Sekundenschlaf:

Sekundenschlaf: Die tödliche Gefahr wird oft unterschätzt

Lebensgefährliches Nickerchen: Autofahrer unterschätzen häufig die Gefahren des Sekundenschlafs. Wir geben dir Tipps für eine entspannte und sichere Fahrt.

Über 1900 Verkehrsunfälle mit Personenschaden wurden im letzten Jahr durch Übermüdung verursacht. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) warnt jetzt noch einmal eindringlich vor den Gefahren des Sekundenschlafs und empfiehlt die Mitnahme weiterer Fahrer auf langen Strecken. Wir haben für dich die wichtigsten Infos zum Thema Sekundenschlaf und geben dir wertvolle Tipps, mit denen du entspannter und vor allem sicherer unterwegs bist.

Viele Autofahrer fahren trotz Müdigkeit weiter

Einige Dinge können wir sprichwörtlich im Schlaf, Autofahren gehört allerdings nicht dazu. Trotzdem fahren laut einer Kantar-EMNID-Befragung im Auftrag des DVR viele Autofahrer selbst dann weiter, wenn sie bereits deutliche Anzeichen von Müdigkeit verspüren. 41 Prozent der Befragten gaben häufiges Gähnen an, 40 Prozent bemerken bei der Fahrt brennende Augen und häufiges Blinzeln.

Eindeutige Signale, die leider häufig ignoriert werden: 45 Prozenten der Befragten sind der Meinung, dass sie die Müdigkeit durch ihre Fahrerfahrung ausgleichen können, 17 Prozent fahren laut eigener Aussage trotz Schläfrigkeit weiter. Ein Trugschluss, der tödlich enden kann. Der DVR warnt deshalb eindringlich vor den Gefahren des Sekundenschlafs und den folgenden Müdigkeitsanzeichen:

  •     Häufiges Gähnen 
  •     Brennende Augen 
  •     Vermehrtes Blinzeln 
  •     Schwere Augenlider 
  •     Tunnelblick 
  •     Probleme beim Halten der Spur 
  •     Dichtes Auffahren 
  •     Mangelnde Erinnerung an die zurückgelegten Kilometer

Sekundenschlaf kündigt sich vorher immer durch Anzeichen der Schläfrigkeit an. Werden diese Signale bei der Fahrt bemerkt, muss unbedingt gehandelt werden.

Sicher unterwegs – Tipps gegen Sekundenschlaf

Nach einer Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin beeinträchtigen schon 17 Stunden ohne Schlaf das Reaktionsvermögen wie 0,5 Promille Alkohol im Blut. Nach 22 Stunden fahren wir wie unter dem Einfluss von 1,0 Promille. So würden wir uns nicht mehr ans Steuer setzten, dasselbe Sicherheitsempfinden sollte auch bei Müdigkeit gelten. Mit diesen Tipps bist du sicher unterwegs:

Mitfahrer bei langen Fahrten

Der DVR empfiehlt Mitfahrern, sich aktiv für einen Fahrerwechsel anzubieten und auf Erholungspausen zu bestehen. Auch Unterhaltungen halten den Geist wach – sollten aber bei Müdigkeit nur eine kurzfristige Alternative zur Pause sein.

Powernapping

Gegen Müdigkeit hilft vor allem eins: Schlaf. Wer die Warnsignale bemerkt, macht sich durch Kurzschlaf wieder fit für die Weiterfahrt. Aber: Wecker stellen! Das Nickerchen sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Wird erst die REM-Schlafphase erreicht, sind wir noch müder als vorher.

Bewegung

Aussteigen, Strecken und Hüpfen: Bewegung an der frischen Luft macht wach. Mit ein paar Joggingrunden ums Auto oder Dehnübungen kommt der Kreislauf wieder in Schwung.

Pausen

Lange Autofahrten beeinträchtigen die Konzentration. Insbesondere nächtliche Fahrten auf monotonen Strecken können regelrecht einschläfernd wirken. Der ADAC empfiehlt, alle 4,5 Stunden mindestens 30 Minuten Pause zu machen.

Planen

So abgedroschen es klingt: Vorsicht ist tatsächlich besser als Nachsicht. Wer eine lange Fahrt vor sich hat, sollte genügend Zeit einplanen und Pausen einkalkulieren. So wird schon vorher vermieden, dass aus Zeitgründen die eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt wird.

Falscher Freund: Energiedrinks

Hände weg von Drinks mit erhöhtem Koffeingehalt und viel Zucker. Auch wenn sie kurzfristig leistungssteigernd wirken, rächt sich der ermüdete Körper mit einem heftigen Tief und Sekundenschlaf.

Krankhaft müde – wann Sekundenschlaf ernsthafte Ursachen hat

Manchmal hat Sekundenschlaf Ursachen, die nicht allein durch lange Fahrten zu erklären sind. Kommt es häufiger zu Tagesmüdigkeit oder sogar plötzlichem Einnicken, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Krankheiten, wie Schlafapnoe oder andere organische Ursachen, können zu mangelnder Erholung und Dauermüdigkeit führen.

Besorgniserregend ist für Experten außerdem die Einnahme von Medikamenten. Experten gehen davon aus, dass etwa 15 bis 20 Prozent aller Medikamente die Fahrtauglichkeit maßgeblich beeinflussen. Neben recht offensichtlichen Arzneien, wie Schlafmitteln oder Psychopharmaka, sind besonders Medikamente gefährlich, die eher unverdächtig erscheinen, wie beispielsweise Antihistaminika gegen Allergien.

Straftat Sekundenschlaf?

Bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h werden 160 Meter in fünf Sekunden zurückgelegt. Fallen die Augen in einem Moment der übermächtigen Müdigkeit zu, kann das fatale Folgen haben. Bei Unfällen, die nachweislich in Folge von Sekundenschlaf durch Übermüdung verursacht wurden, droht nicht nur der Entzug der Fahrerlaubnis, sondern auch eine hohe Geld- oder sogar Gefängnisstrafe.

Toyota unterstützt dich und deine wachsamen Augen zusätzlich mit umfassenden Sicherheitstechnologien. Safety Sense ist voll und ganz auf die Prävention von Verkehrsunfällen ausgerichtet.

Mehr erfahren

Verwendung von Cookies

Auf der Toyota Deutschland Website verwenden wir Cookies für erweiterte Funktionen und einen besseren Service. Weitere Informationen zu Cookies findest du in unserer Datenschutzerklärung. Unter Cookie-Einstellungen kannst du Änderungen der Cookie-Voreinstellungen vornehmen.

OK