Wie lange gilt ein Tempolimit?

Das solltest du wissen.

Es halten sich hartnäckige Gerüchte rund um das Thema Tempolimit auf Deutschlands Straßen. Hier erfährst du alles, was du zur Geschwindigkeitsbegrenzung wissen musst.

Beim Thema Tempolimit kommt es immer wieder zu Unklarheiten und Streitigkeiten vor Gericht: Wann genau endet eine Geschwindigkeitsbegrenzung, wie wird das gekennzeichnet und was gibt es sonst noch zu beachten? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Frage.

Wie kann ein Tempolimit aufgehoben werden?

Teilweise macht es der Schilderwald am Straßenrand schwierig, den Überblick zu behalten. Im Normalfall gilt ein Tempolimit in Deutschland immer so lange, bis es wieder aufgehoben wird. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die wohl einfachste Kennzeichnung zur Aufhebung erfolgt durch die Verkehrszeichen 278 und 282. Dabei handelt es sich um weiße runde Schilder mit schwarzen Querstreifen. Während das Zeichen 282 das Ende jeglicher Verbote markiert, unterscheidet sich die Nummer 278 dahingehend, dass die in der Mitte stehenden Ziffern jene Beschränkung angeben, die mit dem Zeichen aufgehoben wird.

So ist es in der StVO geregelt

Es gibt aber auch Situationen, in denen kein explizites Schild aufgestellt ist, um auf das Ende des Tempolimits hinzuweisen. Dazu wurde in der StVO folgendes festgehalten:

„Das Ende einer streckenbezogenen Geschwindigkeitsbeschränkung oder eines Überholverbots ist nicht gekennzeichnet, wenn das Verbot nur für eine kurze Strecke gilt und auf einem Zusatzzeichen die Länge des Verbots angegeben ist. Es ist auch nicht gekennzeichnet, wenn das Verbotszeichen zusammen mit einem Gefahrzeichen angebracht ist und sich aus der Örtlichkeit zweifelsfrei ergibt, von wo an die angezeigte Gefahr nicht mehr besteht.“

Noch einmal ausführlicher bedeutet das:

  •  Es gibt Streckenverbotszeichen zum Tempolimit, die eine Meter- oder Kilometerzahl mit angeben. Nach dieser Strecke endet die Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch und wird nicht noch einmal explizit beschildert. 
  •  Ist ein Gefahrenzeichen in Kombination mit einem Tempolimit angebracht, endet die Begrenzung der Geschwindigkeit nach der Gefahrenzone. Dabei kann es sich beispielsweise um eine scharfe Kurve oder eine Baustelle handeln. Danach gilt   das Tempolimit, das zuletzt vor der Gefahrenzone angegeben war. 
  • Zusatz: Auch Ortseingangs- oder Ausgangsschilder gelten logischerweise als Zeichen für den Anfang beziehungsweise das Ende einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Innerorts liegt das allgemeine Tempolimit bei 50 km/h, außerorts ist für normale PKWs die doppelte Geschwindigkeit erlaubt. Auf deutschen Autobahnen gibt es kein generelles Tempolimit.
Achtung Radarfalle

Nicht richtig ist dagegen die Annahme vieler Autofahrer, dass sich nach einer Kreuzung, Einmündung oder Autobahnauffahrt die Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch aufhebt. Zwar müsste das geltende Verkehrszeichen nach solchen Stellen wiederholt werden, dies ist in der Praxis aber nicht immer der Fall. Wer hier trotzdem aufs Gas steigt und in eine Radarfalle gerät, muss mit einer Strafe rechnen.

Knifflig wird es, wenn der Fahrer erst nach der Beschilderung auf die Straße auffährt und das Tempolimit somit nicht wahrnehmen kann. Dann gilt in bestimmten Fällen ein Verbotsirrtum. Es kann bei erhöhten Geschwindigkeiten jedoch auch in solchen Situationen ein Bußgeld drohen. Vor allem bei ortsansässigen Fahrern wird angenommen, dass sie mit den geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen vertraut sind.

Mehr erfahren

Verwendung von Cookies

Auf der Toyota Deutschland Website verwenden wir Cookies für erweiterte Funktionen und einen besseren Service. Weitere Informationen zu Cookies findest du in unserer Datenschutzerklärung. Unter Cookie-Einstellungen kannst du Änderungen der Cookie-Voreinstellungen vornehmen.

OK