Supercars in Le Mans und im Straßenverkehr unterwegs

Die 24 Stunden von Le Mans, eines der legendärsten Motorsport-Events, werden 2020 um eine neue Fahrzeugklasse reicher. Auf der Rennstrecke dürfen dann auch Supercars fahren. Wir geben einen Vorgeschmack auf die Pläne und erläutern, warum Toyota bereits daran arbeitet, Supercars auf die Straße zu bringen.

Supercars: Von der Rennstrecke in den Straßenverkehr

Dank eines neuen Reglements für die 24 Stunden von Le Mans treten beim berühmten Langstrecken-Rennen nicht mehr nur Prototypen an, sondern in Zukunft echte Sportwagen. Das Wissen aus der Entwicklung dieser Boliden fließt später mit in die Konstruktion von Fahrzeugen ein, die für den Straßenverkehr in Serie produziert werden sollen.

Toyota gibt mit dem GAZOO GR Super Sport Concept einen Ausblick auf die kommende Generation von Sportwagen. Und die hat es in sich. Wir werfen einen Blick auf die neuen Supersportwagen und klären auf, was der Unterschied zu den sogenannten Hypercars ist.

Was sind Supercars?

Bei der Definition gehen die Meinungen auseinander. Konsens besteht darin, dass es sich in den meisten Fällen um hochwertige Rennautos handelt, die sehr beträchtliche Geschwindigkeiten handelt. Die Sportwagen haben den Ruf von Fahrzeugen der Spitzenklasse und werden daher auch als Supercars bezeichnet.

Der Name stammt aus den USA und kam in den 1960er Jahren auf. Er wurde damals für Autos verwendet, die heute als Muscle-Car bekannt sind. Sie verfügen über moderne Automobiltechnik und sind nur in einer kleinen Menge produziert worden. Der Innenraum ist jedoch meist nicht sehr detailreich ausgestattet und eher einfach gehalten. Böse Zungen behaupten, dass diese Fahrzeuge spartanisch ausgebaute Rennwagen sind. Allerdings existieren von vielen Modellen auch Varianten mit einer luxuriösen Innenausstattung.

Neben den Supersportwagen folgen Autoliebhaber auch den sogenannten Hypercars. Doch wie grenzen diese sich von den anderen Rennwagen im Detail ab? Hypercars sind Hochleistungssportwagen. Sie stellen im Grunde eine Erweiterung der Supercars dar. Hypercars haben noch leistungsstärkere Antriebe und sind enorm teuer. Was Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Preis, Rarität, Aussehen und Klang angeht, legen sie die Messlatte weit oben an. Daher übertreffen sie jederzeit die Supercars in allen Details.

Rasante Geschwindigkeiten mit Hybridantrieben

Schnell sind nicht nur die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Die Ära des Hybridantriebes geht um die ganze Welt und wirkt sich auch auf die Super- und Hyper-Rennwagen aus. Viele Hersteller verwenden für ihre neuen Modelle mittlerweile einen Hybridantrieb. Er kombiniert den klassischen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor. Deshalb ist es sogar möglich, dass die Rennautos auf kurzen Distanzen völlig elektrisch fahren und trotzdem hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Ab 2020 wird die neue Fahrzeugklasse der Supercars auch im regulären Straßenverkehr zu sehen sein. Fahrern und Motorsport-Fans dürfte bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Le Mans-Racer können aufgrund eines neuen Reglements von der Rennstrecke auf die Straße wechseln. 2018 wurde vor dem legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans durch die FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) und den ACO (Automobile Club de l’Ouest) angekündigt, dass die aktuelle Klasse der LMP1-Rennwagen in der Saison 2020/21 durch die Klasse der Super-Rennwagen abgelöst wird.

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Auf der Rennpiste drehen dann statt der Prototypen etwa 1.000 PS starke Hybrid-Rennfahrzeuge ihre Runden. Sie sind jeweils optisch stark an die Top-Modelle der jeweiligen Hersteller angelehnt. Beim Antrieb ändert sich jedoch nichts. Auch die neuen Sportwagen sind mit einem Hybridsystem mit KERS (engl. Kinetic Energy Recovery System = System zur Rückgewinnung von kinetischer Energie) und einem Allradantrieb ausgestattet. Mit den prognostizierten Le-Mans-Rundenzeiten von 3:20 Minuten reichen die Autos an die Geschwindigkeiten der aktuellen Prototypen heran.

Die Supercars von Toyota

Toyota zählt zu den Wegbereitern und Schöpfern der neuen Rennwagen-Kategorie. Mit dem GAZOO GR Super Sport Concept wurde ein für Straßen tauglicher Zwilling des siegreichen Toyota-Rennautos TS50 Hybrid vorgestellt. Der Sportwagen weist im Detail technisch gegenüber seinem Pendant von der Rennstrecke kaum Unterschiede auf. Im Carbon-Chassis befindet sich ein doppelt aufgeladener 2,4-Liter V6-Motor, der mit einer Hybrid-Antriebseinheit kombiniert ist.

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Bis zu 735 kW und 1.000 PS bringt der Allrad-Flitzer auf den Asphalt. Optisch ist das Concept Car an den TR050 angelehnt, bietet allerdings zwei Fahrern einen Platz. In kleiner Stückzahl wird es den GAZOO GR Super Sport auch in der Straßenversion geben.

Toyota nutzt den Rennsport für die Entwicklung von Serienfahrzeugen. "Sportwagen aus Rennwagen" lautet die Maxime von Shigeki Tomoyama, Präsident der Toyota GAZOO Racing Company. Er bringt damit die Ausrichtung der Rennsportaktivitäten von Toyota auf den Punkt. Ziel ist es, die gewonnenen Erfahrungen und das Know-how von den Rennkursen und Rallye-Pisten in die Entwicklung von normalen Straßenfahrzeugen einfließen zu lassen. Die Teilnahmen an den Langstrecken-Weltmeisterschaften helfen etwa dabei, die Technologien zum Sprit sparen voranzutreiben und zu optimieren. Das gilt auch für die Verbesserung der genutzten Hybridantriebe aller verfügbaren Toyota-Modelle.

Der rassige Le Mans-Renner GR Super Sport Concept ist ein Beispiel dafür, wie dieser Brückenschlag von Motorsport und Fahrzeugentwicklung im Ergebnis aussehen kann. Hier erfährst du mehr über das Modell und den Toyota Motorsport.

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