Ein Auto für die Menschen

Der Toyota Corolla

Der Toyota Corolla - Anteil am Leben von 40 Millionen Menschen

Es ist das angenehme Gefühl, etwas Vertrautes aus der Vergangenheit wiederzuerkennen.

Sei es ein Lieblingssong aus früherer Zeit, der gerade im Radio gespielt wird, ein Küchenduft, der uns an ein besonderes Mahl im Familienkreis erinnert oder ein Film, der Erinnerungen an die Jugend wachruft.

Auch Autos wecken Erinnerungen in uns. Sie erinnern uns an Reisen, Situationen und besondere Augenblicke, die unser Leben ausmachen: das können verschwommene Erinnerungen an Tagesausflüge mit der Familie sein, die zaghaften Schaltversuche, als man sich mit dem ersten Auto auf die Straße wagte oder das stolze Gefühl, als man mit dem neuen Firmenwagen vorfuhr. Wenn nun so ein erfolgreiches Auto wie der Toyota Corolla das Leben von über 40 Millionen Menschen berührt, darf man davon ausgehen, dass rund um den Erdball unzählige Erinnerungen mit ihm verknüpft sind.

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In den 1960er Jahren war der Besitz eines Fahrzeugs in Japan die Erfüllung eines Traums. Die Menschen damals wollten keinen reinen Gebrauchsgegenstand, sondern ein Fahrzeug, auf das man stolz sein konnte - etwas, das ein Gefühl von Luxus vermittelte.

Der Name "Corolla" steht für den Kranz der Blütenblätter einer Blume, und der erste Slogan lautete: ‘The most wanted car by the market – presented to the world by bringing together the essence of Toyota’s technology.’ (Das begehrteste Auto auf dem Markt - es demonstriert der Welt die Essenz von Toyotas Technologie.)

Im Grunde genommen bedeutete dies, dass der Corolla entwickelt worden war, um die Erwartungen der Öffentlichkeit zu übertreffen: ein Auto, bei dem neue Technologien und neue Technik zum Einsatz kamen und nicht nur neue Maßstäbe bei Komfort, Sicherheit und Ausstattung gesetzt wurden, sondern auch mit Leistungsmerkmalen aufwartete, die weltweit erstmals in einem Familienauto zu finden waren.

In dieser Anfangszeit war der Corolla eine derartige Offenbarung, dass er dort, wo er auftauchte, großes Aufsehen erregte. Laut Aussagen damaliger Verkäufer stießen Kunden bei der ersten Begegnung oft ein begeistertes "Wow"! aus, und es kam nicht selten vor, dass sich bei der Auslieferung eines Neuwagens eine Traube von Zuschauern bildete.

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Der Corolla gehörte zu den ersten japanischen Autos, die an der niederländischen Küste eintrafen, wodurch das neue Modell umso mehr von sich reden machte. Ein makelloses Modell aus dem Jahre 1967 ist bis heute im Louwman-Museum zu bewundern.

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Mit seiner eher klassichen Formgebung gegenüber anderen populären Autos der damaligen Zeit, wie dem VW Käfer oder dem R4 von Renault, war der Corolla in drei verschiedenen Varianten erhältlich (als zweitüriges Coupè, viertürige Limousine und als zweitüriger Kombi). Würden Sie einem Exemplar "live" gegenüber stehen, wären Sie verblüfft, wie klein dieser Corolla gegenüber einem modernen Familienauto wie dem Auris oder Avensis wirkt.

Mit seinen adretten Proportionen, filigranen Details und verchromten Zierleisten kann man sich gut vorstellen, wie er in seiner Blütezeit von Passanten am Straßenrand bestaunt wurde.

An der Vorderseite schließen zwei große Scheinwerfer einen breiten Kühlergrill ab, direkt darunter befindet sich ein polierter Stoßfänger, während an den Seiten eine Chromleiste die Gürtellinie von der Front bis zum Heck ziert. Für einen Hauch von Luxus sorgen stilvolle Corolla Schriftzüge an den Seitenwangen sowie eine breite Chromleiste am Kofferraumdeckel mit dem Toyota Schriftzug.

