Beifahrerairbag ausschalten zum
sicheren Kindertransport

Eltern stehen immer wieder vor der Frage, ob sie Babyschale oder Kindersitz im Auto besser vorn oder auf der Rückbank anbringen sollen. Wer den Nachwuchs im eigenen Auto mitnehmen möchte, sollte vorher allerdings den Beifahrerairbag ausschalten. Wir erklären hier, warum die Deaktivierung für die Sicherheit des Kindes im Fahrzeug notwendig ist.

Wann solltest du den Airbag in deinem Auto abschalten?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Babys und Kleinkinder im eigenen Auto zu transportieren. Oberstes Gebot ist dabei stets die Sicherheit. Denn die Fahrer tragen hier eine enorme Verantwortung. Der Beifahrerairbag ist immer dann zu deaktivieren, sobald auf dem Beifahrersitz ein Kindersitz verwendet wird, der rückwärtsgerichtet ist. Ist das Abschalten des Airbags für den Beifahrer nicht möglich, darf nur ein Sitz für Kinder montiert werden, wenn er eine Sitzposition nach vorn ermöglicht.

Diese Vorschrift ist gesetzlich festgelegt und dringend einzuhalten. Laut § 35 Abs. 8 StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung) bedeutet das: "Auf Beifahrerplätzen, vor denen ein betriebsbereiter Airbag eingebaut ist, dürfen nach hinten gerichtete Rückhalteeinrichtungen für Kinder nicht angebracht sein..."

Baby an Bord: Warum muss ich den Beifahrerairbag abschalten?

Bereits ein Autounfall bei niedriger Geschwindigkeit kann lebensgefährlich werden. Prallt ein Auto auf ein anderes Fahrzeug oder ein Hindernis, schießen die Aufprallkissen mit einem hohen Tempo auf die Sitzschale. Rückwärts gerichtete Schalen knicken so förmlich zusammen. Da die kindliche Halsmuskulatur noch nicht weit genug ausgeprägt ist, können dadurch erhebliche Schäden entstehen, die im schlimmsten Fall sogar tödliche Folgen haben.

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So transportierst du Babys im Fahrzeug sicher

Eltern fühlen sich oft wohler, wenn sie ihren Schützling auf dem Beifahrersitz im Auge behalten können. Allerdings ist es zu empfehlen, generell die hinteren Plätze für den Kindertransport zu benutzen. Als Faustregel gilt: Die Rückbank ist der sicherste Platz. Die Empfehlung lautet, Kinder bis zwölf Jahre nach hinten zu setzen, um schlimmere Schäden bei einem möglichen Unfall zu verhindern. In Ausnahmefällen, wenn du beispielsweise allein unterwegs bist, kann dein Nachwuchs aber auch als Beifahrer mitfahren. Crash-Versuche haben gezeigt, dass diese Variante sicher ist, wenn zwei wichtige Voraussetzungen erfüllt sind.

Wenn Säuglinge in einer Babyschale mit dem Kopf in Fahrtrichtung liegen, musst du unbedingt vorher der Beifahrerairbag ausschalten. Das ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Bei Missachtung droht ein Bußgeld. Denn die Wucht des Airbags kann bei Babys zu schweren Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich führen.

Wenn das Kind schon etwas größer ist und von seinem Sitz aus in Fahrtrichtung blickt, solltest du den Airbag nicht deaktivieren. Allerdings darf der Abstand zum aktivierten Airbag dann nicht zu klein sein. Je näher das Kind am Armaturenbrett des Autos sitzt, desto stärker wird es bei einem Aufprall vom Airbag getroffen. Die Folge können Knochenbrüche, Brand- und Schürfwunden oder noch gravierendere Schäden sein.

Kindersitzpflicht ist gesetzlich geregelt

Bereits seit April 1993 ist die Kindersitzpflicht in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Sie gibt genau vor, bis zu welcher Größe und bis zu welchem Alter ein Kindersitz genutzt werden muss. Demnach sind Kinder bis 12 Jahre beziehungsweise mit einer Körpergröße bis 1,50 Meter durch eine Rückhalteeinrichtung zu sichern.

Zusätzlich sind noch weitere Bedingungen einzuhalten. Die Sitze sollten altersgerecht und geprüft sein. Das bedeutet, dass der Sitz zur Körpergröße und zum Gewicht passt. Außerdem müssen die Sitze in Europa zugelassen sein. Um alle Vorgaben einzuhalten, ist es sehr ratsam, die Bedienungsanleitung des Modells genau zu lesen, um die Sitze richtig anzubringen. Nur so bist du am besten für eine sichere Autofahrt mit deinen Schützlingen gewappnet.

Wie du den Beifahrerairbag bei deinem Fahrzeug ausschalten kannst

Bevor dein Kind auf dem Beifahrersitz Platz nimmt, solltest du die Gebrauchsanleitung des Fahrzeuges genau lesen und nach Einschränkungen durchsuchen. Teilweise wird vor allem bei älteren Modellen davon abgeraten, den Beifahrerairbag zu deaktivieren. Wenn du den Airbag trotzdem ausschaltest, riskierst du die Löschung der Betriebserlaubnis für das Auto.

Das Fachpersonal einer Werkstatt kann den Airbag für den Beifahrer dauerhaft abschalten. Nachdem der Airbag deaktiviert ist, erfolgt dazu ein Eintrag im Fahrzeugschein. Zusätzlich weist ein gut sichtbares Piktogramm auf der Beifahrerseite darauf hin, dass der Airbag abgeschaltet ist.

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Erst Beifahrerairbag ausschalten, dann wieder anschalten!

Nach der Fahrt mit dem Nachwuchs vorne auf dem Beifahrersitz darfst du jedoch nicht vergessen, den Airbag wieder zu aktivieren, wenn ältere Fahrgäste vorne sitzen. Das ist auch notwendig, wenn du einen neuen Kindersitz nutzt, bei dem das Kind in Fahrtrichtung mitfährt. Beachte dabei, den Beifahrersitz so weit nach hinten zu schieben, wie das möglich ist. Das ist die sicherste Lösung für dein Kind, um es bei einem Autounfall vor einem zu starken Aufprall zu schützen.

Airbag abschalten durch Sitzplatzerkennung

Neue Automodelle besitzen meist auch einen Schlüsselschalter, mit dessen Hilfe der Beifahrerairbag selbstständig deaktiviert werden kann. Die Deaktivierung wird in den meisten Fällen durch eine gelbe Kontrollleuchte signalisiert. Die komfortabelste Variante, den Airbag zu deaktivieren, ist die Sitzplatzerkennung. Der Beifahrerairbag wird durch einen speziellen Transponder im Kindersitz automatisch ausgeschaltet. Allerdings bieten nicht alle Autohersteller die Funktion an.

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