Mia in Berlin.



Harald (heute Harry) und Leni trafen sich 1977 in der Tanzschule. Man kann nicht gerade sagen, dass sie füreinander bestimmt waren. Harald war schüchtern und eher beängstigt von Lenis Selbstbewusstsein und Schönheit.

Er mochte sie auch deshalb nicht besonders, weil sie ihn so gut wie nie begrüßte, und wenn, dann war es so, als blickten ihre dunklen Augen einfach durch ihn hindurch. Für Leni war Harald eine graue Maus, die den Versuch startete, auf einem sehr glatten Parkett zu tanzen. Ihr gefielen eher diese feschen, draufgängerischen Typen, die mit ihren Schlaghosen und engen Hemden die Straßen entlangliefen.

Doch dann kam es, wie es wohl kommen musste:

Lenis Tanzpartner hatte sich bei einer Trimm-dich-Aktion die Knie aufgeschlagen und plötzlich stand Leni vor der Entscheidung: Entweder Harald oder eine Auszeit vom Tanz. Mit mulmigem Gefühl entschied sie sich für Variante eins, stellte sich zu Harald, der, scheinbar von sich selbst überrascht, entschlossen ihre Taille umfasste und es dabei irgendwie schaffte, dass ihr Verstand aussetze, noch bevor die Musik einsetze.

Heute wissen beide nur noch, ihr erster Tanz war ein Discofox, ansonsten kann Leni sich nur noch daran erinnern, dass sie in diesen Armen bleiben wollte. Und für Harald, so sagt er es bis heute immer wieder, war es das Schönste, was er bis dahin gefühlt hatte. Im Laufe der Zeit tanzten die zwei, die eines Tages zu meinen Eltern wurden, bestimmt tausend Tänze.

Und dazwischen schmiedeten sie Pläne, die allesamt realisiert wurden, selbst die Reihenfolge stimmte:

Erst eine Ausbildung, dann heiraten. Zwei Kinder sollten es sein, ein Junge, später das Mädchen. Dafür brauchten sie ein Zuhause, so ein elfenbeingestrichenes Einfamilienglück mit einem Garten, der auf jeden Fall Platz für einen Sandkasten, eine Hollywoodschaukel und Apfelbäume hatte. Selbst mit den Karrieren lief es, wie am Schnürchen: Mein Papa wurde Bankdirektor und Mama Chefsekretärin. Man kann sagen, dass alles, was ich in den ersten 27 Jahren lernte, komplex, doch in gewisser Weise auch einfach war: Liebe passiert, Glück hält. Und das Leben ist das Resultat einer gut strukturierten Planung.

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Tausche Vertrautheit gegen Freiheit

Mit diesem Schatz an Wissen, zog ich mein Jurastudium durch, wohnte währenddessen im elfenbeinfarbenen Schlosshotel meiner Eltern und fand das Leben leicht, wenn auch berechenbar. Doch das änderte sich schlagartig, als ich eine ehemalige Kommilitonin in Berlin besuchte. Ein Flash, ein Taumel aus Glück und Neugier besetzte mich – diese Stadt war der Hammer.

Ich wollte nicht mehr weg von hier und beschloss eines Abends im SO36, einem der angesagtesten Clubs der Stadt, in der kommenden Woche meine sieben Sachen hierhin zu schleppen. Das war vor dreieinhalb Jahren. Hätte mir damals einer gesagt, was ich in diesem Zeitraum alles erlebe, hätte ich es nicht geglaubt, dafür glaubte ich umso mehr an das vorgelebte und gelernte Prinzip des durchdachten Plans.

Die Ersten jedoch, die diesen Plan vehement durchkreuzten, waren ausgerechnet meine Eltern.

Sie kamen gar nicht damit zurecht, dass ihr Nesthäkchen mit 27 so einfach abhaut und dann auch noch ohne alles: ohne Mann, ohne Job und ohne Wohnung. Aus Trotz sagten sie jede Form von Unterstützung ab (was nicht so ganz stimmte, denn scheinbar unabhängig voneinander schickten sie mir in regelmäßigen Abständen ein bisschen Geld). Ich schlief für eine Zeit auf so einem unbequemen Aufblasding im 32-Quadratmeter-Apartment meiner Freundin, bis ich endlich mein eigenes kleines Reich in Mitte fand. Von hier aus raste ich durch die endlosen Weiten Berlins auf der Suche nach Nebenjobs und nach meinem Traumjob in einer Kanzlei.

