Das Waldlabor Köln

Toyota, RheinEnergie und die Stadt Köln präsentierten neue Erkenntnisse über den Wald der Zukunft.

Die Projektpartner Toyota, RheinEnergie und die Stadt Köln haben mit dem Waldlabor ein Experimentierfeld geschaffen, das neue Eindrücke und Erkenntnisse über den Wald der Zukunft präsentiert. Das Waldlabor soll neue Informationen darüber bringen, wie der Wald der Zukunft aussieht, wie dieser zu bewirtschaften ist und wie die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland reduziert werden können.

Die Forschungseinrichtung experimentiert seit März 2010 auf vier Themenfeldern: dem Wandelwald, dem Energiewald, dem Klimawald und dem Wildniswald.

Die Veränderung des Klimas mit Hitze in der Vegetationsperiode und der Verschiebung der größten Niederschlagsmengen in das Winterhalbjahr bringt Stresssituationen für die Bäume mit sich. Künftig eignen sich einige Baumarten nicht mehr für bestimmte Standorte oder es kommen neue Arten hinzu. Um darüber genauere Erkenntnisse zu gewinnen, finanziert die Toyota Deutschland GmbH die Aufforstung des Klimawalds im Waldlabor. Dort werden besonders trockenheitsresistente Baumarten in sechs so genannten Einarthainen auf ihre Eignung unter Kölner Standortbedingungen getestet. Ein Einarthain ist von jeweils einer Baumart geprägt und als quadratische Fläche von 50 mal 50 Metern angelegt.

Der Tag des Baumes bot einen perfekten Anlass, um weitere Bäume im Kölner Waldlabor zu pflanzen. Bettina Böttinger pflanzte mit und stellte das Waldlabor und seine Mitstreiter vor.

Energie aus Biomasse kann in Zukunft eine wesentliche Rolle für unsere Energieversorgung spielen. Damit bei der Rohstoffsicherung Alternativen zur Verfügung stehen, testet die RheinEnergie im Energiewald die Möglichkeiten zur Nutzung von regional verfügbaren nachwachsenden Rohstoffen.

Der Anbau von schnell wachsenden Bäumen wie Pappeln oder Weiden und die regelmäßige Holzernte nennt man Kurzumtriebsbewirtschaftung. Die Bäume werden innerhalb von kurzen Zeitintervallen (etwa alle zwei bis fünf Jahre) geerntet und zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. Diese können dann zur CO2-neutralen Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt werden.

In einem weiteren Projekt, das voraussichtlich im Winter 2012/2013 an den Start geht, bleibt eine Fläche der natürlichen Entwicklung überlassen. Dieser Wildniswald soll einen Eindruck davon vermitteln, wie sich unbewirtschaftete Waldflächen ausformen.

Mehr über das Waldlabor findest du unter: www.koeln-waldlabor.de

Anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni 2012 haben die Projektpartner Bilanz über zwei Jahre Waldlabor gezogen. Wie sich die einzelnen Bereiche des einzigartigen Projektes entwickelt haben, siehst du in diesem Film.

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