Fakten zum TÜV:

Tipps zur Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung

Autos müssen regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU), die durch den TÜV durchgeführt werden. Hier erfährst du, wie der TÜV arbeitet und was für eine erfolgreiche Überprüfung nötig ist, damit dein Auto eine neue TÜV-Plakette erhält.

Hauptuntersuchung fällig? Auf dem kleinen runden Prüfzeichen auf dem hinteren Kennzeichen ist vermerkt, wann die nächste Durchsicht ansteht. Sie umfasst eine Prüfung, ob ein Pkw nach wie vor geeignet ist, um sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Außerdem wird kontrolliert, ob alle aktuell geltenden Umweltvorschriften beim Betrieb der Fahrzeuge eingehalten werden. Die Hauptuntersuchung ist für alle Verkehrsmittel verpflichtend, damit auf den Straßen nur Autos fahren, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleisten. Du kannst die Planung für deine nächste TÜV-Prüfung selbst in die Hand nehmen und dadurch Kosten sparen.

Was bedeutet überhaupt TÜV?

Meist wird der Begriff umgangssprachlich als alternative Bezeichnung für die Hauptuntersuchung verwendet. Das ist jedoch nicht ganz korrekt, denn die Abkürzung TÜV steht für einen Technischen Überwachungsverein. Es handelt sich dabei um eingetragene Vereine, die Sicherheitsprüfungen und Kontrollen auf der Basis von staatlichen Gesetzen durchführen. Die Hauptuntersuchung ist die bekannteste und bei Autofahrern wohl unbeliebteste Prüfung. Darüber hinaus kontrolliert der TÜV unter anderem auch IT-Sicherheit sowie Anlagen und Technik in der Industrie. Zu den Aufgaben der TÜV-Verbände gehören allerdings nicht nur die Zulassung und Zertifizierung diverser Wirtschaftsbereiche in ganz Deutschland, sondern auch deren regelmäßige Überprüfung.

Ein Blick auf die TÜV-Geschichte

Zum Ende des 18. Jahrhunderts tauchten erstmals Überwachungsvereine auf. Der Grund war eine Reihe von explodierenden Dampfmaschinen. Deshalb wurde am 6. Januar 1866 der DÜV, die Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln, ins Leben gerufen. Analog dazu entstand später die heute als TÜV bekannte Institution. Die Vereine, die aus diesem Vorläufer hervorgegangen sind, verwenden heute meist auch ihren Standort als Zusatz im Namen. In Deutschland existieren folgende TÜV-Verbände:

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  • TÜV Nord
  • TÜV Rheinland
  • TÜV Süd
  • TÜV Hessen
  • TÜV Thüringen

Neben den regionalen Stellen des TÜV-Verbundes üben in Deutschland auch andere anerkannte Organisationen eine ähnliche Arbeit durch. Beispielhaft sind hier die DEKRA, die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) oder die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) zu nennen. Es handelt sich dabei ebenfalls um zertifizierte Unternehmen nach ISO, die ein großes Know-how besitzen und zur Verfügung stellen. Sie prüfen Qualität und Sicherheit von Objekten und Verfahren. Außerdem bieten sie umfangreiche Informationsveranstaltungen und Weiterbildungen an.

Was umfasst eine TÜV-Prüfung?

Bei der Hauptuntersuchung geht der Kontrolleur eine Checkliste durch, die in den meisten Fällen etwa 150 Punkte enthält. Eine solche Begutachtung hat ungefähr eine Dauer von 15 bis 30 Minuten. In dieser Zeit werden Bremsen, Bereifung, Beleuchtung, Ausrüstung, Lenkanlage, Auspuffanlage, Karosserie und das Fahrgestell auf Mängel geprüft. Das Augenmerk liegt dabei auf sicherheitsrelevanten Fahrzeugteilen. Der Prüfer nimmt alles genau unter die Lupe. Auch Aspekte wie der Brandschutz, Korrosion, der Zustand der elektrischen Anlagen, austretende Flüssigkeiten und das Abgasverhalten werden untersucht.

Seit 2010 gehört die vorher noch separate Abgasuntersuchung (AU) zur TÜV-Kontrolle, an der kein Autofahrer mehr vorbeikommt. Dabei misst eine Sonde im Auspuff die Trübung der Abgase. Ergibt die Inspektion keine schwerwiegenden Probleme, bekommt dein Auto eine neue HU-Plakette, die auf dem hinteren Kfz-Kennzeichen angebracht wird.

