Autonomes Fahren:

In Düsseldorf startet Teststrecke

Am 24.09. öffnete die erste Teststrecke für automatisiertes Fahren im Raum NRW. Nahe Düsseldorf soll die Forschung für selbstfahrende Autos vertieft werden.

Mit dem Projekt KoMoD gab die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens am Montag den Startschuss für den Verkehr der Zukunft. Am 24.09. wurde die erste Teststrecke für autonomes Fahren bei Düsseldorf offiziell eröffnet. Die rund 20 Kilometer lange Strecke ist einzigartig in Deutschland und testet automatisierten und vernetzten Straßenverkehr auf Autobahn und im innerstädtischen Bereich.

Düsseldorf: Autonome Autos im Testfeld

Hinter dem Projektnamen KoMoD verbirgt sich die „Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf“. Das Projekt stellt automatisierten und vernetzten Straßenverkehr sowohl im innerstädtischen Verkehr als auch auf den Autobahnen live auf den Prüfstand. Die etwa 20 Kilometer lange Teststrecke liegt auf Abschnitten der A57 und A52, führt in den Rheinalleetunnel und an das Heerdter Dreieck, über die Rheinkniebrücke, durch den Stadtteil Friedrichstadt und das Vodafone-Parkhaus. Durch die Divergenz der verschiedenen Abschnitte können zahlreiche Szenarien getestet werden, in denen autonome Autos zur Kommunikation mit der Verkehrsinfrastruktur ansetzen.

Für Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister ist die Teststrecke ein klarer Schritt in die Mobilität der Zukunft: „Automatisiertes und auf lange Sicht autonomes Fahren machen den Verkehr sicherer und effizienter. Das Testfeld ist ein wichtiger Baustein zur Erprobung neuer Mobilitätskonzepte.“ Auch Thomas Geisel, Oberbürgermeister Düsseldorfs, sieht in dem Projekt KoMoD entscheidendes Potenzial für die digitale und vernetzte Mobilität: „Das automatisierte Lenken, Abbremsen und Beschleunigen des Fahrzeugs bedeutet nicht nur mehr Komfort für den Fahrer. Es kann auch entscheidende Impulse liefern, den Verkehrsfluss und damit die Verkehrssituation in den Städten zu verbessern und die Sicherheit zu erhöhen.“

Die Tests auf der Strecke

Die Testwagen, die bis Juni 2019 über die Strecke zwischen Meerbusch und Düsseldorfs Zentrum rollen, muten von außen wenig futuristisch an. Im Inneren haben sich jedoch zahlreiche technische Finessen wie Sensoren, Kameras und mehrere Computer versteckt. Der Fokus der Testphase liegt zunächst klar auf dem Erfassen von Daten sowie einer Analyse der Verkehrslage auf der Strecke, entlang derer die Fahrzeuge mit kleinen Funkmodulen kommunizieren. Ihre Einzigartigkeit verdankt die neueröffnete Teststrecke ihrer Verknüpfung mit dem öffentlichen Straßenverkehr: Bislang wurde das autonome Fahren in Deutschland in dieser Form nur auf gesonderten Strecken erprobt.

Vom Begriff der selbstfahrenden Autos ist vorerst jedoch Abstand zu nehmen, da auch weiterhin Fahrer entscheidenden Einfluss nehmen und so die Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer bewahren.

Am Ende der Testphase sollen Autos selbstständig bremsen

Autonomes Fahren wird in fünf Stufen gemessen – von 0, einer Fahrt abseits technischer Unterstützung, bis zur Stufe 5, einer vollständig fahrerlosen Fahrt. In Düsseldorf wird zunächst das autonome Fahren auf Stufe zwei getestet: Die Fahrzeuge sollen per WLAN und 4G kommunizieren. Bereits angezeigt wird beispielsweise, wie lange Ampeln in Grün- und Rotphasen verbleiben. Bis zum Ende der Testphase sollen die Fahrzeuge dann in der Lage sein, selbstständig zu bremsen, wenn Ampeln auf Rot schalten.

Im Parkhaus des Düsseldorfer Zentrums laufen hingegen andere Versuche: Dort parken Testfahrzeuge der RWTH Aachen ohne das Eingreifen eines Fahrers, selbstständig auf eigens gesuchten Plätzen ein. Neben diesen Situationen schaffen viele weitere Tests wichtige Voraussetzungen auf dem Weg zum autonomen Auto: Vom Fahrstreifenwechsel an Entscheidungspunkten über Gefahrenwarnungen und die Verringerung von Emissionen und Kraftstoffverbrauch bis zur vorausschauenden Planung von Fahrmanövern und umfassenden Verbesserung der Sicherheit.

Auch Toyota unterstützt die zukunftsweisende Technik des autonomen Fahrens mit dem Forschungsinstitut „Toyota Research Institute – Advanced Development“ (TRI-AD). An der Seite der Kooperationspartner Aisin und Denso hat sich das Institut in Tokio die Entwicklung vollintegrierter serienreifer Software für das automatisierte Fahren zum Ziel gemacht.

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