Spritpreise aktuell:

Starker Anstieg an der Zapfsäule

Die Spritpreise stiegen zuletzt um bis zu zehn Cent. Für den Ärger an den Zapfsäulen sorgen unter anderem die die Situation in den USA und Ausfälle in Venezuela.

In den letzten Monaten wurde die Geduld deutscher Autofahrer gehörig auf die Probe gestellt: Die Preise für Diesel und Benzin stiegen seit April teilweise um bis zu zehn Cent pro Liter. So groß wie der Ärger an den Zapfsäulen ist auch die Bandbreite der Gründe für den Preisanstieg. Neben dem gestiegenen Ölpreis begünstigten schwankende Wechselkurse, die US-Politik und ein Produktionsausfall in Venezuela das Spritpreis-Hoch.

Spritpreise aktuell auf Dreijahreshoch

Im Bundesschnitt stieg der Preis für einen Liter Diesel kürzlich auf 1,29 Euro und auch der Liter Super E10 erreichte mit 1,46 Euro einen Rekordstand. Die Preise kletterten seit April um bis zu zehn Cent und erreichten damit ein Dreijahreshoch. Laut eines ADAC-Sprechers sind die Gründe für den Höhenflug vielfältig: „Dazu gehören unter anderem der gestiegene Ölpreis, schwankende Wechselkurse und eine Verknappung am Markt.“.

Dass der Ölmarkt einen immensen Einfluss auf die Preise an den Zapfsäulen hat ist zwar keine Neuheit, doch sind der Ölmarkt und damit auch die Spritpreise aktuell besonders großen Unsicherheiten ausgesetzt. Besonders deutlich wird dies mit Blick auf den Preis für ein Fass Brent. Während die Kosten vor einem Jahr noch bei unter 50 US-Dollar lagen, sind sie zuletzt auf fast 72 US-Dollar gestiegen.

Gründe des Anstiegs

Diese Entwicklung sei laut Klaus-Jürgen Gern, dem Rohstoffexperten des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, keineswegs neu. Die Rohölpreise klettern ihm zufolge seit rund anderthalb Jahren in die Höhe. Gründe seien die Einschränkung der Produktion seitens Russland und der Organisation erdölexportierender Länder, kurz OPEC. Hinzu kommen die Unsicherheiten, die sich aus drohenden Versorgungsengpässe ergeben – derzeit im Zuge des Iran-Konflikts und eines Produktionsausfalls in Venezuela.

Im Iran steht es, anders als in Venezuela, vergleichsweise gut um die Öl-Förderung. US-Präsident Trump hatte jedoch angekündigt, die iranische Ölindustrie mit Sanktionen zu bedenken. Seine Drohung, Staaten, die Öl aus dem Iran kaufen zu strafen, verstärken die Sorge um Verknappung. In Venezuela forderten Korruption und Misswirtschaft unterdessen ihren Tribut. In dem südamerikanischen Staat, der zu den Ländern mit den global größten Ölverkommen zählt, brach die Produktion kürzlich ein: Anfang des Jahres sank die Fördermenge von täglich 3,5 Millionen auf 1.5 Millionen Barrel.

Auswirkungen und Tipps für deutsche Fahrer

Die Europäischen Union bezieht nur geringe Mengen Öl aus dem Iran und Deutschland verzichtet vollständig darauf. Die Auswirkungen der US-Sanktionen könnten deutsche Autofahrer dennoch zu spüren bekommen: Sie drohen den Ölpreis auf dem Weltmarkt in die Höhe zu treiben. Fallen die Rohölimporte aus dem Iran in größerem Umfang aus, kann es zu einer Unterversorgung kommen, die sich gravierend auf die Preise auswirkt. Laut ADAC ist es jedoch nahezu unmöglich eine ansatzweise sicherer Prognose über die zeitnahe Preisentwicklung zu treffen.

Verbraucher, die möglichst günstig tanken wollen, greifen angesichts des steigenden Spritpreises aktuell am besten zu Tank-Apps. Dieses zeigen die Benzinpreise aktuell an und so können Fahrer mit entsprechender Such- und Filterfunktion die ideale Tankstelle in der Umgebung oder auf ihrer Strecke finden. Viele Tank-Apps bieten Zusatzfunktionen, wie einen Preisalarm, der mobil über das nächste Sprit-Schnäppchen informiert. Auch die Öffnungszeiten der Tankstellen werden häufig miterfasst. Beliebte Tank-Apps sind beispielsweise ADAC Spritpreise, mehr-tanken, clever-tanken und die Tanken-App.

Mit einem Toyota Hybridfahrzeug können Fahrer die Umwelt und den Geldbeutel schonen – auch bei hohen Spritpreisen.

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