Bestehende Mängel listen die Mitarbeiter der Prüfstelle dagegen in einem detaillierten Bericht auf. Wenn dir dadurch die neue Plakette aufgrund von Defiziten nicht sofort ausgestellt werden kann, hast du einen Monat Zeit zur Nachbesserung und Beseitigung. Die erneute Durchsicht ist dann oft von kurzer Dauer, da der Kontrolleur in wenigen Minuten nur noch die zuvor festgestellten Fehler begutachtet. Sorge also dafür, dass dein Fahrzeug spätestens bei diesem zweiten Check tatsächlich komplett in Ordnung ist. Ebenso darf die Frist von einem Monat nicht verstreichen, weil sonst eine gänzlich neue Hauptuntersuchung folgt.

Drei wichtige Fakten zur Untersuchung beim TÜV

Was muss du zur TÜV-Prüfung mitbringen? Für die Durchsicht sind nur wenige Dokumente notwendig. Die folgenden Unterlagen sind wichtig:

  • Fahrzeugpapiere, bestehend aus der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (früher Fahrzeugschein) sowie eventuell vorhandene Bestätigungen für Anbauten oder allgemeine Betriebserlaubnisse.

Tuning-Fans sollten darauf achten, dass bei der Veränderung von wesentlichen Bauteilen am Fahrzeug, die eine Einschränkung der Sicherheit mit sich bringen und separate Nachweise erfordern, eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vorgelegt werden muss.

Wann muss das Fahrzeug zur TÜV-Kontrolle? Ein Neuwagen ist erstmals nach drei Jahren zur HU anzumelden. Anschließend ist die Kontrolle aller zwei Jahre nötig. Der zuständige Prüfer schaut sich das Auto genau an und kontrolliert den technischen Zustand der wichtigsten Funktionen.

Wann läuft die TÜV-Plakette ab? Das Prüfsiegel auf dem hinteren Kfz-Kennzeichen zeigt den nächste HU-Termin an. Die zweistellige Ziffer in der Mitte des Siegels steht für das Jahr, während die Zahlen am äußeren Rand jeweils den Monat angeben. Relevant für den Monat ist die Zahl, die sich auf der Plakette senkrecht ganz oben befindet. Ein Beispiel: Steht dort die Ziffer 8 und mittig eine 20, muss das Auto spätestens im August 2020 zum TÜV vorfahren.

Die Intervalle für die TÜV-Untersuchung sind verpflichtend. Bei Missachtung drohen Bußgeld und Punkte in Flensburg. Wenn die TÜV-Plakette bei einer polizeilichen Kontrolle mehr als zwei Monate abgelaufen ist, kommt zudem eine vertiefende Ergänzungsuntersuchung dazu. Das kostet dich etwa 20 Prozent mehr an TÜV-Gebühren. Die Bußgelder bewegen sich grundsätzlich im Bereich von 15 bis 75 Euro. Die Gebühr hängt dann jeweils davon ab, wie lange du die Durchsicht überzogen hast. Bei zwei Monaten sind eher 15 Euro fällig, bei über acht Monaten zahlst du 75 Euro.

Wie hoch sind die TÜV-Kosten?

Allgemein liegen die TÜV-Kosten für die HU inklusive Abgasuntersuchung ungefähr bei 100 Euro. Die Preise unterscheiden sich allerdings vom Bundesland und der Prüforganisation her. Du kannst vorab beim TÜV Rheinland, TÜV Süd, TÜV Nord oder jedem anderen zuständigen Unternehmen ein individuelles Angebot einholen. Geld sparst du ebenfalls, wenn du dein Auto im Vorfeld auf die anstehende Inspektion vorbereitest. Sind alle sicherheitsrelevanten Prüfteile in Ordnung, brauchst du schon einmal keine TÜV-Kosten für eine Nachprüfung zahlen. Ebenso vermeidest du Strafgebühren.

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Die folgende Checkliste zeigt dir, welche Bestandteile und Funktionen du rechtzeitig vor einer HU in Augenschein nehmen solltest:

  • Sind Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste im Fahrzeug?
  • Beträgt das Reifenprofil mindestens 1,6 Millimeter?
  • Funktioniert das Licht und sind die Scheinwerfer korrekt eingestellt?
  • Finden sich auf Scheiben oder Spiegeln sichtbare Risse wieder?
  • Ist der Auspuff fest verankert und rostfrei?
  • Reinige deinen Pkw vorab, damit die Kennzeichen deutlich lesbar sind.

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