Gangschaltungs-Glaubenskrieg:

automatisch vs. manuell

Während die meisten Europäer ihrer Handschaltung treu bleiben, ist das Automatikgetriebe weiter auf dem Vormarsch – was ist dran am ewigen Glaubenskrieg?

Kaum ein Thema sorgt unter Autofahrern für eine solche Kontroverse wie die Frage nach der präferierten Gangschaltung. Spätestens im Stau der Ferienzeit sehnen sich allerdings auch eingesessene Handschaltungs-Fans nach Entspannung. Während europäische Autofahrer noch weitestgehend auf ein manuelles Schaltgetriebe setzen, schaltet das Automatikgetriebe in der Beliebtheitsskala allmählich einen Gang hoch. Doch wo liegen eigentlich die Unterschiede?

Manuelles Schaltgetriebe: Beliebtester Evergreen

In der Frage „manuelles Schaltgetriebe oder Automatik“ sind sich die meisten Autofahrer Europas einig. Rund 68 Prozent präferieren laut ADAC-Erhebung die klassische Handschaltung. Diese ist nicht nur häufiger verfügbar, sondern auch preisgünstiger in der Anschaffung. Vorteil dieser Gangschaltung ist zum einen der hohe Wirkungsgrad bei guter Fahrperformance. Zum anderen überzeugt das manuelle Schaltgetriebe bei richtiger Fahrweise mit einem geringeren Verbrauch, als es die meisten Automatikgetriebe fertigbringen.

Hauptargument ist in der Regel jedoch die Verbundenheit mit dem Wagen: Wer alleine schaltet, der hat den Fahrspaß buchstäblich selbst in der Hand. Als Nachteil dieser Gangschaltung gilt die stärkere Schadensanfälligkeit bei Schaltfehlern. Ein weiteres Manko des manuellen Schaltgetriebes bekommen Fahrer spätestens im Stop & Go zu spüren. Die aufwendigere Handhabung des ständigen Stau-Schaltens kann nach einiger Zeit kräftig an den Nerven, aber auch der Kupplung zerren.

Wandler-Automatik: Komfortabler Klassiker

Hierzulande galt das Automatikgetriebe lange Zeit als eine Art Exot. Zum Vergleich: In den Vereinigten Staaten setzen laut ADAC-Erhebung fast fünf von sechs Fahrern auf die Wandler-Automatik. Doch auch in Europa ist diese Art Gangschaltung auf der Überholspur und so sind laut ADAC mehr als 16 Prozent der Fahrer mit Wandler unterwegs. Die beliebteste Automatik-Art überzeugt mit sanften Schaltvorgängen, die ohne Zugkraftunterbrechung und mit Fahrkomfort zum Entspannen einlädt – selbst im stressigsten Verkehr. Als weiterer Vorteil gilt die gute Eignung für den Anhängerbetrieb. Nachteilig ist hingegen der vergleichsweise hohe Aufpreis.

Weitere Automatikgetriebe im Überblick

Neben den beiden beliebtesten Gangschaltungs-Arten gibt es drei weitere Optionen für Anhänger des Automatikgetriebes.

Doppelkupplungsgetriebe
Hier bieten zwei automatisierte Teilgetriebe mit jeweils eigener Kupplung eine hohe Schaltgeschwindigkeit. Während in einem Gag gefahren wird, wartet der nächste buchstäblich in den Startlöchern. Die technisch aufwändigen Getriebe mit bis zu zehn Gängen sind im Vergleich zur Wandler-Automatik platzsparender, jedoch meist mit weiteren Aufpreisen verbunden.

Automatisiertes Schaltgetriebe
Eine Art Light-Version bietet das automatisierte Schaltgetriebe. Der einzige Unterschied zum normalen Getriebe liegt in der automatischen Betätigung der Kupplung. Bei dieser Gangschaltung trifft ein minimal verringerter Verbrauch auf einen hohen Wirkungsgrad. Nachteilig sind jedoch die längeren Schaltpausen mit Zugkraftunterbrechung.

Stufenloses CVT-Getriebe
Der Vorteil dieser Version des Automatikgetriebes liegt klar im variablen Übersetzungsbereich, der eine Fahrt im nahezu perfekten Drehzahlbereich für optimale Leistung und Effizienz bietet. Schattenseiten des hohen Fahrkomforts und der sehr sanften Schaltvorgänge der anhängerfreundlichen Schaltung sind der etwas hohe Platzbedarf und ein Aufpreis.

Fazit: Manuelles Schaltgetriebe oder Automatik?

Beim Streit-Thema von Automatik versus Handschaltung scheint zunächst kein Ende in Sicht. Doch das Automatikgetriebe konnte in den letzten Jahren sehr viel mehr Zuspruch verbuchen. Im Premium-Segment suchen hartnäckige Handschalter ihre präferierte Gangschaltung teilweise vergeblich – hier dominiert klar das Automatikgetriebe. Welches Schaltgetriebe das richtige für welchen Fahrer ist, hängt sehr von persönlichen Präferenzen, aber auch dem Budget ab. Im Zweifelsfall müssen Autofahrer sich einfach an beiden Gangschaltungen ausprobieren – Probefahrten machen schließlich mit jeder Schaltung Spaß.

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