Euro-5-Diesel:

Jetzt droht das Fahrverbot in Stuttgart.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart macht Ernst: Die Stadt muss Fahrverbote für Euro-5-Diesel durchsetzen, sonst drohen dem Land heftige Sanktionen.

Vor zwei Wochen wurden Dieselautos der Abgasnorm Euro 5 noch vom Diesel-Fahrverbot ausgeschlossen. Jetzt hat das Verwaltungsgericht Stuttgart eine Frist bis Ende August angesetzt. Legt das Land Baden-Württemberg bis dahin kein Verbot für Euro-5-Diesel vor, droht eine Strafe von 10.000 Euro. Das Gericht gibt damit einem Antrag der Deutschen Umwelthilfe statt, die die bisherigen Maßnahmen als unzureichend kritisierte. Wir haben für dich die wichtigsten Informationen zum Diesel-Fahrverbot in Stuttgart.

Diesel-Fahrverbot: Darum steht Stuttgart unter Zugzwang

In Stuttgart herrscht seit Jahren dicke Luft. Die Grenzwerte von Feinstaub und Stickstoffoxid werden – laut der Deutschen Umwelthilfe – seit sieben Jahren in der Metropole überschritten, eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit. Das schlechte Klima wird durch die Kessellage begünstigt, der dichte Verkehr tut da sein Übriges. Schuld an der Misere sind zum Großteil Verbrennungsvorgänge in Dieselmotoren.

Baden-Württemberg beschloss deshalb das Diesel-Fahrverbot für Stuttgart ab 2019. Bisher sollte sich der Luftreinhalteplan nur auf Dieselfahrzeuge der Abgasnorm 6 beziehen, 2020 sollte dann eine erneute Prüfung erfolgen. Der Deutschen Umwelthilfe dauerte dieser Prozess zu lang, sie klagte und gewann. Stuttgart muss ab August das Fahrverbot für Euro-5-Diesel in den Luftreineplan aufnehmen.

Ab wann gilt das Diesel-Fahrverbot in Stuttgart?

Ab Januar 2019 tritt das Fahrverbot für Diesel in Stuttgart in Kraft. Ab dann müssen sich Besitzer älterer Fahrzeuge der Dieselnorm 4 und schlechter, auf Fahrverbote in der Landeshauptstadt einstellen. Diese Regelung wurde erst kürzlich von der grün-schwarzen Koalition beschlossen. Ab September 2019 sind dann auch Fahrverbote für Euro-5-Diesel in Stuttgart zulässig. Die Regierung plant darüber hinaus eine Schonfrist für Anwohner bis April 2019. Diese Regelung ist dem Gericht zu schwammig. Möchte das Land diese Verzögerung durchsetzen, muss es nachweisen, dass die Absenkung der Schadstoffe dadurch nicht oder nur unbedeutend verhindert wird.

Was soll mit dem Diesel-Fahrverbot erreicht werden?

Der EU-Grenzwert für Stickstoffoxid liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Stuttgart lag im letzten Jahr mit einem Jahresmittelwert von 73 Mikrogramm deutlich darüber. Am Neckartor wurde 2016 mit 82 Mikrogramm der Grenzwert um mehr als das Doppelte überschritten. Die Konsequenz folgt nun mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts. Die erste Stufe der Umweltzone würde laut Stuttgarter Nachrichten eine Senkung auf 60 Mikrogramm bewirken. Ein Wert, der noch immer weit über dem Grenzwert liegt.

Mit dem Fahrverbot für Euro-5-Diesel könnte eine Marke von 45 Mikrogramm erreicht werden. Im Vergleich zu den letzten Jahren wäre damit eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen. Dafür sind, nach Auffassung der Deutschen Umwelthilfe, Diesel-Fahrverbote die wichtigste Maßnahme.

Wieviel Fahrzeuge sind von dem Urteil betroffen?

Zur Region Stuttgart zählen neben der Landeshauptstadt außerdem die Städte Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und der Rem-Murr-Kreis. Nach einer Erhebung des Kraftfahrt Bundesamts sind in der gesamten Region ungefähr 530.000 Dieselfahrzeuge zugelassen. Etwa 183.000 dieser Fahrzeuge sind Euro-5-Diesel. Darüber hinaus sind über 190.000 Wagen der Euronormen 1 bis 4 zugelassen. Die neue Regelung ist besonders für Besitzer von Dieselwagen der Euronorm 5 höchst ärgerlich. Zum Teil sind diese Autos nur wenige Jahre alt, eine Nachrüstung sei – laut Verband der Automobilindustrie – zu umständlich und wirtschaftlich nicht rentabel.

Die Ausweitung der Umweltzonen wird in Zukunft auch in weiteren Großstädten folgen. Mach dich unabhängig von drohenden Dieselverboten und entscheide dich für einen Toyota Vollhybrid.

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