130 auf der Autobahn:

Knappe Mehrheit für Tempolimit

Halb und halb: Dem Deutschlandtrend des ARD-Morgenmagazins zufolge ist die knappe Mehrheit der Deutschen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen.

Dem Deutschlandtrend des ARD-Morgenmagazins zufolge ist die knappe Mehrheit der Deutschen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen.

Die Diskussion um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen scheint noch lange nicht vorbei. Nach dem aktuellen Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin befürworte mit 51 Prozent knapp die Hälfte der Deutschen die Einführung eines Tempolimits. Doch nicht nur in der Bevölkerung herrscht Uneinigkeit, auch die Meinungen von Regierung und Polizei gehen auseinander.

Halb und halb: Meinungen zum Tempolimit

Erst kürzlich wurde die Überlegung der von der Regierung eingesetzten Arbeitsgruppe zu mehr Klimaschutz im Verkehr bekannt. Ein streitbarer Punkt betraf dabei das Tempolimit auf Autobahnen. Eine Geschwindigkeit von 130 km/h wurde als erster Vorschlag zur Diskussion gestellt. Doch obwohl es sich keineswegs um eine Festlegung handelte, entbrannte daraufhin eine Debatte, die auch weiter anhält.

Der Deutschlandtrend, eine Umfrage im Auftrag des ARD-Morgenmagazins, hat zu dem Thema nun mehr als tausende Wahlberechtigte befragt. Bei der Frage „Sollte auf deutschen Autobahnen ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern eingeführt werden oder nicht?“ zeigte sich eine knappe Mehrheit für die Geschwindigkeitsbegrenzung. Dem Deutschlandtrend zufolge votierten 51 Prozent für die verringerte Autobahn-Geschwindigkeit. Damit sei die Stimmung zu dieser Thematik seit November 2007 gleichgeblieben. Damals war ein Tempolimit zuletzt im großen Stil diskutiert worden.

Polizei spricht sich für Begrenzung aus

Positive Meinungen zur Geschwindigkeitsbegrenzung finden sich auch in den Reihen der Gewerkschaft der Polizei. Michael Mertens, stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP betonte vor der Süddeutschen Zeitung, dass eine solche Maßnahme Menschenleben retten könne. „Eine Temporeduzierung auf 130 km/h würde nach Einschätzung der Polizei schwere Verkehrsunfälle reduzieren“, hieß es von Mertens. „Hierzulande fahren einige Leute völlig legal 200 oder auch 250 km/h. Um es klar zu sagen: Das ist Wahnsinn. Bei diesem Tempo kann in Stresssituationen niemand sein Auto im Griff haben.“

Ein weiteres Problem seien ferner die Geschwindigkeitsunterschiede, die Fahrstreifenwechsel zum gefährlichen Unterfangen machen. Auch auf Stausituationen hätte das Tempolimit Mertens zufolge positive Auswirkungen. Je gleichmäßiger die Geschwindigkeit ausfiele, desto mehr könnten Straßen entlastet und Stillstand verhindert werden.

Geschwindigkeit spaltet ein Land

Doch während die Gewerkschaft der Polizei sich positiv zeigt, erteilt die Regierung dem Tempolimit zu Umweltzwecken eine Absage. Regierungssprecher Steffen Seibert äußerte, dass es "intelligentere" Maßnahmen für mehr Klimaschutz im Verkehr gäbe, ließ allerdings offen, um welche es sich dabei handle. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zeigte sich ebenfalls nicht erfreut und bezeichnete den Vorschlag im Interview mit der Bild am Sonntag als „ständige Gängelung“. Unterstützung erfuhr er dabei durch die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrrenbauer, die auf die zahlreichen bestehenden Tempolimits deutscher Straßen hinwies.

Für ein Tempolimit sprachen sich hingegen Grüne und Linke aus. Im Übrigen spaltet die Frage nicht nur Regierungskreise. Dem Deutschlandtrend zufolge gäbe es bei der Thematik einen deutlichen Geschlechterunterschied: Während Männer eher gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung seien, sprachen sich Frauen eher dafür aus.

Auf dem Weg zu sichern Straßen gehen die Möglichkeiten über ein alleiniges Tempolimit hinaus. Toyota begleitet Fahrer mit den aktiven Sicherheitstechnologien von Toyota Safety Sense. Mit Verkehrsschilderkennung (RSA), Pre-Collision System (PCS), Fernlichtassistent (AHB) und Spurhalteassistent (LDA) wünscht Toyota eine gute und vor allem sichere Fahrt.

Mehr erfahren

Verwendung von Cookies

Auf der Toyota Deutschland Website verwenden wir Cookies für erweiterte Funktionen und einen besseren Service. Weitere Informationen zu Cookies findest du in unserer Datenschutzerklärung. Unter Cookie-Einstellungen kannst du Änderungen der Cookie-Voreinstellungen vornehmen.

OK