Ich fühlte mich wie ein Flummi, immer auf dem Sprung, begeistert, hochmotiviert und voller Lust, tolle neue Leute kennen zu lernen, was auch passierte. Erstaunlicherweise waren die meisten ebenfalls recht neu in der Stadt, wirklich selten, dass ich auf echte Berliner traf. Aber scheinbar alle von ihnen, ob Waschechte oder Zugezogene, waren auf der Suche: nach neuen Chancen, nach Spaß, nach Geborgenheit, nach Erfolg oder einfach nur nach Ruhe.

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Wer hat eigentlich keinen Koffer in Berlin?

Klaus Wowereit sagte vor Jahren in einem Interview, Berlin sei arm, aber sexy. Diese Kombination scheint für viele so anziehend zu sein, dass über 160.000 Menschen jedes Jahr neu in die Stadt kommen. Statistisch betrachtet, wird so im Laufe von 20 Jahren die Gesamtbevölkerung der Stadt einmal komplett ausgetauscht. Dabei ist die weit überwiegende Zahl der Neuberliner jung und ledig, fast die Hälfte ist zwischen 18 und 30 Jahre alt.

Die Gründe, warum sie ihre Koffer packen und die Hauptstadt als neues Zuhause deklarieren, sind absolut individuell, doch lässt sich festhalten, dass es in erster Linie nicht um Ruhm und Geld geht.

Wie jede Stadt hat Berlin einen besonderen Charakter und jede Metropole entwickelt Eigenlogiken, die sich auf die Erfahrungsmuster der Einwohner auswirken. Winston Churchill sagte: „Erst formen wir unsere Bauwerke und dann formen die Bauwerke uns.“ Berlin steht, wie kaum eine andere Stadt in Deutschland für Wandel, für Veränderung. Wer hier neu anfängt, will einen Teil von dem, was weltweit mit der Stadt verbunden wird: Ehrlichkeit, Aufregung, ein rüder Charme, der sich mit schlagfertigem Witz paart, oder eine urbane Lässigkeit, die alle Köpfe – von wo auch immer sie herkommen – frei sein lässt.

Leben als einziger Spurwechsel.

Ich bin jetzt 31, habe einen spannenden Job und fühle mich als glückliche Wahl-Berlinerin. Kaum ein Tag, wo ich nicht irgendeine neue Facette dieser Stadt entdecke und fast jedes Wochenende bin ich unterwegs: auf Ausstellungen, laufe an der Spree entlang oder ich überquere eine der 969 Brücken der Stadt, da verblasst sogar Venedig. Seit Berlin ist mein Leben wie ein Tanz, der mit all seinen Drehungen und Wendungen voller Überraschungen steckt.

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Zum Juni 2014 waren im Land Berlin 3.530.999 Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnsitz gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Einwohnerzahl um ca. 41.600 Personen. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.
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Mias Offenheit für Neues zahlt sich aus

Mias Offenheit für Neues zahlt sich aus

Veränderungen bringen Spaß, neue Erfahrungen und manchmal auch viele Vorteile mit sich. Wie zum Beispiel ein Wechsel hin zu mehr Service und Qualität. So hat Mia sich für eine Kfz-Versicherung mit umfassendem Schadenmanagement entschieden, die ihr im Trubel ihres Großstadtlebens ein gutes Gefühl gibt. Hier einige Vorteile, die verdeutlichen, warum sich ein Wechsel zum 30. November auch für Sie lohnt:

• Die zwei Tarife "Serie" und „Komfort“ bieten individuelle Optionen.

• Die Rabattschutzoption im Komfort-Tarif verspricht, dass bei nur einem Schaden pro Versicherungsjahr die Schadenfreiheitsklasse in Haftpflicht und Vollkasko ohne Rückstufung erhalten bleibt.

• Attraktive Zweitwageneinstufung mit SF 4

• KaskoPlus steht für einen deutlichen Preisvorteil, wenn Sie unserer Werkstattempfehlung folgen. So wird im Schadenfall die Reparatur des Fahrzeugs in einer Toyota Fachwerkstatt garantiert.

• Schutzbriefleistungen geben Rundumsicherheit bei Fahrzeugausfall

• Optionaler Fahrerunfall- und Auslandsschadenschutz
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