Trotz Benzinpreis-Höhenflug:

Steuererhöhung im Gespräch

Die Benzinpreise erreichen derzeit den Jahresrekord. Das Bundesumweltministerium plädiert dennoch für eine Steuererhöhung auf Benzin- und Dieselpreise.

Ein Blick auf die Zahlen an den Zapfsäulen sorgt auch diesen Herbst für Frustration. Die Benzinpreise kletterten zuletzt auf ihr vorläufiges Jahreshoch. Die Gründe für den stetigen Anstieg sind keineswegs neu: Unsicherheiten am Rohölmarkt sorgen weiter für starke Schwankungen beim Spritpreis. Staatssekretär Jochen Flasbarth fordert im Interview mit dem ARD-Mittagsmagazin derweil eine Nachjustierung bei der Besteuerung von Energie.

Herbst bringt hohe Benzinpreise

Während die Temperaturen fallen, hat der Herbst auf die Benzinpreise einen gegenteiligen Effekt: Die Zahlen an den Zapfsäulen erreichen ein vorläufiges Jahreshoch. Der monatlichen Marktauswertung des ADAC zufolge kam der Liter E10 zuletzt auf rund 1,5 Euro und war damit rund 3,2 Cent teurer als noch im August.

Der Dieselpreis stieg im Vergleich zum August um 4,1 Cent auf durchschnittlich 1,337 Euro. Erst Mitte September hatte das Tagesmittel für den Liter E10 mit 1,512 Euro den höchsten Preis seit Oktober 2014 erreicht – damals lag der Rekord bei 1,519 Euro pro Liter. Der Dieselpreis erreichte seinen Höchststand mit 1,350 Euro Ende September. Auch hier lag der Tagesdurchschnittspreis zuletzt 2014 so hoch: Am 5. Oktober mussten Autofahrer den Liter für 1,357 Euro erstehen.

Der ADAC-Bundesländer-Vergleich zeigte derweil, dass die regionalen Preisunterschiede stetig höher ausfallen. Ein Liter Diesel ist mit 1,375 Euro im Saarland am teuersten. Im günstigsten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zahlen Dieselfahrer mit 1,27 Euro mehr als zehn Cent weniger. Auch beim Benzinpreis zeigt sich das Saarland mit 1,527 Euro am teuersten, am preisgünstigsten fallen die Kosten pro Liter mit 1,432 Euro in Berlin aus.

Gründe für die steigenden Spritpreise

Grund für die hohen Spritkosten sind die anhaltenden Unsicherheiten am Rohölmarkt. Die Rohölpreise klettern seit rund anderthalb Jahren stetig in die Höhe, was unter anderem auf den Rückgang der Fördermenge durch die Opec zurückzuführen ist. Zusätzlich erschwert wird die Situation durch Venezuelas Wirtschaftskrise, die zu teils enormen Produktionsausfällen führt.

In dem südamerikanischen Staat, mit einem der global größten Ölverkommen, sank die Fördermenge Anfang des Jahres von täglich 3,5 Millionen auf 1,5 Millionen Barrel. Nicht zuletzt spitzt sich die Lage auf dem Rohölmarkt durch den Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zu. US-Präsident Trump hatte angekündigt, Staaten, die Öl aus dem Iran kaufen, zu strafen und damit einen weiteren Faktor in der Sorge um Verknappung geschaffen.

Bundesumweltministerium will „nachjustieren“

Dass zudem die Steuer auf Diesel und Benzin vor dem Anstieg steht, legt der Besuch Jochen Flasbarths beim ARD-Mittagsmagazin nahe. Derzeit beläuft sich die Mineralölsteuer pro Liter Benzin auf 65,45 Cent, bei Diesel auf 47,04 Cent. Der Staatssekretär hatte im Interview am Montag betont, dass bei der Besteuerung von Energie nachjustiert werden müsse: „Es kann doch nicht sein, dass wir den Strom, der immer erneuerbarer wird, höher besteuern, während wir die Energieträger Heizöl und Sprit relativ niedrig besteuern.“

Seiner Meinung mangle es bislang an Anreizen, beispielsweise bei Bussen, von Diesel auf alternative Antriebe umzusteigen. Die Abwendung von fossiler Energie müsse „schneller kommen, als wir das bisher gedacht haben, als das mancher wahrhaben wollte“. Ihm zufolge hinke die Politik in ihren Entscheidungsprozessen hinterher – nicht zuletzt da Veränderungen in vielen Regionen schwerfallen würden.

Mit den Toyota-Hybrid-Modellen können Fahrer jetzt schon die Umwelt und den Geldbeutel schonen, selbst bei Rekord-Spritpreisen.

Mehr erfahren

Verwendung von Cookies

Auf der Toyota Deutschland Website verwenden wir Cookies für erweiterte Funktionen und einen besseren Service. Weitere Informationen zu Cookies findest du in unserer Datenschutzerklärung. Unter Cookie-Einstellungen kannst du Änderungen der Cookie-Voreinstellungen vornehmen.

OK