Marderbiss im Auto: Tipps für den effektiven Marderschutz

Ein Marderbiss am Auto verursacht hohe Kosten, wenn der Schaden zu spät entdeckt wird. Deshalb solltest du bei den ersten Marderspuren möglichst schnell eine Werkstatt aufsuchen, um böse Folgeschäden zu vermeiden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Marderschutz und verraten, wie du dich am besten vor einem teuren Marderschaden schützen kannst.

Marder richten großen Schaden an

Mit einem kleinen Biss richten Marder meist einen großen Schaden an. Sie nutzen die Motorräume von Autos als Schutz und Vorratslager und markieren ihr Revier mit einer eigenen Duftmarke. Vor allem in der Paarungszeit zwischen Frühjahr und Herbst klagen Autofahrer nicht selten über einen Marderschaden. Dringt ein Fahrzeug mit einer Duftmarke von anderen Tieren in das eigene Revier des Marders ein, äußert sich der Ärger durch Beißen. Autofahrer sind die Leidtragenden solcher Attacken. Der ADAC hat im Jahr 2018 mehr als zehntausend Pannen durch Marderschaden registriert.

Die Tiere lieben besonders weiche Kunststoffe und Teile aus Gummi. Autos bieten ihnen eine Vielzahl von Kabeln, Schläuchen, Manschetten und Belägen an. Die folgenden Einzelteile sind sehr häufig von einem Schaden nach Marderbiss betroffen:

  • Kühlwasserschlauch
  • Schläuche für das Waschwasser
  • Isoliermatten
  • Manschetten aus Gummi
  • Beläge für Lenkung und Antriebswellen

Marder haben vielfältige Vorlieben. Nur wenige Bestandteile im Motorraum sind vor den kleinen Raubtieren sicher. Neben den bereits genannten Bestandteilen verbeißen sie sich gern auch in elektrischen Kabeln. Die verursachten Schäden reichen vom angebissenen Zündkabel bis zum kompletten Motorschaden. Die Versicherungen unterteilen Marderschäden in direkte Schäden und Folgeschäden. Ein Marderbiss in den Kühlwasserschlauch hat zunächst nur einen kaputten Schlauch zur Folge. Der lässt sich meist schnell und günstig tauschen.

Bleibt der Defekt aber länger unentdeckt, überhitzt der Motor und nimmt Schaden. Dann ordnen Versicherungen das als Folgeschaden ein. Ist das Zündkabel angebissen, springt das Auto nicht mehr an oder der Motor läuft unrund. Auch ein Fehler am Katalysator ist möglich. Marderbisse an Gummi-Manschetten beschädigen ohne schnelle Reparatur den Antrieb, die Achsen oder die Lenkung.

Um solchen Fällen vorzubeugen, rät die Prüforganisation DEKRA dazu, bei einem Verdacht auf Marderschaden unmittelbar eine Werkstatt aufzusuchen. Sonst drohen durch schwere Folgeschäden hohe Kosten.

Wie erkennst du einen Marderschaden an deinem Auto?

Die wirksamste Methode, sich vor teuren Schäden zu schützen, ist der regelmäßige Blick unter die Motorhaube, besonders zwischen Frühling und Herbst. Mit einer Sichtkontrolle beugst du einem größeren Marderschaden vor. Die folgende Liste zeigt einige Indizien für einen Marderbiss:

  • Kratzspuren oder Löcher an Kabeln
  • auslaufendes Kühlwasser bei laufendem Motor
  • fettige Ablagerungen
  • lose Kunststoffteile
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Auch bei unruhigem Motorlauf, nachlassendem Bremsdruck oder erhöhte Kühltemperatur könnte ein Marderbiss die Ursache sein.
Insbesondere bei einem unruhigen Motorlauf ist höchste Vorsicht geboten. Moderne Automodelle zeigen über die Motorwarnleuchte einen Fehler an und das Steuergerät schaltet in den Notlauf. Wenn der Motor ruhig arbeitet, gilt der Blick zuerst den Zündkabeln, ob diese noch funktionieren. Mit der Bremsleuchte zeigt dir dein Auto an, wenn der Bremsdruck geringer wird. In den meisten Fällen merkst du abfallenden Bremsdruck jedoch selbst beim Fahren. Alle Kabel im Fahrzeug verfügen normalerweise über eine glatte Oberfläche. Unregelmäßigkeiten entdeckst du häufig schon mit bloßem Auge. Kleine Löcher weisen auf Attacken der Tiere mit ihren kleinen Zähnen hin.

