Druck, Profiltiefe und Alter:

Reifen-Wissen für jeden Fahrer

Ein guter Reifen sorgt nicht nur für Fahrvergnügen, sondern auch für mehr Sicherheit. Wir erklären Dir, was du über die Reifen, das Alter, den Druck und Co. wissen musst.

Wie findest du heraus, wann deine Reifen das Alter der Fahrtüchtigkeit überschritten haben? Was ist eigentlich der ideale Reifendruck und unterscheidet sich dieser bei Sommer- und Winterreifen? Wir möchten dir helfen, dein Reifenwissen auf- und auszubauen, denn gerade die Reifen bilden die Basis für sicheres Fahren. Nur ein Auto mit intakten Reifen kann rechtzeitig bremsen und hält die Spur auch bei hohen Geschwindigkeiten oder in unebenem Gelände.

Mit Sicherheit das richtige Wissen: Alles zum Reifen-Alter

Die Reifen eines Autos bestehen aus empfindlichen Materialien. Sonneneinstrahlung, falsche Pflege oder eine lange Standzeit können den Alterungsprozess eines Autoreifens beschleunigen. Selbst eine lange Lagerzeit in der Garage kann schädlich sein, denn oft sind Garagen schlecht isoliert, sodass die Reifen Hitze und Kälte lediglich bedingt geschützt ausgeliefert sind. Das Gummi der Reifen kann altern und spröde werden, bekommt mitunter sogar Risse. Bevor du also deinen Winterreifen aufziehst, solltest du schauen, ob der heiße Sommer den Winterreifen geschadet hat.

Auch Saisonautos wie Wohnmobile oder Anhänger sind gefährdet. Wird der Reifen nicht bewegt, dann lastet das gesamte Gewicht über eine lange Zeit auf den Reifen, sodass der bekannte „Standplatten“ entstehen kann. Materialschäden und ein schnellerer Alterungsprozess sind die Folgen. Darum solltest du Auto und Anhänger regelmäßig bewegen.

Wann hat ein Reifen das reife Alter erreicht?

Spätestens nach sechs Jahren haben die Reifen ein Alter erreicht, das kritisch ist. Sehen sie noch immer gut aus und liegt die Profiltiefe im Normbereich, dann darf der Reifen drauf bleiben. Nach acht Jahren ist es dann aber Zeit für einen Wechsel. Beim Reifenkauf solltest du darauf achten, dass die Reifen nicht älter als drei Jahre sind.

Das Reifen-Alter findest du übrigens ziemlich einfach heraus: Auf jedem Reifen siehst du ein Oval mit vier Zahlen. Die ersten beiden Zahlen geben an, in welcher Kalenderwoche der Reifen hergestellt wurde, die letzten beiden Zahlen kennzeichnen das Kalenderjahr. Steht auf deinem Reifen also, dass er „4711“ hergestellt wurde, dann ist der Reifen aus der 47. Kalenderwoche des Jahres 2011. Bei der Nummer handelt es sich um die DOT-Nummer. DOT steht hierbei für „Department of Transportation“.

Übrigens: Einfach erklärt es dir unser Experte in einem Video auf dem Toyota YouTube Kanal.

Von der gesetzlich geregelten Profiltiefe und dem richtigen Reifendruck

Die absolute Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Wird diese Grenze unterschritten, dann musst du den Reifen wechseln – das ist gesetzlich festgeschrieben. Die Profiltiefe kannst du entweder mit einem Profilmesser feststellen oder mit einer 1-Euro-Münze. Der Goldrand der Münze ist nämlich drei Millimeter dick, was die empfohlene Profiltiefe für Sommerreifen ist. Winterreifen sollten übrigens eine Profiltiefe von vier Millimetern haben. Unabhängig vom Reifen-Alter kann es also möglich sein, dass du deinen Reifen schon vor der Sechs-Jahres-Grenze wechseln musst.

Der richtige Reifendruck sorgt dafür, dass das Profil nicht so schnell abgefahren wird und reduziert zudem den Benzinverbrauch. Es ist jedoch vom Wetter und der Beladung des Autos abhängig, wie hoch der Reifendruck sein muss. Es gibt also tatsächlich einen optimalen Reifendruck für Winterreifen. Die Angaben dazu findest du entweder in den Fahrzeugpapieren beziehungsweise der Bedienungsanleitung des Autos, in der Beifahrertür oder auf einem Aufkleber im Handschuhfach.

Wenn du feststellst, dass dein Reifendruck zu niedrig ist, dann muss die Ursache dafür geklärt sein. Ist dein Reifen einfach im Alter, in dem er ausgetauscht werden muss oder steckt ein Fremdkörper in dem Reifen?

Mischbereifung: Wie sinnvoll ist sie?

Mischbereifung heißt, dass das Auto unterschiedliche Reifen hat.

Konkret heißt das:

  • Reifen unterschiedlicher Hersteller
  • Reifen mit unterschiedlichen Profiltiefen
  • Sommer- und Winterreifen
  • Reifen mit unterschiedlichen Breiten

Gesetzlich geregelt ist lediglich, dass du keine Reifen unterschiedlicher Breiten haben darfst. Kein Problem ist es, wenn deine Reifen unterschiedliche Profiltiefen haben oder wenn du zwei Winterreifen und zwei Allwetterreifen hast.

Mischbereifung ist also erlaubt, jedoch nicht unbedingt empfehlenswert. Natürlich lässt es sich nicht vermeiden, dass Reifen abnutzen und die Profiltiefe unterschiedlich ist. Jedoch kann ein zu großer Unterschied im Reifendruck oder der Profiltiefe zu einem unbeeinflussbaren Verhalten des Autos führen. Die Fahrstabilität sowie die Kontrolle in Kurven fällt ab und auch der Bremsweg kann unter Umständen länger werden.

Solltest du zu einer Mischbereifung greifen, dann achte darauf, dass jede Achse die gleichen Reifen hat. So kann eine bessere Fahrstabilität garantiert werden. Zur Mischbereifung kommt es häufig, wenn die Reifen ihr Alter überschritten haben und du Reifen kaufst, die unterschiedlich lange im Laden gelegen haben.

Musst du deine Reifen wechseln, dann hilft dir der Toyota Räderwechsel-Service dabei.

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