten vorab auf den offiziellen Länderseiten über die individuellen Preise und Eigenarten der Bezahlsysteme. Erkundige dich außerdem, ob sich anstelle gebührenpflichtiger Straßen für deine geplante Reise eventuell auch kostenfreie Nebenstraßen anbieten. Wenn du ausreichend Zeit einplanst, kannst du auf diese Weise günstiger verreisen und nebenbei noch die Landschaft genießen!

Bevor die Fahrt ins Urlaubsdomizil allerdings beginnt, bietet dir Toyota attraktive Sommerangebote, die dich entspannt und sicher ans Ziel bringen – Gebührenpflicht hin oder her!

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