Eine angezeigte hohe Kühltemperatur gibt dir ebenfalls einen Hinweis darauf, dass ein Kühlschlauch durch einen Marderbiss betroffen ist. Bei Verdacht auf einen Schaden drückst du die Schläuche an der Stelle zusammen, wo du den Biss vermutest. So siehst du schnell, ob ein Loch existiert. Ob Kühlwasser austritt, stellst du ebenfalls fest, wenn bei laufendem Motor feine Wasserstrahlen oder Tropfen am Schlauch erkennbar sind. Reste von Fett sowie lose herumhängende Kunststoffteile deuten ebenso darauf hin, dass sich ein Nager an deinem Fahrzeug zu schaffen gemacht hat.

Tipps für die effektive Marderabwehr

Mit verschiedenen Maßnahmen installierst du einen einfachen Marderschutz und kannst damit verhindern, dass ein Marder dein Auto beschädigt. Nach einem erkannten Marderschaden ist in kurzer Zeit eine Reparatur der Schäden notwendig. Im Anschluss ist das Fahrzeug einer fachgerechten Motorwäsche zu unterziehen. Darauf hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hingewiesen. Die Motorwäsche beseitigt Duftspuren im Auto und ist ein effektiver Schutz vor dem Besuch anderer Marder. Vor allem Autofahrer, die ihr Fahrzeug häufiger an wechselnden Orten parken und verschiedene Reviere von Mardern befahren, profitieren von diesem Schutz.

Neben der regelmäßigen Motorwäsche können weitere Methoden helfen, ein Tier effektiv vom Motorraum des Autos zu vertreiben. Marderschutz ist in erster Linie als präventive Lösung sinnvoll und effektiv. Zusätzlichen Schutz bieten die folgenden Ansätze.

  • Abschottung des Motorraums: Der GDV spricht die Empfehlung aus, das Angriffsziel von außen abzuschotten, damit die kleinen Nager gar nicht erst in die Nähe von Drähten und Schläuchen kommen. Eine Motorwanne als Marderschutz hält die ungewollten Besucher von den sensiblen Teilen fern.
  • Drahtgitter: Eine alternative Marderabwehr sind bewegliche Gitter aus Draht. Sie werden im parkenden Zustand unter dem Motorraum befestigt und gelten als Marder-Schreck, weil das Tier darauf keinen sicheren Halt findet.
  • Hartplastik-Ummantelung: Gefährdete Kabel und Schläuche können mit bissfesten Hartplastik-Mänteln als Marderschutz umzogen werden. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, damit die Plastik die heißen Teile im Motorraum nicht berührt.
  • Ultraschall: Gut geeignet gegen Marder sind Geräte mit Ultraschall, die mit hochfrequenten Tönen einen Marder vertreiben. Die kleinen Geräte sind mit dem menschlichen Ohr akustisch nicht wahrnehmbar und damit der beste Schutz zur Marderabwehr. Der Ultraschall schlägt den Mardern mit Geräuschen auf das Gemüt, so dass diese fern bleiben.

Zahlt die Kfz-Versicherung einen Marderschaden?

Schlüpfen Marder unter die Motorhaube, kommen auf den Autofahrer hohe Reparaturkosten zu. Viele Versicherungen übernehmen direkte Marderschäden in den meisten Fällen. Darunter fallen zum Beispiel zerbissene Kabel. Folgeschäden sind dagegen in der Regel durch die Versicherung nicht abgedeckt. Schäden durch Marderbisse übernimmt in der Regel die Kfz-Versicherung, sowohl in der Vollkasko-Versicherung als auch in der Teilkasko.

Von der Teilkasko werden jedoch nur direkte Schäden übernommen, die deutlich zu erkennen sind. Dazu zählen beispielsweise angeknabberte oder komplett durchgebissene Kabel. Reparaturkosten von teuren Folgeschäden durch Marderbisse zahlen Versicherungen dagegen nicht. Im schlimmsten Fall bleibst du auf den Kosten zur Beseitigung eines Motorschadens sitzen. Beherzige deshalb unsere Tipps zum Marderschutz und reagiere bei einem Marderschaden rechtzeitig.

Damit es erst gar nicht zu einem Marderschaden kommt, sollte dein erster Weg zu einem Toyota Händler führen. Er hält für dich verschiedene Mittel und Maßnahmen zur Marderabwehr bereit. Dazu gehören zum Beispiel ein Duftmarken-Entferner mit Wirkungsschaum, ein Gerät mit Edelstahl-Kontaktplatten, die unter Hochspannung elektrische Schläge ausstoßen oder ein Ultraschall-Gerät mit Lautsprecher. Dein Toyota Händler berät dich gern!

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