Kfz-Steuer steigt:

Erhöhung ab 1. September.

Wer ab dem 1. September einen Neuwagen kauft, muss aufgrund des WLTP-Testverfahrens mit einer höheren Kfz-Steuer rechnen.

Realistischer soll er sein, der neue Abgas-Testzyklus WLTP. Mit einem höheren CO2-Ausstoß steigt allerdings auch die Kfz-Steuer. Der ADAC fordert jetzt eine Entlastung für Autofahrer, die ab 1. September einen Neuwagen kaufen möchten. Was jetzt auf Fahrer zukommt und wie sich der neue WLTP auf die Berechnung der Steuer auswirkt, erfährst du in diesem Artikel.

Neuer Prüfzyklus, neue Kfz-Steuer

Durchschnittlich 9 Milliarden Euro jährlich bringen die Steuereinnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland ein. Eine stattliche Summe, die sich durch die neue Kfz-Steuer noch einmal deutlich erhöhen dürfte. Ab dem 1. September wird der Verbrauch von Personenkraftwagen mit dem neuen Standard WLTP gemessen. Durch das geänderte Testverfahren werden sich in den meisten Fällen höhere Verbrauchswerte ergeben, womit zwangsläufig auch der CO2-Ausstoß steigt, der wiederum eine wichtige Bemessungsgrundlage für die Festlegung der Kfz-Steuer ist.

Experten rechnen deshalb mit einer Steuererhöhung von bis zu 70 Prozent und mit durchschnittlich rund 50 Euro mehr Steuern jährlich für Neuwagen. Um diese steuerliche Mehrbelastung abzufangen, fordert der ADAC nun einen Anpassungsfaktor für die Umstellung. Ein weiteres Problem: Wer einen Neuwagen kaufen möchte, muss jetzt unter Umständen mit langen Wartezeiten rechnen. Durch die neuen Prüfungsanforderungen gibt es bei einigen Autobauern massive Verzögerungen.

Was ändert sich durch das WLTP-Verfahren?

Seit den 90ern galt der NEFZ (Neuer europäischer Fahrzyklus) als Standard für die Messung von Emissionen. Das Problem: Es mangelte an realitätsnahen Testverfahren und Dynamik. Während die Entwicklung der Automobiltechnik immer weiter voranschreitet, kann der NEFZ nun nicht mehr mithalten.

Mit der Einführung des WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) werden jetzt neue Testparameter angewendet, die sich an modernem Fahrverhalten orientieren. Im Vergleich zum alten Prüfstandard führt der WLTP auf dem Papier zu einem 20 Prozent höheren Treibstoffverbrauch und damit auch zu 20 Prozent mehr CO2-Emissionen. Zwei absolut identische Fahrzeuge können also vor und nach dem 1. September steuerlich unterschiedlich eingestuft werden, ohne dass auch nur ein Liter mehr verbraucht wurde.

Seit 2017 muss der WLTP bereits verbindlich als Grundlage für Typengenehmigungen neuer Modelle dienen, ab sofort ist er nun auch Pflicht für jede Erstzulassung eines Neuwagens. Du möchtest einen Neuwagen kaufen und mehr zum neuen WLTP-Testverfahren erfahren? Die wichtigsten Unterschiede haben wir dir auf dieser Seite zusammengestellt.

Wie berechnet sich die Kfz-Steuer?

Schon seit 2009 wird bei der Erstzulassung neuer Autos zur Berechnung der Kfz-Steuer nicht mehr nur der Hubraum berücksichtigt, sondern auch der CO2-Wert. Der hubraumbezogene Grundbetrag beträgt je angefangener 100 cm3 Hubraum für

  •              Ottomotoren 2 Euro
  •             Dieselmotoren 9,50 Euro

Hinzu kommt ein CO2-abhängiger Steuerbetrag von 2 Euro für jedes Gramm CO2 pro Kilometer oberhalb der steuerfreien Grenze von 95 g/km. Wird also mit der Umstellung auf das WLTP-Verfahren ein höherer CO2-Wert gemessen, kann sich das deutlich bemerkbar machen.

Auf der Seite des Bundesfinanzministeriums findest du einen Kfz-Steuer-Rechner, mit dem du überprüfen kannst, mit welcher steuerlichen Belastung zu rechnen ist. Die Basis für diese Berechnung findest du übrigens in deiner Zulassungsbescheinigung Teil 1 im Feld V.7. Dort ist der CO2-Wert in Gramm pro Kilometer eingetragen.

Wer ist von der neuen Kfz-Steuer betroffen?

Alle, die jetzt einen Neuwagen kaufen. Ab dem 1. September sind nur noch Fahrzeuge zulassungsfähig, die die Abgasnorm 6c erfüllen. Darunter fallen alle Neuzulassungen – immerhin: In Deutschland sind das durchschnittlich 3,3 Millionen Pkw jährlich. Alle Fahrzeughalter mit Bestandszulassungen können sich also jetzt freuen, sie müssen nicht mit einer Steuererhöhung rechnen.

Wie viel Fahrzeughalter letztlich mehr bezahlen müssen, hängt individuell vom Fahrzeugmodell ab. Ebenfalls abzuwarten bleiben die tatsächlichen Auswirkungen der Umstellung auf WLTP: Nach einem Jahr will das Bundesfinanzministerium die Kfz-Steuer noch einmal überprüfen. Trotz aller Unsicherheiten zieht der ADAC dennoch ein positives Fazit und rechnet in Zeiten unzähliger Dieselskandale mit mehr Transparenz für Verbraucher.

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