Im Innenraum begrüßt der Corolla seine Fahrgäste mit einer geräumig-luftigen Kabine. Ein einfaches Armaturenbrett aus einem Stück verläuft über die gesamte Breite mit minimalistischer Verwendung von Knöpfen und Schaltern - die einzigen Ausnahmen: Radio, Lüftungsregler und Handschuhfach - eine Ausstattung, die in der damaligen Fahrzeugklasse nicht üblich war.

Anstelle der sonst oft üblichen Sitzbank erfreuten sich die Insassen an individuellen Schalensitzen, die in 16 Stufen vollständig umklappbar waren und ebenso komfortablen wie sicheren Halt boten. Auf den Rücksitzen stand mehr als reichlich Platz zur Verfügung – was ihnen damals den Vergleich mit einem Wohnzimmer-Sofa einbrachte.

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Beim Getriebe des Corolla wurde für Sportwagen entwickelte Technologie übernommen. So traten bei einem japanischen Auto erstmals ein vollsynchronisiertes 4-Gang-Schaltgetriebe und ein bodenmontierter Schalthebel in Erscheinung. Der sportliche Schalthebel liegt perfekt in der Hand und ist gut vom großen Zweispeichen-Lenkrad aus erreichbar, hinter dem sich zwei große Anzeigeinstrumente befinden. Die einfache Bedienbarkeit war ein weiterer Trumpf.

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Ein hochwertiger 1,1-Liter-Motor bildete mit dem fortschrittlichen Getriebe eine Einheit. Bei Familienautos der damaligen Zeit war die Motorisierung mit einem 1,0-Liter-Motor üblich. Man war aber der Auffassung, dass dieses zusätzliche Leistungspotenzial unter der Haube des Corolla gegenüber dem Wettbewerb eine gewisse Überlegenheit garantieren würde.

Um den Corolla mit einem Fahrkomfort auszustatten, der dem seines Motors entsprach, wurde er mit einer Einzelradaufhängung mit MacPherson-Federbeinen ausgestattet, einer weiteren Premiere bei einem japanischen Auto. Nach zweieinhalb Jahren kontinuierlicher Entwicklungsarbeit hatten die Ingenieure die Konfiguration so perfektioniert, dass sie bis heute in vielen Fahrzeugen als Standard-Radaufhängung dient. An der Hinterachse wurde eine halb schwimmend gelagerte Hinterradaufhängung eingeführt, mit der die von Blattfedern bekannten Quietschgeräusche minimiert werden konnten.

Der Corolla schien alles zu haben, die Optik, den Motor und den Komfort, aber das genügte den Projektmanagern nicht; auch auf dem Gebiet der Sicherheit sollte Wegweisendes geschaffen werden. Es dauerte nicht lange, bis für die ursprünglich an allen Rädern installierten Trommelbremsen bei einigen Modellen an der Vorderachse Scheibenbremsen angeboten wurden. Im Laufe der Weiterentwicklung des Modells kam eine Reihe neuer innovativer Sicherheitsmerkmale hinzu: 2- und 3-Punkt-Sicherheitsgurte, Scheibenwischer mit 2 Geschwindigkeiten, Aufprallenergie-absorbierende Lenkräder, Säulen und Kopfstützen.

In nur drei Jahren seit seiner Einführung 1966 hatte der Corolla die Herzen der Öffentlichkeit erobert und wurde in Japan zum meistverkauften Auto.

Heute, knapp 50 Jahre nachdem der erste Corolla vom Band lief und jetzt in seiner elften Generation gefertigt wird, setzt er seine Weiterentwicklung entsprechend den Anforderungen einer neuen Welt fort. Dabei setzt er auf die Prinzipien, die bereits der ersten Generation zum Erfolg verhalfen: Innovation, Sicherheit, Fahrfreude und maßvoller Preis. Auf diese Weise bleibt der Corolla nicht nur eines der beliebtesten Autos der Welt, sondern er wird bei seinen Besitzern rund um den Erdball weiterhin Anlass zu Geschichten und Erinnerungen geben.

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Vielen Dank an Ronald und sein Team im Louwman-Museum in Den Haag für ihre Unterstützung beim Zustandekommen dieses Artikels.

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