Dekra rät:

Bei Marderbiss direkt in die Werkstatt

Marderbisse am Auto können teuer werden, wenn der Schaden zu spät entdeckt wird. Die Prüforganisation Dekra empfiehlt Autofahrern deshalb bei ersten Marderspuren den direkten Weg zur Werkstatt.

Knabbern sich Marder durch den Motorraum, kann das Autofahrer teuer zu stehen kommen. Direkte Schäden werden von den Versicherungen meist übernommen, Folgeschäden dagegen sind in der Regel nicht abgedeckt. Wo hört der Versicherungsschutz auf und was können Autofahrer für den Marderschutz tun?

Kleiner Biss, große Folgen - wann der Versicherungsschutz nicht mehr greift

Durch Marderbisse verursachte Schäden werden in der Regel von der Teil- und Vollkaskoversicherung übernommen. Unter den Versicherungsschutz fallen jedoch meist nur die direkt beschädigten Autoteile. Nicht versichert sind dagegen oftmals die Reparaturkosten von Folgeschäden einer Marderattacke.

Unter anderem sind folgende Szenarien möglich.

  • Ein zerbissener Kühlwasserschlauch kann zu einer Überhitzung des Motors führen, was in Motorschäden resultieren kann.
  • Ein angebissenes Zündkabel kann zur Folge haben, dass der Wagen nicht mehr anspringt oder der Motor unrund läuft. Ein Defekt am Katalysator ist möglich.
  • Angegriffene Gummimanschetten können Antrieb, Achsen und letztlich die Lenkung beschädigen.

Um solche Folgeschäden und damit verbundene Kosten abzuwenden, rät die Prüforganisation Dekra Autofahrern deshalb, bei einem ersten Verdacht auf Marderschaden eine Werkstatt aufzusuchen.

Was tun bei einem Marderschaden?

Autofahrer sollten insbesondere zwischen Frühling und Herbst regelmäßig unter die Motorhaube gucken. Fettreste, austretendes Kühlwasser oder lose Kunststoffteile sind erste Indizien dafür, dass sich ein Marder am eigenen Fahrzeug zu schaffen gemacht hat.

Ist dies der Fall, sollten Autofahrer den entstandenen Schaden reparieren lassen und ihr Gefährt zusätzlich einer fachgerechten Motorwäsche unterziehen. Das rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Mit einer solchen Motorwäsche können Duftspuren beseitigt werden, die weitere Marder auf den Plan rufen. Insbesondere für Autofahrer, die ihr Fahrzeug häufig an wechselnden Orten abstellen - und damit verschiedene Marder-Territorien befahren - ist zum Marderschutz eine regelmäßige Motorwäsche empfehlenswert.


Tipps zum Marderschutz am Auto - diese Maßnahmen können Marder in die Flucht schlagen

Um die hartnäckigen Pelztiere vom Motorraum fernzuhalten, können neben der Motorwäsche außerdem folgende Präventivmaßnahmen zur Marderabwehr ergriffen werden:

  • Abschottung des Motorraums: Der GDV empfiehlt zum Marderschutz Abschottungen, um Marder gar nicht erst in die Nähe von Drähten und Schläuchen kommen zu lassen. Die sogenannten Motorwannen schützen die sensiblen Teilen vor den ungewollten Eindringlingen.
  • Drahtgitter: Eine alternative Marderabwehr stellen bewegliche Drahtgitter dar, die im Parkzustand unter dem Motorraum befestigt werden können und Mardern einen sicheren Stand verwehren. 
  • Hartplastik-Ummantelungen: Die gefährdeten Kabel und Schläuche können außerdem mit bissfesten Hartplastik-Mänteln umzogen werden. Diese dürfen allerdings keinesfalls die heißen Teile des Motorraums berühren.
  • Hochfrequente Ultraschallgeräte: Den Mardern ist mit hochfrequenten Ultraschallgeräten auch akustisch beizukommen. Die kleinen Geräte sind mit dem menschlichen Ohr nicht zu erfassen, Marder dagegen schlägt die damit erzeugte Geräuschkulisse in die Ferne.
Wieso kommt es überhaupt zu Marderschäden?

Die Vorlieben von Mardern sind vielfältig. Nur wenige Bestandteile des Motorraums sind vor den aggressiven Revierkämpfern sicher. Neben den Weichteilen, also etwa Gummidichtungen und Schläuchen, verbeißen sich die Tiere auch regelmäßig in elektrischen Kabeln. Der Grund: Marder nutzen Motorräume als Schutz- oder Vorratslager und markieren diese mit der eigenen Duftmarke als Revier.

Besonders in der Paarungszeit zwischen Frühjahr und Herbst klagen Autofahrer über Marderschäden. Dann erreichen nämlich Zerstörungswut und Eroberungstrieb der Marder ihren Höhepunkt. Dringt ein Fahrzeug mit fremder Duftmarke ins eigene Territorium ein, äußert sich der Ärger darüber in Form von Bissattacken. Die Leidtragenden solcher Revierkämpfe sind schließlich die Autofahrer. Die ADAC Straßenwacht zählte 2017 ca. 12.500 Pannen, die durch Marderbisse verursacht wurden.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte dein erster Weg zu einem Toyota Händler führen. Er hält für dich verschiedenste Mittel und Maßnahmen zur Marderabwehr bereit. Dazu gehören z.B. ein Duftmarkenentferner mit Wirkungsschaum, ein Hochspannungsgerät inkl. 6 Edelstahl-Kontaktplatten oder ein Ultraschallgerät mit Lautsprecher. Dein Toyota Händler berät dich gern!

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